Ein Tag am Meer

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Boulogne sur mer an der französischen Opalküste – Foto: h|b

Den heutigen Tag verbringen wir in Boulogne sur mer. Nach dem Frühstück müssen wir aber erst warten, bis der örtliche Wohnmobil-Abrechnungsbeauftragte auftaucht. Nach der vergeblichen Suche nach Parkautomaten gestern, bekamen wir den Hinweis von unseren französischen „Nachbarn“. Der kommt gegen 10 Uhr und für 5,20€ dürfen wir heute hier stehen bleiben. Ein echtes Schnäppchen. Man kann auch nicht für zwei Nächte, oder so, buchen, morgen früh kommt er wieder.

Als das geklärt ist, machen wir uns auf den Weg in die „Centre Ville“, allerdings mit einem kleinen Umweg. Wir gehen zuerst Richtung Norden, oberhalb der Klippen entlang, bis zu einer ehemaligen Festung oder Hafenanlage. Vorbei an deutschen Bunkerresten, die hier wohl noch die nächsten 100 Jahre überdauern werden, kraxeln wir dann durch die Ruine nach unten, bis wir auf Strandniveau sind. Der Erbauer der Anlage lässt sich nicht ganz eingrenzen, es ist jedenfalls nicht dieses typisch deutsche Stahlbeton, eher was einheimisches, vielleicht. Mal recherchieren.

Da die Flut einsetzt, müssen wir uns beeilen den Strand zu erreichen. Wir springen über die letzten Steine und sind in Sicherheit. Das Wasser läuft ziemlich schnell hier ein. Über den riesigen Strand erreichen wir den Hafenbereich und gehen erstmal über die Mole zum grünen Leuchtturm, alte Warnemünder Tradition 😉 Danach gönnen wir uns erstmal „deu Café“ und zwei Cookies.

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Gleich kommt der Fisch geflogen – Foto: h|b

An „High Noon“ können wir uns im Meeresmuseum von außen die Fütterung der Raubtiere anschauen, den Robben. Große Nummer, mit viel Fisch und Artistik. Später auf dem Markt, wieder mit viel Fisch, Riesenkrabben, Hummern und anderem glitschigen Getier, diesmal aber „in tot“, gönnen wir uns eine Waffel mit karamelisierten Ahornsirup – glaub ich jedenfalls, kann ja kein französisch – und für das Abendessen eine hausgemachte Salami mit nur 10% Fettanteil. Wie sich am Abend herausstellt, sehr lecker.

Ulla geht dann zurück zum Wohnmobil und ich erklimme den Hügel über der Stadt mit noch mehr deutschen Bunkerresten und einer Kirche zum Andenken der ums Leben gekommenen Seeleute der Stadt. Eher so allgemein, nicht im Krieg. Bevor ich zur Siesta zurück zum Wohnmobil gehe, besuche ich noch kurz das Denkmal der Ehrenlegion. Auf dem Obelisk steht was von Napoleon I, vielleicht hat er die ins Leben gerufen. Noch was nachzulesen.

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Aufstellung zum Strandsegeln – Foto: h|b

Nach einer ausgedehnten Pause im Wohnmobil, haben wir noch mal einen Stadtspaziergang unternommen. Die Surfer haben den Strand inzwischen für die Strandsegler frei gemacht und der Markt ist verschwunden. Im Hafen liegt der Weltumsegler „tara“, der laut Aushang in drei Jahren die Weltmeere durchquert, und dabei mancherlei Forschung getrieben hat. Das soll für uns heute reichen, wir erklimmen zum letzten Mal den Hügel zum Wohnmbilstellplatz und schauen bei Abendbrot von der Opalküste weit übers Meer. Auf einen Sonnenuntergang müssen wir heute verzichten, der Himmel hat sich komplett zugezogen. Uns geht’s gut und wir beschließen den Tag erneut mit einem „Bon nuit“. Morgen geht es weiter der Küste entlang nach Norden.

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