Rostiger Nagel

Bauwerk "Rostiger Nagel" in der Lausitz

Mit dem Begriff „Landmarke“ wurde ich das erste Mal konfrontiert, als ich Ende der 90er Jahre mit einer Gruppe Politiker im Ruhrgebiet auf der „Route der Industriekultur“ unterwegs war und im Rahmen der Erklärungen zur Konversion und Umgestaltung des „Reviers“ von unserem Reiseführer dieser Begriff fiel. Eine der bekanntesten Landmarken dieser Region ist z.B. der Tetraeder bei Bottrop.

Gemeint ist damit ein Element was die Bewohner des Landstrichs als Fixpunkt, als Orientierung nutzen können. Gerade dort im Ruhrgebiet waren das ja lange Zeit die Fördertürme der Zechen. Mit deren Schließung und Rückbau fielen auch diese Landmarken weg. Um etwas zu erhalten, was die Menschen scheinbar brauchen, wurden anschließend künstliche Objekte dort aufgebaut, die meist auch mit dem Begriff Kunst verbunden waren.

Bauwerk "Rostiger Nagel" in der Lausitz
Rostiger Nagel – Foto: h|b

Auch in der Lausitz gibt es solche Objekte, unter anderem der „Rostige Nagel“ am Koschener See. Ein stählernes Monument von gut 30 Metern Höhe steht dort und lädt zum erklimmen der 162 Stufen ein. Von dort oben hat man einen guten Ausblick über die entstehende Seenlandschaft der Lausitz und steht im wahrsten Sinne des Wortes auf „Halber Höhe“.

Höhenflug zum „Rostigen Nagel“

Anleger

Bootsanleger aus der Luft

Mit der Zeit beginnt man ja beim Blick ins Land oder auch über Wasser Strukturen zu sehen, die sich aber nur aus der Luft darstellen lassen. Quasi die verinnerlichte Drohnensicht. So ging es mir bei einer kurzen Rast am Müllroser See auf dem Weg ins Schlaubetal. Der Anleger für die malerisch vertäuten Bootchen wollte unbedingt von oben betrachtet werden. Ein bißchen eingependelt bis der Ausschnitt stimmt und Foto im Kasten, bzw. der Drohne. Kleine Korrekturen in Lightroom und fertig ist die luftige Sicht auf die kleinen Ruderboote im Wasser. Für die drumherumflitzenden kleinen Fische reicht die Auflösung der DJI leider nicht. Die konnte man nur vom Ufer aus sehen.

Gut Sport

Ehemaliges DDR Sporthotel

Seit der Jahrtausendwende stehen die früheren Bauten der DDR auf dem Gelände des Sportforums leer.  Dazu gehört auch das ehemalige Sporthotel der DDR. Ein echter „Lost Place“ direkt am Sportforum. Die Fenster zerbrochen, die Türen zugemauert, gammelt das einstige Vorzeigehotel seit der Jahrtausendwende vor sich hin. Aus einem geplanten Einkaufszentrum ist nichts geworden, die Verkaufsfläche war dem Bezirk zu groß. Jetzt gibt es Pläne für den Bau von Büros, Wohnungen und einem Hotel. 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen. Noch ist allerdings auf dem Gelände nicht mal ansatzweise zu erkennen, dass hier etwas passieren wird.

Making of …

Meine Hood

Ein Luftbild des Comeniusparks, im Hintergrund die Türme des Frankfurter Tors

Seit fast 20 Jahren wohnen wir jetzt in Berlin Friedrichshain, mit freiem Blick auf den kleinen aber feinen Comeniuspark. Zentral gelegen, nettes Umfeld, viel besser kann man glaub ich in Berlin nicht unterkommen. Für eine Drohne wohnen wir im erweiterten Warnbereich, was dazu führt, dass vor dem Aufsteigen ein entsprechender Hinweis bestätigt werden muss, der einen verantwortungsvollen Umgang fordert. Das versteht sich allerdings von selbst. Im Umfeld von Bundesstraßen, Schienen und Gebäuden ist Sicherheit die oberste Maxime.

Das Titelbild des Beitrags zeigt im Vordergrund den Comeniuspark mit der sich anschließenden Häuserfront der Gubener Straße und im Hintergrund die beiden Türme des „Frankfurter Tores“. Das Ganze schön beleuchtet von der tiefstehenden Wintersonne.

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Mutter Heimat

Sowjetisches Ehrenmal in Berlin-Treptow

Da ja immer noch so kein rechtes Drohnenwetter ist, meist viel zu stürmisch für die kleine Mavic Mini, greife ich noch mal auf das Archiv vom ersten Ausflug zurück. Nach dem Besuch der Insel der Jugend und einem kleinen Ausflug durch den Plänterwald (Blog dazu später) bin ich am Sowjetischen Ehrenmal in Treptow gelandet. Meine Idee war, die Drohne einfach mal an der 30 Meter hohen Statue des sowjetischen Soldaten hochfliegen zu lassen, auf der Suche nach interessanten Perspektiven. Durch die vielen Besucher und auch aus Pietätsgründen aber vielleicht doch keine so gute Idee. Besser sein lassen.

Daher bin ich lieber ans andere Ende der weitläufigen Anlage gefahren, um am Rande der Anlage – die aktuell auch mit einem Bauzaun versehen ist – zu schauen, ob sich dort Möglichkeiten bieten. Da war nicht viel los, so hab ich die Mini eben mal ein paar Meter in die Lüfte geschickt. Es müssen ja nicht immer größere Höhen sein. Die ersten beiden Bilder – hier im Anhang – zeigen die imposante Anlage in ihrer ganzen Länge, aber irgendwie fehlte mir noch ein wenig der Hingucker. Da ich direkt neben der Statue „Mutter Heimat“ stand, genau entgegengesetzt zum Soldaten mit Schwert und Kind, hab ich mich an die Fotografenweisheit „Vordergrund macht Bild gesund“ erinnert und die Drohne in halber Höhe hinter der Statue positioniert. Richtige Position suchen, mit der Drohne geht das echt prima, und schon hatte ich das Bild was ich gesucht hatte. Daher ziert es auch den Header dieses Beitrages.