SEZ

SEZ aus der Luft

Zur Eröffnung im Jahre 1981 war das „Sport und Erholungszentrum“ in Berlin- Friedrichshain weltweit einzigartig. Eine Multifunktionsanlage und Prestigeobjekt der DDR Führung die seinesgleichen suchte. Unter anderem enthielt das SEZ ein Schwimm- und Spaßbad mit sieben teils ineinander-laufenden Becken mit Wasserfall und Wellenanlage, eine Eislauf- und Rollschuhbahn, Sporthallen, Bowlingbahnen, zehn verschiedene Gastronomiebetriebe und vieles andere. Im verlinkten WiKi Artikel kann man das gut nachlesen.

SEZ von der Straße aus
Verrammelt – Foto: h|b
Weiterlesen „SEZ“

Vaxzefria

Senioren nach der Impfung am Corona-Impfzentrum Treptow


Was nach einem kräftigen bayrischen Fluch oder einer Bewohnerin eines rebellischen gallischen Dorfs klingt, ist der Name des Corona Impfstoffs von Astra Zenica. Der Impfstoff der immer wieder von sich reden macht, da er zuerst nicht an über 70-jährige verimpft werden sollte – dabei haben nur die Datengrundlagen gefehlt was die Testprobanden anging – und nun wurden in den letzten Wochen Todesfälle bekannt, die nach Verabreichung des Impfstoffes aufgetreten sind, sogenannte Hirnvenen-Thrombosen. Es ist zwar noch unklar, ob sie in einem ursächlichem Zusammenhang mit den Impfungen stehen, bei gut 1.8 Millionen Impfungen sind 3 Fälle eine so geringe Anzahl, dass sie vermutlich nicht mal in die Beipackzettel von Arzneimittel aufgenommen werden würden, aber sicher ist sicher. Jede:r Tote ist eine:r zu viel. Da diese Fälle bisher ausschließlich bei jüngeren Menschen aufgetreten sind und hier bei Frauen, wird das Mittel nun auch für unter 60jährige nicht mehr verimpft. Insgesamt traten bei rund 30 Personen diese Thrombosen auf.

Diese ganze Gemengelage führte nun dazu, dass in Berlin am letzten Mittwoch die nächste Gruppe Impflinge, nämlich die zwischen 60 und 69 aufgerufen wurden, sich telefonisch zu melden – eben ohne erhaltenen Impfcode – um einen Termin bis zum 11.4. in den Testzentren Tegel oder Tempelhof zu bekommen. Allerdings ausschließlich mit dem Impfstoff Vaxzefria von Astra Zenica.

Weiterlesen „Vaxzefria“

Lockdown light

Oberbaumbrücke, im Vordergrund Menschen

Vor einem Jahr habe ich mit dem Fahrrad eine kleiner Coronarunde entlang der Berliner Touristenhotspots gemacht. Der Titel Geisterstadt war damals durchaus berechtigt. Das Virus war neu, sogar die Spielplätze waren mit rot-weißem Flatterband abgesperrt und die Straßen und öffentlichen Plaätze waren wirklich leer. Das Wetter war ähnlich, auch die Zeit passt. Was nicht passt ist der Inzidenzwert. Der lag im März 2020 in Berlin bei 35, alles war zu. Aktuell liegt der Wert berlinweit steigend bei rund 141 (!). Und es sieht draußen aus wie ein normaler Frühlingstag. Einzig die Touristen fehlen noch.

Weiterlesen „Lockdown light“

Vogel des Jahres 2021

Rotkehlchen vor grünem Hintergrund

Dieser Titel würde sich aktuell auch gut für manchen Politiker eignen, aber da ist die Auswahl vielleicht noch schwerer, als die für die echten Vögel. Die Niedlichen, die uns an ihrem Getschilpe teilhaben lassen und vom nahen Frühling künden. Die uns morgens ab fünf Uhr im Berliner Hinterhof aus dem Schlaf holen und um Aufmerksamkeit wetteifern. Wenn es denn mitten in der Stadt noch Singvögel gibt.

Diesmal durfte die Bevölkerung abstimmen, die Jahre davor hat der NaBu diese Entscheidung getroffen. Das Rotkehlchen setzte sich vor der Rauchschwalbe und dem Kiebitz mit knapp 60.000 Stimmen durch. Die Stadttaube, in der Vorwahl noch auf Platz 1, konnte sich am Ende doch nicht durchsetzen. Ihr Beliebtheitswert liegt dann vielleicht doch weit unter ihrem städtischen Nervfaktor.

Mein Siegerportrait stammt aus 2015 und entstand in Österreich am Hallstatter See. Auf dem Campingplatz in Obertraun-Winkl, wo wir 3 Tage Rast auf unserer Österreichtour eingelegt haben, hatte ich endlich mal die Muße und die Möglichkeit mit der OM-D und einem Teleobjektiv die kleinen Piepmätze zu fotografieren.

Der Siegervogel im Portrait auf der Website des NaBu.

Aktionskunst

Reste von Farbe auf Oberbaumbrücke

Heute war Aktionstag von „Fridays for Future“ in Berlin, unter anderem mit einer temporären Kunstaktion auf der Oberbaumbrücke, der Schnittstelle zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Die Brücke wurde flächendeckend bemalt, mit Motiven die dem Aktionstag entsprechen.

Aktionskunst auf der Oberbaumbrücke - Foto: Fridays for Future
Aktionskunst – Foto: Fridays for Future

Leider war ich ein wenig zu spät. Als ich mit meiner Drohne an der Brücke ankam – wäre sicher eine coole Aktion gewesen – konnte ich nur noch Spuren des Kunstwerks sehen, der Rest war bereits den Saubermachern der Stadtreinigung und den FFF Leuten zum Opfer gefallen. Verständlich, wäre die Farbe doch sonst zu einer Gefahr für Rad- und Autofahrer geworden. So reichte es immerhin noch für ein paar Bilder mit der „normalen“ Kamera.