Magdeburg, die Stadt an der Elbe, bietet eine einzigartige Mischung aus Geschichte und Moderne. Der beeindruckende Dom, eine der ältesten gotischen Kathedralen Deutschlands, ist ein Symbol für die lange Geschichte der Stadt. Mit seiner imposanten Architektur und seinen kunstvollen Fenstern ist er ein wahrer Augenschmaus. Zum Auftakt unserer letzten Wohnmobiltour waren wir zum ersten Mal in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und waren sehr angetan.
Wir sind von den ostfriesischen Inseln an die Elbe, etwas oberhalb von Hamburg, auf den Campingplatz am Leuchtturm in Krautsand gewechselt. Ziel: Schiffe gucken. Groooße Schiffe, Containerriesen. Davon sollte es ja genug geben, auf dem Weg um die halbe Welt zum Hamburger Hafen. Aber die Frequenz ist dann doch eher spärlich. Noch dazu sind diese Schiffsriesen ja auch nicht die schnellsten. Mit umgerechnet 14 Knoten kämpfen sie sich die Elbe hinauf, so schnell fahre ich schon mit meinem E-Bike. Es braucht also etwas Geduld um die Schiffe formatfüllend auf den Sensor zu bekommen.
Ein Vorteil eines Wohnmobils ist ja die Spontanität. Statt also wie geplant zum ersten See zu fahren, um dort die Nacht zu verbringen, sind wir kurzerhand in Coswig bereits von der Autobahn abgefahren und haben an der Elbe in der dortigen Marina unser Lager aufgeschlagen. Dort waren wir bereits ein paar mal, und wir wissen, dass die dortige Infrastruktur unseren Wünschen entgegenkommt. Als wir ankommen, wird gerade schwer gebastelt, der Platz wird auf Self-Service umgerüstet. Statt Check-In mit Personal, gibt es nun ein Kassenautomat. Alle Angaben eintippen, Karte zum Bezahlen einschieben und die Schranke öffnet sich.
Wir suchen uns einen Platz direkt mit Blick auf die schnell vorbeifließende Elbe und genießen den Ausblick auf das frische grün der Bäume auf der andere Seite der Elbe. Das ist dieses noch junge Grün, was es nur kurz im Frühling zu sehen gibt. Unserer Meinung nach, das schönste Grün fürs Auge. Ich hab mir dann mein Stativ geschnappt – mach ich ja sehr selten – und den Blick hinüber mit einer Belichtung von 20 Sekunden bei Blende 22 eingefangen. Am hellen Tag hilft dabei natürlich ein Graufilter. Das Ergebnis ist das Titelbild des Beitrages.
Natürlich waren wir am nächsten Tag noch kurz am „Süßen See“, sonst würde ja der Tourname nicht mehr passen. Den 2. See haben wir dann gestern erreicht. Den Edersee in Nordhessen, der diesmal gut gefüllt ist.
Seeburg am süßen SeeBlick auf Edersee mit Burg Waldeck
Man tausche ein G (Görlitzer Park), gegen ein W (Wörlitzer Park) und schon ist man in einer völlig anderen Welt. Einem Park ganz ohne Dealer, ohne Grillschwaden, ohne Müll, dafür mit Skulpturen, pittoresken Tempeln, durchzogen von kleinen Kanälen, überspannt von skurrilen Brücken. Wo es keine Brücke gibt fährt einen die „Amtsfähre“ für einen Euro auf die andere Seite. Die Besucher lustwandeln entspannt auf kleinen, verschlungenen Wegen die sich durch den Park ziehen, wer möchte, kann sich auch bequem mit Gondeln über die Seen fahren lassen. Weiterlesen „Sichtachsen“