Lærdalsfjorden

Gamle Lærdalsøyri

Heute also Ruhetag auf dem Campingplatz direkt am Fjord. Regelmäßig klopft der Regen auf das Wohnmobildach, Südnorwegen ist aktuell ein einziges Feuchtgebiet. In einer Regenpause machen wir uns auf den Weg ins Gamle Lærdalsøyri. „Gamle“ heißt in Skandinavien „Alt“ und umfasst irgendwie alles was im 19. Jahrhundert entstanden ist und heute noch steht. Meist sind es bunte Holzhäuser oder welche aus dunklen Balken mit Gras auf dem Dach. Die sind dann schon sehr alt.

Das Entrèe des alten Ortes spiegelt sich pittoresk in einem kleinen See und gibt einen prima Aufmacher für den heutigen Artikel ab. Wir schlendern dann durch den Ort, finden die Kirche und einen Bautastein. Von diesen Menhiren, meist mit Zeichnungen die eine Geschichte erzählen, gibt es über tausend Stück in Skandinavien und sie stammen meist aus der Wikingerzeit.

Ford GT 40
Heiße Schlitten – Foto: h|b
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Filefjell

Rentiere

Heute morgen sind wir von dem kleinen Platz in Uvdal gestartet, nicht ohne uns beim Platzbetreiber zu bedanken, der sich ein Bein ausgerissen hat, um unser Stromproblem zu lösen. Am Ende war unser Kabel von der Kabeltrommel zum Wohnmobil der Übeltäter. Kaputt. Warum auch immer. Ach ja, unsere Frontscheibe ziert jetzt ein kleines Loch (nur außen), ist wohl gestern ein Steinchen reingeflogen. Wenn es so bleibt ist es aber tolerabel. Zu Hause bleibt dann aber nur der Weg zu Carglass.

Um das Kabelproblem zu lösen brauchen wir Ersatz. Zubehörläden für Wohnmobile gibt es hier allerdings seltener, aber in Gol gibt es einen riesigen Campingplatz mit angeschlossener Infrastruktur, da sollte es doch vielleicht sowas geben. Da es eh auf unserer Strecke liegt, geben wir das als Ziel ein. Vielleicht bleiben wir ja sogar dort, mal schauen. Wir haben Glück, neben diversen Adaptern gibt es den CEE Stecker mit einem 10 m Kabel. Genau was wir brauchen und je nach Nähe des Stromanschlusses auf dem Platz sogar ausreichend. Bisschen teurer als zu Hause, aber hey, wir sind im Urlaub und in Norwegen, da ist eh alles ein wenig teurer. Da kostet das Sixpack Becks Dosen schon mal 15 Euro.

Rentierherde
Rentierherde – Foto: h|b
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Regenzeit

Während in unserer Heimat Berlin die Leute bei 36 Grad schwitzen müssen, haben wir gerade die Heizung am Laufen um die 16 Grad draußen ein wenig zu kompensieren. Nachdem heute morgen beim aufstehen noch die Sonne im Sandvik Camping in unser Wohnmobil scheint, ist es ab Mittag vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Himmel ist grau und dicke Wolken entladen ihre Last auf die Erde und auf uns. Der Scheibenwischer kommt kaum noch hinterher der Regenflut Herr zu werden. Die Spurrillen auf der Straße lassen die Gischt in alle Richtungen spritzen. Gut dass niemand auf der Straße unterwegs ist.

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Gaustatoppen

Folge dem T

Am Morgen nach einer unruhigen Nacht, erblicken wir aus dem Wohnmobilfenster einen blauen Himmel. Hätte ich nach dem Sturm und Regen heute Nacht nicht erwartet. Aber so ist das wohl in den Bergen. Der Blick auf den Gipfel des Gaustatoppen zeigt klare Sicht. Um uns herum wabern noch die Nebel in der Morgensonne über dem See. Wir haben uns für die „Seniorenvariante“ entschieden: Hoch und runter mit der Gaustabanen.

Gaustatoppen
Gaustatoppen – Foto: h|b

Für zusammen 780 Kronen erstehen wir die Tickets für die Fahrt in den Himmel. So sieht es zumindest aus, als wir mit dem ersten – doch sehr gemütlichen Bähnchen – den Umsteigepunkt erreichen. Hatte mich schon gefragt, wie wir denn damit den Gipfel erreichen sollen. Nun stehen wir vor der Saturn V und warten darauf in die Umlaufbahn geschossen zu werden. Wer baut sowas? Und warum? Dazu muss man wissen dass der Gaustatoppen im „Kalten Krieg“ ein wichtiger Horchposten Richtung Osten war. Und geheim.

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Berg- und Talfahrt

Bergspiegelung im See

Heute morgen nehmen wir Abschied vom Stellplatz am See und nehmen die norwegischen Straßen wieder unter die Räder unseres Wohnmobils. Heute steht eine längere Etappe auf dem Plan, die sich letztendlich als sehr kurven- und höhenreich herausstellt. Der Anfang folgt noch vielen Seen und Flüssen und das heutige Titelbild ist von unserem Mittagsrastplatz. Eine Badestelle an einem Flusslauf und die schroffen Berge die sich im See spiegeln, eine typische norwegische Landschaft.

