Trügerische Sicherheit

Kunstaktion des Künstlers Ai Weiwei in Berlin

Wer heute Abend zur „Cinema for Peace“ Gala geladen ist, muss direkt durch ein Kunstwerk des chinesischen Künstlers Ai Weiwei hindurchschreiten. 2000 Rettungswesten von den Stränden der Insel Lesbos zieren die sechs Säulen des Konzerthauses Berlin und machen auf die gefahrvolle Flucht nach Europa aufmerksam. In Lesbos gibt es inzwischen ganze „Rettungswestenfriedhöfe“ mit über 100.000 Rettungswesten. Weiterlesen „Trügerische Sicherheit“

Lapidarium – Grenzen überwinden

Mit zwanzig überlebensgroßen Pferden aus Bronze und Marmor zeigt der mexikanische Künstler Gustavo Aceves noch bis zum 10. Mai seine Ausstellung auf dem Pariser Platz. Die aus verschiedenen Materialien wie Bronze, Eisen, oder Stein – von dessem lateinischen Wort – lapis – leitet sich der Titel der Ausstellung ab – hergestellten Skulpturen, erinnern an Ausgrabungen in Italien oder Griechenland. Weiterlesen „Lapidarium – Grenzen überwinden“

Selfies vom Oranienplatz

Selfies vom Oranienplatz - Foto: h|b
Selfies vom Oranienplatz – Foto: h|b

An rund 120 Orten über ganz Berlin verteilt, spielt sich aktuell der „6. Monat der Fotografie“ ab. Mal drin, mal draussen, mal gegen Eintritt, meist jedoch frei, kann man vom 16. Oktober bis zum 16. November so viele Fotos anschauen wie in den Kopf hineinpassen. „Umbrüche und Utopien“ ist der Leitgedanke der Ausstellungen, viele der Fotografen und Künstler sind mit ihren Fotografien Zeitzeugen des Wandels einer Epoche. Ich war am Wochenende in fünf der Ausstellungen und stelle sie euch im Rahmen einer „Woche der Fotografie“ einzeln vor. Ein kleiner Tipp noch, am Donnerstag ab 16 Uhr ist das öffentliche Grand-Opening des c/o Berlin im Amerikahaus am Bahnhof Zoo.
Selfies vom Oranienplatz
Beginnen möchte ich mit einer Open-Air Ausstellung am Oranienplatz in Kreuzberg. Hier wo lange Zeit Flüchtlinge den Platz in ein Zeltlager verwandelt haben, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, findet sich ein Rondell mit vielen verschlossenen Türen. Auf jeder Tür findet sich ein Selfie. Nach der Räumung des Platzes sind die Menschen anderweitig untergekommen, an ihren neuen Orten haben sie sich selbst „lomografiert“. Es ist eine schnell konsumierbare Ausstellung, trotzdem macht sie nachdenklich. Die Menschen sind von diesem Ort verschwunden, über ihr Schicksal ist mir nichts bekannt. Ihre Bilder füllen den Platz noch einmal auf. Danach bleibt Leere.