Fjordhopping

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Für die Autofahrer nicht ganz ungefährlich, Rentierwechsel – Foto: h|b

Nachdem wir gestern die Tour komplett im Regen vom Nordkapp an den Altafjord gefahren sind, begrüßte uns heute morgen eine strahlende Sonne aus einem weitgehend blauen Himmel. Doch noch mal kurz zurück. Nach dem der Tag und die Nacht am Nordkap mit der Mitternachtssonne so perfekt gelaufen war, begrüßte uns das Plateau am Morgen unserer Abfahrt regnerisch und der kräftige Westwind blies Regen und Nebel waagerecht zwischen den Wohnmobilen hindurch, dass man manchmal nicht zwanzig Meter weit sehen konnte. Prima Voraussetzungen für eine Abfahrt die vielen Kurven hinunter. Ein paar Höhenmeter tiefer wurde es gottseidank wieder klarer, so konnte man wenigstens gefahrlos die schmale Straße befahren. Der Regen sollte allerdings unser treuer Begleiter den ganzen Tag lang bleiben. Bis auf ein paar Rentiere und einkaufen in Alta gab es wenig Höhepunkte.

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Ein lustig pfeifender Geselle am Ufer des Altafjorden – Foto: h|b

Wie an der Küste üblich ist das Wetter ja nicht sehr beständig und so kitzelte uns heute morgen die Sonne durch das Dach des Wohnmobils wach. Wir machen immer alles komplett dunkel, sonst geht schlafen gar nicht so richtig, aber gegen Morgen machen wir über dem Bett die Verdunklung auf, um wenigstens geordnet wach zu werden. Auch das müde werden am Ende eines Tages muss man simulieren, es klappt sonst nicht. Es wird nicht dunkel, daher hat der Körper auch kein Bedürfnis irgendwie in den Schlafmodus umzuschalten. Irgendwann tun höchstens die Augen weh. Also langsam alles abdunkeln und Licht an zum Lesen. Klappt meistens.

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Die Schneegrenze ist erreicht – Foto: h|b

Heute nach dem Losfahren einen kurzen Abstecher zu einem kleinen Gletscher gemacht, dem einzigen Norwegens, der direkt ins Meer kalbt, und dann auf der E6 Richtung Tromsø gefahren. Entlang der Fjorde – in der Reihenfolge ihres Erscheinens – Langfjorden, Kvænangen, Reisafjorden, Lyngen, Ullsfjorden, Balsfjorden und mit einer doppelten Fährüberquerung erreichen wir Tromsø und besuchen die berühmte Eiskathedrale. Sehr schlicht, aber eine architektonisch schöne Kirche, direkt an der hohen Brücke hinüber zur Stadt. Die sparen wir uns diesmal, da wir sie früher schon mal besucht haben. Die Kirche fehlte uns aber noch. Der Campingplatz in Tromsø sagte uns dann nicht so zu, also fuhren wir noch ein Stück weiter und stehen heute „Nacht“ direkt am Ufer eines kleinen Fjordarmes des Ramfjordes. Es ist kurz nach 22 Uhr und gerade scheint die tiefstehende Sonne über dem Fjord in unser Wohnmobil. Morgen geht es weiter auf die Lofoten, das Wetter bleibt weiter gut.

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Die Mitternachtssonne bahnt sich in ihren Weg durch die Wolken über dem Ramfjorden – Foto: h|b

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