Archiv der Kategorie: Colin

Kindheit

Ann Lofy, Eva von Schirach und Linn Schröder sind die Fotografinnen die in der aktuellen Ausstellung in der Fotogalerie Friedrichshain ihre Bilder zum Thema „Kindheit – geht vorüber und bleibt“ ausstellen. Während von Schirach ihre eigenen Kinder dabei fotografiert hat, wie sich Brüder – im wahrsten Sinne des Wortes – so durchs Leben „schlagen“, erstellt Linn Schröder Familienbilder der etwas anderen Art. Also eher nicht das klassische Familienportrait beim Fotografen. Ann Lofy – als Dritte im Bunde – nimmt sich Stadtkinder und stellt sie in die Natur, könnte Brandenburg sein. Sehr stimmungsvolle Bilder und im Rahmen der Ausstellung aus meiner Sicht die ausdrucksvollste Serie in Schwarzweiß. Kindheit weiterlesen

Hochh(in)aus

Im Rahmen eines kleinen Relaunches unserer Abteilungswebsite habe ich 14 Tage Enkelkindbetreuung genutzt und unzählige Fotos geschossen, mit denen ich bestimmte Inhalte visualisieren wollte. Die schiere Menge des Legovorrates von Colin liess dabei fast keinen Wunsch offen. Die Mediathek visualisieren? Klar, schnell ein kleines Museum aufgebaut für die Bilder und ein kleines Kino für die Videos. Passt.  Beratung zu Onlinethemen? