Bella Venezia

Charlie Brown vor Gondeln in Venedig

Nachdem es in den Bergen begonnen hatte zu regnen, haben wir geschaut, wo in der Nähe noch Sommer ist. Fündig geworden sind wir in Venedig. Die Alpen bleiben in Sichtweite, statt Wolken allerdings blauer Himmel und Sonne satt.

Drei Tage sind wir von Punta Sabbioni mit der Fähre zum Markusplatz gependelt und haben uns die volle Dröhnung Venedig gegeben. Immer auf der Hut in eine asiatische Selfiestange zu rennen, oder Faketaschen von fliegenden Händlern für ein Schnäppchen zu erstehen. Aber hey, besser als Dope im Görli zu verkaufen.

So haben wir auch endlich Mal die Zeit gefunden den Dogenpalst zu besuchen und über die Seufzerbrücke in die ewigen Verließe hinabzutauchen. Ansonsten haben wir uns wie immer durch die Gässchen treiben lassen, oder sind mit den Wasserbussen den Canal Grande entlang geschippert. Ein perfektes Intermezzo.

Seit heute Mittag sind wir zurück in den Bergen, genauer gesagt den Dolomiten. Das schlechte Wetter ist vorbei, ein blauer Himmel mit ein paar pittoresken Wölkchen begleiten uns. Morgen fahren wir hoch auf 3.300 Meter, bzw. lassen fahren. Gletscherausblick garantiert.

Hohe Berge

Kirchturm im Reschensee/Italien

Wenn es ja in Berlin an einem mangelt, dann sind das Berge. Und komm mir jetzt keiner mit Kreuz-, Müggel- oder Teufelsberg. Echte Berge beginnen bei 2000 Meter. Besser mehr. Wir bewegen uns grad mit unserem Wohnmobil durch Österreich und Italien, mitten durch die Alpen. DAS sind Berge.

Gestern saßen wir auf der Wiesbadener Hütte auf 2443 Metern Höhe, mit Blick auf den Gletscher des Piz Buin auf rund 3.300 Meter. Heute haben wir auf der Fahrt über den Reschenpass nach Meran, den mit Eis und Schnee bedeckten „Hohen Ortler“ mit knapp 3.900 Metern rechts liegen gelassen.  Die nächsten Gipfel liegen immer nur einen Blick voraus. Herrlich.

Sonnenfänger

Kind im Schattenriss fängt die Abendsonne

Am Wochenende haben wir versucht die Sonne zu fangen. Wir haben extra bis zum Abend gewartet, erschien uns das einfangen doch sehr viel einfacher, da man sich nicht mehr so leicht die Finger verbrennen konnte. Leider ist sie uns trotzdem immer wieder durch die Finger gerutscht, bis sie gänzlich ins Wasser eingetaucht ist. Das nächste Mal versuchen wir es mit dem Mond, der ist bestimmt viel kühler.

Lichter über den Wassern

Nachtaufnahme von Schiffen mit Lichtstrahlen auf der Spree

Bereits zum fünften Mal bewegt sich in diesem Jahr die „Aquarella“ über die Spree durch Berlin. Schon von weitem sieht man die bunten Strahlenfinger der Boote, die – wie Flaklichter auf der Suche nach dem Feind – durch den Nachthimmel tanzen. Zum Abschluss gibt es dann noch ein knalliges Feuerwerk in Friedrichshain. Wer es verpasst hat, kann noch am Wochenende vom 28. auf den 29. August mitfahren, oder das Spektakel vom Ufer aus erleben.

Teenies und Touristen

Passanten auf einer Treppe mit Papiertüten von Primark

„Wer ein T-Shirt für zwei Euro kauft, muss wissen, dass jemand anderes den Preis dafür bezahlen muss.“ – Hubertus Thiermeyer, Landesfachbereichsleiter Handel der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft in Bayern.

In Berlin am Alex sind die großen, braunen Tüten der irischen Bekleidungskette Primark inzwischen Teil des Stadtbildes wie Punker und Gaudihütten. Was früher die H&M Kunststofftüte war ist heute der große Papiersack. Meist gut gefüllt, mit allem was sich von der Stange für wenig Geld mitnehmen lässt. Sicher kein „Fair Trade“, sondern eher billig produziert in Bangladesh und anderswo.

Daher ist die bevorzugte Käuferschicht eher in der Taschengeldgeneration zu finden, neben Touristen, die hier nach modischen Schnäppchen für zu Hause suchen. So wie es aussieht ist der Kampf um die besten Stücke in den – meist – mehreren 1000qm großen Geschäften auch so anstrengend, dass man sich danach erstmal ausruhen muss.

