Flussbad Berlin

Die zahlreichen Zuschauer am Bodemuseum zählen lautstark rückwärts von 10 – 0. Dann erfolgt der Startschuss und die ca. 30 Schwimmerinnen bringen kurzfristig das gemächlich dahinfließende Spreewasser zum Brodeln. Im Rahmen der Werbung für ein Flussbad in der Spree, stieg heute der „Flussbad Pokal 2016„, nach 2015, der zweite seiner Art. Weiterlesen „Flussbad Berlin“

Faszination Greifvögel

Möchte man bei diesem Wetter nicht auch einfach durch die Lüfte segeln, den kühlen Wind in der Höhe spüren, sich mit der Thermik treiben lassen? Der alte Traum der Menschen – Fliegen zu können. Das erklärt sicher die Faszination, die Flugschauen mit Greifvögeln ausmachen. Gebannt starren die Zuschauer auf die majestätisch dahingleitenden Greifvögel, deren Augen nichts zu entgehen scheint. Weiterlesen „Faszination Greifvögel“

The Race

Am Wochenende konnte ich wieder mal das „mitziehen“ mit der Kamera üben. Die Radfahrer des Berliner Velothons kreuzten meinen Kiez und nach einem kurzen Spaziergang hatte ich meinen Platz am Ausgang der Oberbaumbrücke Richtung Mühlenstraße gefunden. Groß vorbereiten und einen besseren Platz suchen konnte ich nicht, war eh schon ziemlich spät und die Radler kamen nur noch sporadisch in kleinen Gruppen.

Was brauchts fürs mitziehen? Hohe Blende, niedrige ISO ergibt lange Belichtungszeit. Stabilisator aus, ganz wichtig, dann ruhig visieren, erfassen, mitziehen und in der Bewegung auslösen. Klappt nicht jedesmal, aber mit einer Digitalkamera ist das ja kein Problem. Alle Bilder der Serie (bis auf das WW) entstanden bei Blende 18 / ISO 200 und 1/60stel Sekunde. Kamera: OM-D E-M5 mit dem 40-150mm PRO.

Meine Straße, mein Block

Blick auf das Märkische Viertel

Auf dem Album „Maske“ verarbeitet Sido 2004 seine Jugend im MV, im Märkischen Viertel, mit sehr drastischen Worten. Eine Hochhaussiedlung am Nordrand von Berlin, geplant und gebaut Ende der 60er Jahre für rund 50.000 Menschen. Die Zeit des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland, mit all seine Auswüchsen.

Seitdem ich in Berlin wohne, wollte ich da immer schon mal hin. Mich gruseln, mitleidig auf die drogenabhängigen und ausgemergelten Bewohner herabblicken und die grauen Betonmonster fotografieren. Aber wie das so ist mit Vorurteilen, eigene Anschauung macht schlauer. So auch in diesem Fall. Weiterlesen „Meine Straße, mein Block“

Aufs Dach gestiegen

Blick auf eine Passarelle

„205 Stufen“ steht auf dem Schild am Beginn der Treppe. Ergänzt um den Hinweis: „Entspricht acht Stockwerken in einem Altbau“. Wer am „Tag der offenen Tür“ das Dach des Stadtschlosses erreichen will, weiß also bereits was ihn erwartet. Abgehalten hat es niemanden, „The rooftop“ ist gut besucht. Wer auf den Zwischenetagen eine kurze Pause einlegen will, kann musikalischen Darbietungen lauschen, oder einen Kaffee trinken und dazu leckere Fleischbällchen aus dem Streetfood-Popup-Store genießen. Weiterlesen „Aufs Dach gestiegen“

Alles gut

Miniaturfiguren in Flasche

Zum Umweltfotofestival „horizonte“ hatte sich Olympus wieder mal etwas ausgedacht. Wie schon bei den beliebten Playgrounds, die allerdings meist „indoor“ stattfinden, wurden Künstler aufgefordert einen „FotoKunstPfad“ in Zingst zu erschaffen, mit dem man die Menschen zum Entdecken und Fotografieren bringt. Natürlich immer mit dem Hintergedanken, dazu eine Kamera des eigenen Hauses zu verwenden. So konnte man sich an 8 Stellen in Zingst die aktuelle OM-D E-M10 II ausleihen, um damit auf Motivsuche zu gehen.

In meinem ersten Beitrag dazu geht es um sehr kleine Details die es zu entdecken galt. An drei markanten Stellen in Zingst hatten die Künstlerinnen Sibylle Oellerich & Katharina Göbel ihre „kleine“ Kunst geschickt platziert: Auf dem „Anker“ am Postplatz, dem Geländer der „Seebrücke“ (Titelbild) und auf den unscheinbaren Baumstämmen im „Martha-Müller-Grählert-Park“. Mit meiner OM-D E-M5 und dem 12-40 PRO habe ich mich auf die Suche gemacht und möchte euch das Ergebnis an dieser Stelle präsentieren. Viel Spaß beim Entdecken.

Abgehoben

Eiderente beim Start knapp über dem Boden

Ich hoffe mein Start nach München heute morgen verläuft nicht ganz so schwerfällig wie der einer Eiderente auf Helgoland. Die Tierwelt auf der Düne Helgolands ist ja wirklich sehr vielfältig. Bedingt durch wenige Menschen die sich dort tummeln, ist die Fauna recht ungestört und im Zweifel passen die Ranger auf, dass man nichts Falsches macht. Sogar an den Flughafen haben sich die Tiere gewöhnt, die Robben liegen auch schon mal am Rande des Flugfeldes, und von startenden oder landenden Flugzeugen lässt sich schon mal gar niemand stören.

[Olympus OM-D E-M5 | 150 mm | f5.6 | 1/2000 | ISO 200]

Mitten im Nichts

Berlin Hauptbahnhof

Eigentlich fehlten damals nur noch die Steppenläufer, um die die Einsamkeit am Berliner Hauptbahnhof zu unterstreichen. Vielleicht noch ein paar Takte eines Songs von Ennio Morricone, perfekt. Wie ein Solitär stand der heute vor genau 10 Jahren eröffnete Berliner Hauptbahnhof im Nichts. Rechtzeitig zur WM war er fertig geworden, unvergessen das spektakuläre runterklappen der Bügelbauten. Das große Feuerwerk zur Eröffnung mit tausenden, feiernden Menschen. Berlin hatte wieder einen echten Hauptbahnhof.

Heute stehen die Hotels und Bürobauten bereits so dicht um den Bahnhof, dass man ihn aus mancher Sichtachse kaum noch sehen kann. Vergessen inzwischen die Nörgeleien über den unfertigen Bahnhof, die fehlenden Anbindungen und herunterfallende Bauteile nach einem Orkan. Der Hauptbahnhof pulsiert, auf zwei Ebenen fahren die Züge fast im Minutentakt, dazwischen täglich tausende Reisende auf Rolltreppen und Bahnsteigen. Gesteuert von einem unsichtbaren Dirigenten.

Herzlichen Glückwunsch lieber Hauptbahnhof, wir sehen uns auf deiner Geburtstagsfeier am Samstag.

Farewell Prins Joachim

Fähre Prins Joachim vor dem Warnemünder Leuchtturm

Als die Prins Joachim 1980 in Dänemark ihren Dienst als Fähre auf dem „Großen Belt“ aufnahm, saß ich als junger Eisenbahner in Frankfurt und fertigte die S-Bahnen ab. An eine Fährfahrt zwischen Rostock und Gedser war damals nicht zu denken, lag der Rostocker Hafen doch bekanntlich tief im „Feindesland“. Und doch sind wir viel später, 2005, mit dem Wohnmobil übergesetzt und haben am Ende das Nordkap erreicht. Deutschland war schon lange wieder eins und ein großer Teil der Ostsee gehörte dazu. Weiterlesen „Farewell Prins Joachim“