Puddle #5

A-ja Ressort in Warnemünde

In Ermangelung von Regen während unseres Urlaubs – was natürlich grundsätzlich mehr als in Ordnung ist – heute mal eine regelmäßig entstehende Wasseransammlung am Strand als Pfützenersatz. Die Ostsee schwappt während der „Flut“ über und danach bleibt ein Wasserrest in der Kuhle über, bis er vom Sand aufgesogen wird oder der Wind ihn austrocknet. Im „Spiegel“ sieht man unser Hotel mit angeschlossenem SPA. Seeehr gemütlich und erholsam hier.

Mein kleiner, grüner Fernbus

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Statt mit dem Zug haben wir diesmal beschlossen mit dem Bus an die Ostsee zu fahren. Bei unseren Ostseetörns mit dem Wohnmobil kommen uns die grünen Busse in regelmäßigen Abständen auf der Autobahn entgegen. Warnemünde ist von Berlin aus ein gern angefahrenes Ziel. Also lassen wir die Bahn mal außen vor und buchen für 22,- Euro für zwei Personen die Fahrt von Berlin nach Warnemünde. Der Preis ist so günstig, da ist vermutlich der zu versteuernde geldwerte Vorteil der Freifahrt noch teurer. Verglichen mit Normalzahlern sowieso ein echter Spottpreis. Mal sehen, wie lange sich die Betreiber das leisten können. Weiterlesen „Mein kleiner, grüner Fernbus“

Fast allein

Der Herbst lässt die Ostseestrände wieder leerer werden - Foto: h|b
Der Herbst lässt die Ostseestrände wieder leerer werden – Foto: h|b

Langsam aber sicher wird es in Warnemünde wieder leerer. Es ist Herbst und die Saison der Kreuzfahrtschiffe ist beendet. Sie kreuzen jetzt mit ihren tausenden Passagieren in wärmeren Gefilden. Dem Mittelmeer, der Karibik oder zwischen den kanarischen Inseln. Es wird früher dunkel und wir hatten bei unserem letzten Besuch den Strand wieder fast für uns alleine. Der frühmorgendliche Spaziergang am „Alten Strom“ entlang, Warnemünde noch ganz verschlafen, wie ausgestorben. Für uns ist die Saison nun leider auch vorbei. Danke für die schöne Zeit, wir sehen uns im nächsten Jahr.

Ausflug ans Meer

Der erste Gang gilt stets dem Leuchtturm von Warnemünde - Foto: h|bDer erste Gang gilt stets dem Leuchtturm von Warnemünde – Foto: h|b

Mein kleiner Fotograf hat sich in Schale geworfen – fällt euch die schicke Mütze auf – und ist an die Ostsee gereist. Nach Warnemünde um genau zu sein. Wohin auch sonst. Gilt Warnemünde im Business der Kreuzfahrer doch als Hafen Berlins. So wird der Stop auch offiziell beworben. Daher darf ich mein kleines Projekt, was sich ja eigentlich auf Berlin konzentriert, auch kurz nach Warnemünde ausweiten. Der erste Weg führt natürlich wie immer zum Backbord-Leuchtturm auf der Mole. Der grüne Leuchtturm wird per Handschlag begrüßt. Bringt Glück. Glauben wir jedenfalls fest dran, daher ist es inzwischen ein festes Ritual. Weiterlesen „Ausflug ans Meer“

Der finale Untergang

Sonnenuntergang am Strand von Warnemünde

Der vierte Sonnenuntergang in unserem kleinen Silvesterurlaub ist auch gleichzeitig der letzte für 2013. Das Jahr endet für uns damit 365 Tage später – so wie es begonnen hat – standesgemäß in Warnemünde. Diesmal haben wir es uns allerdings gemütlich gemacht und im Hotel eingecheckt.

Es war ein ereignisreiches Jahr. Wir haben wieder einiges von Europa gesehen, haben ganz im Süden Sizilien umrundet, und später im Norden mit der Queen die Gletscher besucht. Die vielen kleinen Fluchten an die See brachten uns im Frühjahr zuerst nach Zingst auf die nordöstliche Seite der Ostsee und im Spätsommer weit raus bis nach Helgoland mitten in der Nordsee.

In Berlin versuchte ich im Frühjahr zusammen mit David Hasselhoff die Mauer zu retten, aber das „Living Level“ an der Spree konnte auch später von Pink Floyds Frontsänger nicht verhindert werden. Wobei die sich ja auch eher damit auskennen Mauern zum Einstürzen zu bringen.

War also ein spannendes Jahr und ich hoffe, dass das für 2014 auch zutrifft. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines kleinen Blogs ein frohes und erfolgreiches neues Jahr. Wir lesen uns natürlich wieder in 2014. In diesem Sinne…. Lasst es krachen.

Das weiche Wasser bricht den Stein

Steine am Strand

Steine. Große Steine, bunte Steine, Stein in schwarz-weiss, Steine in grün. Ach nein, das sind glattgeschliffene Glasreste. Irgendwie über die Ostsee an den Strand gespült. Gibt es auch in anderen Farben. Unendlich viele Steine liegen am Strand von Warnemünde. Kurz vor Wilhelmshöhe. Drumherum liegt klassisch Sand. Was auch sonst.

Direkt an der Wasserlinie liegen auch viele Steine. Die Wellen bringen sie im Sekundenabstand dazu, sich mit sich selbst zu reiben. Man kann das gut hören. Tausende Steine die bei jeder Welle aufstöhnen. Sie reiben sich auf. Langsam. Wenn ich hier jetzt für die nächsten zehntausend Jahre stehen bleiben würde, könnte ich zusehen, wie aus den Steinen langsam Sand wird. Wahrscheinlich wäre das auf die Dauer allerdings etwas langweilig. So setze ich den Steinen lediglich hier an dieser Stelle ein fotografisches Denkmal.

Lemminge

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Den Menschen zieht es ja immer wieder zum Wasser. Wasser ist Leben und die ersten 9 Monate seines Lebens verbringt der junge Mensch sogar komplett im Wasser. Kein Wunder also, dass, kaum scheint die Sonne vom blauen Himmel, er sich auf den Weg macht, um ans Wasser zu kommen. Dazu setzt er sich zuerst in seine Blechkiste, fährt sodann stundenlang mit vielen anderen auf heissen Betonstrassen, um dann, endlich angekommen, am sandigen Ufer des Meeres mit tausenden eingeölten Individuen dem Sonnenbaden zu frönen.

Bereits ab der dritten Wurfzeltreihe ist das Meer nur noch zu erahnen, während sich um ihn herum Familiendramen abspielen. Bei geschlossenen Augen hört es sich an, als stünde er in der weltgrößten Bahnhofshalle, das leise Meeresrauschen dringt darunter gar nicht mehr hervor. Spätestens nach fünf Stunden nervt der Sand, im Wasser ist auch nur noch stehen möglich und krebsrote Gestalten leuchten heller als die Sonne. Man sehnt sich nach einem kühlen Keller oder einem Zimmer, durch das ein frischer Wind weht, nur um am nächsten Tag pünktlich um zehn Uhr sein Wurfzelt am Strand wieder zwischen vielen anderen Lemmingen aufzubauen. Strandleben macht einfach süchtig.

Schiffsverkehr

Die AIDAmar kurz vor dem Auslaufen vor hunderten Schaulustigen am Kai - Foto: h|b
Die AIDAmar kurz vor dem Auslaufen vor hunderten Schaulustigen am Kai – Foto: h|b

Manchmal frage ich mich ja schon, warum wir immer, egal wo wir eventuell vorher hinwollten, in Warnemünde landen, und dann auch immer auf der Mittelmole. Nach dem letzten verlängerten Wochenende zur Warnemünder Woche ist es mir schon klar geworden. Auf der einen Seite steht man dort sehr ruhig, vom Rummel am „Alten Strom“ bekommt man kaum etwas mit, zum anderen wird dem Auge trotzdem dauernd etwas geboten. Das gilt zumindest für den Sommer, wenn die Saison der Kreuzfahrer begonnen hat.

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