Ein Bild, schwarzweiß, jede Woche Sonntag.
Windjammerparade
Die Woche waren wir seit langem wieder mal mit dem Wohnmobil in Warnemünde. Das erste Mal mitten in der Woche, kann ich ja jetzt. Der Stellplatz auf der Mittelmole war trotzdem wieder knackevoll. Ganz vergessen, dass am Wochenende die 31. Hansesail stattfindet. Haben aber trotzdem noch ein Plätzchen in der zweiten Reihe bekommen und ich konnte gleich am Abend noch die Ausfahrt der „Norwegian Dawn“ fotografieren.

Ab Dienstag trafen dann mehr und mehr Segelschiffe in Warnemünde ein. Ein Teil lag direkt vor unserem Stellplatz, so die J.R. Tolkien, ein anderes Segelschiff, die Großherzogin Elisabeth lag am Stellplatz 7, direkt vor dem Kreuzfahrt-Terminal. Ein Teil fuhr durch bis zum Stadthafen nach Rostock. Die Schiffe nutzen die Gelegenheit Segelturns anzubieten und verdienen sich so ein bißchen Geld für die Instandhaltung der Schiffe. Hab ich ja auch schon zweimal genutzt. Dieses mal wollte ich aber nur schauen, nicht fahren.



Strandkörbe s/w #17
Ein Bild, schwarzweiß, jede Woche Sonntag.
tauwerk s/w #33
Ein Bild, schwarzweiß, jede Woche Sonntags.
Raue Ostsee
Nach langer Abstinenz waren wir am letzten Wochenende wieder mal in Warnemünde. Das erste mal mit unserem neuen Wohnmobil. Am Freitag kamen wir auf dem gut gefüllten Stellplatz auf der Mittelmole an und haben auch noch ein angenehmes Plätzchen in der zweiten Reihe gefunden. Wären wir den Hinweisen gefolgt – Mittelmole voll für Wohnmobile – hätten wir uns geärgert, aber manchmal muss man auch die nötige Chuzpe besitzen und ein wenig Glück haben. So konnte das Projekt „Schiffe gucken“ – nur deswegen wollen ja alle auf die Mittelmole – starten.
Weiterlesen „Raue Ostsee“Goldkreis
Auf dem iPhone sammeln sich ja im Laufe der Zeit diverse Foto-Apps, die man – manchmal zu recht – völlig vergessen hat, andererseits durch diverse Updates möglicherweise zu neuer Blüte gekommen sind. Am letzten Wochenende waren wir in Warnemünde und beim Spaziergang durch den Wald ist mir wieder mal „Bluristic“ in die Hände gefallen. Habe ich vor ca. 5 Jahren mal mit rumexperimentiert und weiß inzwischen gar nicht mehr genau, was man damit eigentlich macht.
Fotos halt, okay, aber man muss entweder das iPhone dabei bewegen, oder das zu fotografierende Objekt muss sich bewegen. Das Ergebnis ist in allen Fällen eine Verfremdung der Umwelt. Alles dreht und bewegt sich. Das Foto bildet keine Realität mehr ab, sondern im besten Fall die Stimmung des Fotografen. Von den Fotos hab ich mal drei ausgesucht und präsentiere sie an diesem trüben und regnerischen Samstag dem geneigten Publikum. Möge es Freude im Herzen bescheren. Einen schönen 3. Advent.

Lichtertanz – Foto: h|b 
Ostsee – Foto: h|b
Kranichflug
Während alle mit gezückten Smartphones auf das Auslaufen der AIDAmar am Abend warten, geht das vielstimmige Krächzen am Himmel über Warnemünde ganz unter. Zu Hunderten ziehen dort die Kraniche zu den Übernachtungsplätzen auf dem Darß, nachdem sie sich den ganzen Tag über auf den Brandenburger Feldern den Bauch vollgeschlagen haben, um Reserven für den langen Flug in den Süden aufzubauen. Der zunehmende Mond ergänzt das natürliche Bild und die Anmut der vielen „Grus Grus“.
Foto: Olympus OM-D E-M5 II und Zuiko 75-300 mm
Kraft tanken
Nach langen Projekttagen hilft ein kleiner Ausflug an die Ostsee, um wieder zu sich zu kommen, Kraft zu tanken. Die Seele baumeln lassen, wie es so schön heisst. Allein die Luft an der See ist eine ganz andere als in der Großstadt. Die Lunge nimmt begierig jedes Gramm Ozon in sich auf, das Luftholen fällt gleich viel leichter. Ein langer Spaziergang nach Wilhelmshöhe bringt auch den Körper dazu sich ein wenig anzustrengen. Als Ausgleich für viele Stunden Bürostuhl. Warnemünde ist allemal einen Ausflug wert.
Hipsterangeln
Wir stehen ja relativ häufig mit dem Wohnmobil am Warnowkanal und kommen so in den Genuss, das abendliche Angeln der Einheimischen zu beobachten. Normalerweise sind das entweder picklige Jungs in Camouflagehosen, die aussehen als würden sie noch bei Mutti wohnen, oder Hightechangler, die mit komplizierten Auflagekonstruktionen drei Angeln mit roten Blinklichtern gleichzeitig am Start haben, plus der, mit der sie noch alle paar Minuten ihre Schnur mit Blinker weit in den Kanal werfen. Dosenbierchen dazu, läuft.
Beim letzten Besuch ist mir ein neues Exemplar untergekommen: Knöchelhose, Hosenträger, Vollbart, rosa Brille. In Berlin ganz klar als Hipster zu identifizieren, in Warnemünde eher eine seltenere Spezies. Aber vielleicht ist die Gentrifizierung inzwischen sogar bei den bodenständigen Anglern angekommen, kann ja sein. Angeln als so spießige Betätigung, dass es schon wieder hipp ist.
Im Übrigen ist es eigentlich relativ egal, wie man am Warnowstrom angelt, die fischige Ausbeute ist am alten Strom bei den Fischbuden auf jeden Fall höher. Aber beim Angeln geht es ja nicht so sehr darum etwas zu fangen, sagen die Angler, sondern eher um die damit einhergehende Meditation. Ein kräftiges OMMMMM auf die Scholle.
Foto: Olympus OM-D E-M5II, Lumix Vario 35-100 / 2.8
Rushhour in Warnemünde
Gut 21000 Kreuzfahrtpassagiere besuchten, während unserer drei Tage Auszeit auf der Warnemünder Mittelmole, die kleine Hafenstadt Warnemünde, ungefähr 20 x so viele Menschen wie die Stadt Einwohner hat. Acht Kreuzfahrtschiffe von ca. 35, die über die Sommermonate den Hafen insgesamt ca. 180 mal anlaufen.

