Å

Das wird sicherlich auf lange Zeit meine kürzeste Überschrift über einem Blogeintrag. Wüsste nicht, was das toppen könnte. Dort waren wir jedenfalls heute, nachdem wir gegen halb 10 das Surferparadies verlassen haben. Bei unserer Abfahrt wurde es nur noch von ein paar Schafen bevölkert. Å ist der südlichste Punkt der Lofoten, der auf normalem Wege erreicht werden kann. Südlicher geht es nur noch mit dem Schiff nach Værøy oder Røst, oder zu Fuß über die Berge nach „Helle“.

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Leere Traumstrände in herrlicher Umgebung – Foto: h|b

Dazu mussten wir von der Insel Vestvågoy nach Flakstadøy wechseln und kurz vor unserem Ziel noch auf die Insel Moskenesøya. Alle fünf Inseln der Lofoten sind entweder über Brücken oder Tunnel miteinander verbunden, was wirklich sehr praktisch ist, da es mühsames übersetzen mit Fähren erspart. Wir kommen dabei an traumhaften Sandstränden mit klarem, grünen Wasser vorbei, die hier völlig deplatziert wirken. Keine Menschen am Strand, keine Liegestühle die auf Urlauber warten, einfach nur Sand und Wasser und 12 Grad in der Sonne. Definitiv zu kalt für einen Badeurlaub.

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Wir zwei beide am südlichen Ende der Lofoten – Foto: Olympus herself

In Å treffen wir auf eine Busladung Hessen und stehen mit denen in der alten Bäckerei um Kaffee und Zimtschnecken an, die wir uns anschließend in der Sonne schmecken lassen. Auf dem Weg wieder „nach oben“, also lofotentechnisch, statten wir dem alten Fischerdorf „Nusfjord“ noch einen Besuch ab. Wie Å inzwischen hauptsächlich Museumsdorf für Touristen. Dekorativ hängen ein paar Stockfische am Hafen rum, man kann die alte Trandampferei und die Schmiede besichtigen, also ein wenig wie der Hessenpark im Taunus, nur halt auf norwegisch. Aber dadurch wesentlich fotogener. Rote Häuschen und blauer Himmel passen einfach perfekt zusammen.

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„It’s so pittoresque, so amazing“ würden die Amerikaner jetzt sicher sagen – Foto: h|b

Am Ende landen wir auf einem „Lofoten Bobilcamp“ direkt an einem Fjord und genießen ab 18 Uhr die volle Kraft der Sonne, bis sie kurz nach 22 Uhr kurz hinter einem Berg verschwindet. Jeden Moment, es ist jetzt 22.40 Uhr, müsste sie rechts davon wieder erscheinen, jaaaa, da ist sie wieder, und bis Mitternacht zwischen zwei Bergen als Mitternachtssonne zu sehen sein. Mal schauen ob ich das so lange aushalte.

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