Nach zwei Tagen Workshop im Westflügel des Berliner Hauptbahnhofes habe ich heute Nachmittag wieder das Licht der Sonne erblicken dürfen. Nach Powerpointfolien, Flipcharts und Whiteboards endlich wieder echtes Leben. Zur Akklimatisierung habe ich mir erst mal ein frisches Eis gegönnt und mich kurz auf dem Washingtonplatz in die Sonne gestellt. Die Eindrücke nach den zwei Tagen müssen sich jetzt setzen und danach geht es an die Umsetzung der erzielten Ergebnisse. Das Jahr wird vermutlich nicht reichen, aber vielleicht können wir die Zeit zwischendurch anhalten oder dehnen. Am Ende des Jahres wissen wir mehr.
Himmelsscheide
Konnte wieder jede Menge Bilder aus dem fahrenden Zug machen, als wir gemächlich durch die Weiten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburg cruisten. Ein paar dieser Bilder werde ich hier die nächsten Tage noch posten. Manchmal glaube ich, ich könnte einen ganzen Film verknipsen oder analog, den Speicher meines iPhones zupflastern, wenn ich meine Augen schweifen lassen. Motive in Hülle und Fülle, soweit das Auge reicht. Und das reicht ja weit in dieser leeren Gegend und außer Wiesen, Bäumen und Wasser ist da ja eigentlich nichts. Ab und zu ein kleines Dorf, das wars. Dann noch ein wenig mit der Kamera-App nachjustieren und schon ist etwas Neues geschaffen. Gefallen euch diese Bilder eigentlich, oder nerven sie eher?
Reiseimpressionen aus dem Eurocity #1
Meereskunde
Der Hauptprogrammpunkt unseres Stralsundbesuchs stand heute an, der Besuch des Ozeanums direkt am Hafen und nur zwei Minuten vom Hotel entfernt. Für 16€ Eintritt bekommt man einen umfangreichen Einblick in das maritime Leben von Ost- und Nordsee.
Neben vielen Schautafeln zu allgemeinen Informationen, begeistern die vielen Aquarien mit den verschiedenen Lebensräumen der Meeresbewohner. Ob Heringsschwärme in einem dunklen Zylinder ihre langsamen Kreise ziehen, Abenteuerspielpätze aus rostigem Allerlei die Fische, Aale und Krabben zum verstecken einladen, oder im atlantischen Aquarium, gefüllt mit 2,6 Millionen Litern Meerwasser, unter anderem Makrelenschwärme, viele Rochen und ein Sandtigerhai das Riesenbecken durchkreisen, die Vielfalt des Lebens im Wasser wird umfassend und interessant dargestellt.
Fast drei Stunden sind wir „abgetaucht“, um am Ende der langen Reise im Reich der Riesen erschöpft auf den Liegen den Walgesängen zu lauschen. Ein spannender und lohnender Besuch für einen unbedingt erhaltenswerten Lebensraum, von dem wir letztendlich alle abhängig sind. Ohne Wasser gibt es schließlich kein Leben.
Wasserblick
Raumteiler
Ein kostbares Gut
Am Wochenende waren wir mit den Kids im Kommunikationsmuseum am Frankfurter Mainufer. Grippal bereits geschwächt habe ich mich durch den Schnee gequält, um zu schauen, was das Museum bietet. Schließlich bestimmt Kommunikation mit den dazugehörigen Medien und Geräten unser und mein Leben, mehr als je zuvor.
Südwärts HO
Schnauze voll vom Schnee, daher Dienstreise nach Frankfurt gebucht. Unterwegs liegt allerdings noch jede Menge Schnee und bis Fulda hat es auch noch dauernd geschneit. Hoffentlich klappt das. Immerhin war zwischenzeitlich mal blauer Himmel zu sehen, gibt es ja in Berlin quasi gar nicht mehr, und die Sonne ließ sich ein paar mal blicken. Die Hoffnung hat sich in der Tat erfüllt, Frankfurt ist schneefrei. Nicht mal Matschepampe, nada, nur schwarzer Asphalt. Sehr schön.
Nach dem Meeting dann noch mit den Kollegen essen gewesen und eine echte Marktlücke für Berlin entdeckt. Normalerweise hat man ja das Problem, dass man sich in Gruppen nie entscheiden kann, wo man essen gehen will. Der eine will eher chinesisch, die andere auf keinen Fall italienisch, andere wiederum würden gern wieder mal Sushi, oder hmmmm, Burger wäre auch nicht schlecht … undsoweiterundsoweiter. Die Lösung: „urban kitchen – alle Küchen“. Geniales Konzept, cooles Ambiente, lecker Essen und … bezahlbar. Einziges Problem, man muss sich entscheiden. Fällt das oft in einem monothematischen Restaurant schon schwer, ist das hier ungleich anstrengender. Bei uns hat es geklappt, jeder bekam das wo er grad Lust drauf hatte und am Ende waren wir pappsatt und zufrieden.
Berlinale – Familientag
Am letzten Tag der Berlinale laufen noch mal kreuz und quer über den Tag verteilt in Berlin die Filme der Berlinale. Die letzte Möglichkeit also, noch mal Filme vor ihrem offiziellen Start zu sehen. Früh buchen muss man allerdings trotzdem, den Familientag am Besten auch gleich in der ersten Woche, sonst wird auch das nichts mehr. Wir haben uns für einen Animationsfilm entschieden, der – aus welche Gründen auch immer – im Wettbewerb lief, allerdings außer Konkurrenz. Wahrscheinlich um wieder mal Stars anzulocken, da der Hauptsynchronsprecher Nicholas Cage ist. Ansonsten macht es überhaupt keinen Sinn. Aber auch das gehört ja inzwischen bei der Berlinale dazu. Also der fehlende Sinn.
Nachdem wir beiden Rekonvaleszenten uns schnaufend um kurz vor zehn bis in den 2. Rang hochgekämpft hatten, wusste gar nicht, dass es im Berlinalepalast soooo hoch hinausgeht, bekamen wir am Eingang noch jeder eine 3D Brille! Super. Wo stand das denn? Naja, egal. Jedenfalls kann der Blick von der Klippe eines Felsens nicht besser sein, als der vom zweiten Rang des Musicaltheaters auf die Kinoleinwand. Das kann ja heiter werden.
Wurde es dann auch, aber das lag definitiv am Film. The Groods, so der Titel des Films, erzählt den Übergang vom Neandertaler zu den Cro Magnons, und nebenbei den Untergang der bekannten Welt, auf höchst vergnügliche Weise. Eine Art Ice Age für Erwachsene. Was im Animationsbereich inzwischen alles machbar ist, ist echt der helle Wahnsinn. Wer also Lust auf zwei Stunden gute Unterhaltung mit jede Menge Lachflashs hat, sollte sich den Film auf jeden Fall anschauen. Es lohnt sich.
Reihenweise Bäume
Ich hatte ja vor einer Weile schon mal eher abstrakte Fotos gezeigt, die aus dem fahrenden Zug heraus mit dem iPhone aufgenommen wurden. Die kleine Kamera kann durch die Geschwindigkeit kombiniert mit einer zwangsweise längeren Verschlusszeit keine scharfen Fotos aufnehmen. Wenn dann noch Sturzbäche von Regen die Zugscheiben hinunterfliessen, wie in diesem Fall, nähern wir uns einem ziemlich hohen Abstraktionswert, der dem Bild einer konkreten Landschaft, eher das Aussehen eines Aquarells verleiht. Auch die Farben sind durch das trübe Wetter kaum noch unterscheidbar und verstärken das Gefühl des Surrealistischen. So sieht Brandenburg doch gleich noch viel gemütlicher aus.