Flaschensammler

Mann steckt in einem Loch in der Erde

Im ersten Moment war ich etwas verwirrt und dachte es wäre ein Tiefbaufacharbeiter. Behände öffnete er mit einem entsprechenden Schlüssel ein Klappe im Boden unweit vom Berliner Fernsehturm und steckte seinen Kopf hinein. Aber weit gefehlt, es handelt sich nur um eine weitere Stufe der Professionalisierung der Gilde der Berliner Flaschensammler. Das sie in Papierkörbe leuchten, mit extra angefertigten Zangen die Inhalte derselben durchsuchen, das kannte ich schon. Aber dass sie sogar Zugriff auf die unterirdischen Papierkörbe haben – von denen ich bis dato gar nicht wusste, dass es sie gibt – das war sogar für mich neu. Eine kreative Branche.

Schatten im Blick

Ein Pumaweibchen unter einem Felsen

Sie lauert. Sie weiß das ich da draussen bin. Sie kann mich sehen. Wir können uns beide sehen und wissen nicht was passieren könnte, würde uns nicht ein stabiles Gitter voneinander trennt. Ist sie hungrig? Sehe ich aus wie etwas zu essen? Weiß sie überhaupt wie man lebendes Essen schlagen müsste? Den Kampf ums Überleben. Jeden Tag aufs Neue. Hier ist alles anders. Das Essen wird jeden Tag gebracht. Danach entweder Siesta, oder endloses spuren am Käfigrand entlang. Die kurzen Wege sind bereits ausgetreten. Wir trennen uns. Die Spannung verfliegt.

Temporäre Baulücke

Bus fährt an Baustelle vorbei
Gebäudeensemble am Bahnhof Zoo in Berlin (abgerissen)
Schmuddelecke am Bahnhof Zoo – Foto: h|b

Knapp 4 Monate liegen zwischen den beiden Bildern. Während im März gerade die Absperrungen für den bevorstehenden Abriss der beiden Gebäude in der Joachimsthaler aufgestellt wurden und die schmuddelige Ladenpassage bereits kleinen Baggern zum Opfer gefallen war, ist seit ein paar Wochen der freie Blick zum Bahnhof Zoo möglich.

Das wird natürlich nicht so bleiben, ist doch die City West gerade in einem architektonischen Aufschwung. Neben dem Waldorf Astoria, dem neuen „Bikini-Haus“ und dem gerade entstehenden „Upper West“ wird hier ein sechsgeschossiges Geschäftshaus entstehen und die Runderneuerung der Gegend um den Bahnhof Zoo vorantreiben. Mit der Umgestaltung des Hardenbergplatzes und der Wiedereröffnung der Zoo-Terrassen sind weitere Schritte geplant, um das Schmuddelimage rund um den Bahnhof Zoo loszuwerden. Es darf wieder flaniert werden.

Wake the City

Wakeboarder dreht Schraube

Am Wochenende gibt es wieder mal einen neuen Abenteuerspielplatz in Berlin. Auf dem RAW Gelände in Friedrichshain findet die „Wake the City“ Tour von Jever Fun statt. Direkt neben dem Foodcourt der „Neuen Heimat“ ist ein 70 x 22 Meter großes Bassin aufgebaut, in dem sich Anfanger und Cracks über eine Schleppleine übers Wasser ziehen lassen können. Für die Profis unter den Wakeboardern stehen eine Schanze und Rohre als Parcours zur Verfügung. Ab 17 Uhr heute Abend läuft der Contest, unter anderem mit dem Weltmeister von 2011 Dominik Gührs.

Hier ein paar Eindrücke von der heutigen Veranstaltung …

Puttenalarm

Klsoter neuzelle spiegelt sich in Seerosenteich

Auf der Rückfahrt unserer 3-Seentour machen wir einen Abstecher zum Stift Neuzelle. Wir waren dort schon einmal mit dem Motorrad, wollen uns das aber jetzt noch mal in Ruhe und ohne dicke Motorradklamotten anschauen. Vorher stärken wir uns in der – direkt vor dem Kloster liegenden – Klosterklause. Es gibt dort so leckere Sachen wie den „Schlaubetalteller“ oder „Neuzeller Schwarzbierbraten“. Allerdings haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Oder besser: Ohne die Bedienung. Weiterlesen „Puttenalarm“