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Tonja Räubertochter

Gegen halb elf am Samstag warten rund 500 Bärenfreunde im Tierpark auf den Auftritt der kleinen Eisbärin im großen Rund des Eisbärengeheges. Sie ist schon draußen, aber noch liegt sie unsichtbar unter ihrer Mutter Tonja. Ab und an taucht ein kleines, helles Haarbüschel auf, aber die Mutter passt auf und schiebt alles schnell wieder unter sich.

Die beiden sind gut gebrieft, um 11 Uhr ist nämlich Eisbärentalk, und scheinbar dürfen sie bis dahin in ihrer Kuschelecke liegen bleiben. Kurz vor elf geht endlich ein erlösendes „Aaaahhhhhh“ durchs Rund. Tonja erhebt sich und ein kleines, weißes Wollknäuel torkelt noch leicht verschlafen hinter her. Obwohl, sooo klein ist das Eisbärenbaby gar nicht mehr. Ist schon fast ein properes Teenie.

Nun gibts rund anderthalb Stunden das volle Programm. Mit Ästen kämpfen, Wasser testen, mit Mama kuscheln, mal was trinken, Gelände erkunden. Genug Möglichkeiten für die Fotografen hunderte von Bildern zu schießen und den vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Am Ende kuscheln sich beide auf ihrem Lieblingsfelsen zusammen und halten Mittagsschläfchen. Die Eisbärenfreunde ziehen weiter zu anderen Bewohnern des Tierparks, ich packe meine Sachen und mache mich mit rund 600 Bildern in der Kamera auf den Heimweg.

Hier noch eine kleine Auswahl, später – nach ausführlicher Sichtung – gibt es sicher noch einen Zuschlag.

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5 II und dem Zuiko 75-300mm.

P.S.: Morgen bekommt sie ihren Namen. Bin gespannt was es wird.

Sleepmode

So kurz vor Weihnachten versinkt das hektische Berlin langsam in den Schlafmodus. Weniger Menschen auf den Straßen, jede Menge freie Parkplätze. Seit zwei Tagen bewegen sich die Menschen mit Sack und Pack zurück in ihre Herkunftskieze irgendwo in Deutschland oder der Welt. Züge, Flieger und Autobahnen sind randvoll und überall läuft „Driving home for christmas“ von Chris Rhea auf den Kopfhörern. Das heimelige Gefühl dort hinzufahren wo die eigenen Wurzeln liegen, in einem Song perfekt eingefangen.

Ich wünsche allen Lesern meines kleinen Blogs ruhige und besinnliche Weihnachten.

Flamingos im Tierpark Berlin
Einer passt auf – Foto: h|b

Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und 75-300 mm Zuiko.

Tigerquartett

KIARA, hier her schauen! SERI, setz dich doch mal zu OSCAR! Willi, WILLI, nicht unter den Baum! Die Stimmung am „Catwalk“ im Berliner Tierpark könnte nicht besser sein. Die Kameras klicken und surren was das Zeug hält. Die Einzigen denen das völlig egal ist, sind Kiara, Oscar, Willi und Seri. Tigerquartett weiterlesen

Milchbar

Nachdem die kleinen Frischlinge ein Weile durch den Wald getobt sind, sich gegenseitig durch die Gegend geschubst haben und immer wieder verscheucht wurden, wenn sie versuchten an die „Quelle“ zu kommen, lässt sich die  Bache endlich herab. Sie legt sich auf die Seite und öffnet endlich ihre Milchbar. Das lassen sich die Kleinen nicht zweimal sagen und stürzen sich wie auf ein Kommando auf die arme Wildsau, die das aber gelassen über sich ergehen lässt. Eine Zeitlang hört man nur noch das gleichmäßige Schmatzen der hungrigen Meute.

Spargelhof Klaistow, OM-D E-M5 II, Lumix 35-100/2.8

Schatten im Blick

Sie lauert. Sie weiß das ich da draussen bin. Sie kann mich sehen. Wir können uns beide sehen und wissen nicht was passieren könnte, würde uns nicht ein stabiles Gitter voneinander trennt. Ist sie hungrig? Sehe ich aus wie etwas zu essen? Weiß sie überhaupt wie man lebendes Essen schlagen müsste? Den Kampf ums Überleben. Jeden Tag aufs Neue. Hier ist alles anders. Das Essen wird jeden Tag gebracht. Danach entweder Siesta, oder endloses spuren am Käfigrand entlang. Die kurzen Wege sind bereits ausgetreten. Wir trennen uns. Die Spannung verfliegt.