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Elchzeit

Elchjunges in Elgtun

Heute ist Elchtag auf unserer Tour. Nachdem wir heute morgen sehr früh von unserer Übernachtung in Kristiansand aufgebrochen sind, stehen wir eine gute Stunde später auf dem Neset Camping, mitten im Byglandsfjorden. Unser Stellplatz liegt direkt am Wasser, langsam kommt die Morgensonne über die Berge und taucht alles in weiches Licht. Die Anmeldung ist noch zu, das Motto in Norwegen: Such dir einen Platz und komm später zur Anmeldung. So machen wir das. Erstmal das ausgefallene Frühstück nachholen.

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Das dänische Ende

Das "Nordkapp" Dänemarks

Heute kommt der Blogeintrag etwas früher, wir stehen nämlich aktuell am Hafen von Hirtshals und warten auf die ColorLine, die uns nach Kristiansand/Norwegen bringen soll. Auf der Fähre ist eher kein WLAN und kein Empfang und die Ankunft liegt erst um 0 Uhr, wäre also zu spät für heute.

Schweren Herzens verabschieden wir uns heute Mittag von unserem Stellplatz mit Aussicht in Nørre Vuropør und machen uns auf nach Grenen. Das liegt ein Stück hinter Skagen und ist zugleich das nördlichste Ende von Dänemark. An der Spitze des Strandes, wie oben auf dem Bild zu sehen, kann man mit den Füßen gleichzeitig in Ost- und Nordsee stehen. Haben wir aber schon mehrmals gemacht, daher fällt das heute aus. Für maritime Kenner, hier fließen Kattegat und Skagerrak zusammen.

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Schrecksekunde

Sonnenuntergang an der Nordsee

Gegen Mittag – wir sind inzwischen in Dänemark angekommen – erreicht uns eine Mail unseres Fähranbieters FjordLine. Die für morgen gebuchte Verbindung wurde gecancelled, die FjordCat sei „out of Business“, sprich kaputt. Was sich die ganze Woche schon abzeichnete, die Fahrzeiten wurden immer wieder korrigiert, wurde nun zur Gewissheit, wir müssen nach Norwegen schwimmen. Damn.

Der Grenzübertritt lief übrigens völlig problemlos, keine Kontrollen mehr, ob man gebucht hat, was man denn hier so wolle, einfach durchgewunken. Ein positiver Aspekt der neuen Bestimmungen in Dänemark. Aber leider keine Fähre mehr. Was tun? Wir wären ja nicht „digital Natives“ wenn wir nicht sofort die Alternativen am Handy checken. 

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Wasserski in Damp

Wasserskifahrer auf der Anlage

Wir sind ab heute für drei Wochen mit unserem neuen Wohnmobil unterwegs, Hauptziel ist Norwegen. Nach rund 430 Kilometern sind wir am Ende unserer ersten Etappe auf dem Wohnmobilpark in Damp an der Ostsee gelandet. Unser eigentliches Ziel, der Stellplatz an der Marina in Kappeln, der ehemaligen Heimat des ZDF Landarztes, war leider wegen Überfüllung geschlossen. Zu viele Wohnmobile in Deutschland unterwegs, da sich niemand ins Ausland traut. Zu recht.

Neben dem Wohnmobilpark, auf dem wir in 2013 schon mal gestanden haben, befindet sich eine Wasserskianlage, wo man sich in einem großen Oval an einem Seil übers Wasser ziehen lassen kann. Manche schaffen gerade mal die ersten 20 Meter bevor sie mit großem Platsch im Wasser landen, anderen sieht man an, dass sie das nicht zum ersten Mal machen. Mit Wakeboards scheint es jedenfalls einfacher zu sein.

Yachthafen in Damp – Foto: h|b

Wir statten Damp noch einen kurzen Besuch ab, aber es ist noch Ferienzeit und viel zu voll. Es reicht für einen Aperol und ein Bierchen, dann machen wir es uns am Wohnmobil gemütlich. Heute haben im Laufe des Tages die Dänen ihre Einreisebeschränkungen aufgehoben, daher ist jetzt sicher, dass wir morgen Abend den Sonnenuntergang über der Nordsee auf dem Campingplatz in Nørre Vorupør genießen werden. Perfekt. Mange tak Danmark.

Ravensbrück

Gedenkstätte KZ Ravensbrück

An einem der letzten Wochenenden sind wir mit dem Wohnmobil nach Fürstenberg an der Havel gefahren. Es gibt dort einen schönen Stellplatz an der Marina wo sich entspannt relaxen lässt. Ein Besuch in Himmelpfort steht natürlich auf dem Programm, einer der vielen Orte, die sich mit dem Weihnachtsmann beschäftigen. Warum auch nicht, wenn man schon so einen hübschen Namen hat. Allerdings wird man bereits bei der Einfahrt zur Marina mit einer Vergangenheit konfrontiert, die viele Menschen gern vergessen möchten. Nicht weit entfernt von der Marina befindet sich nämlich die Mahn- und Gedenkstätte „Ravensbrück“, einst das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet.

Mütter – Foto: h|b
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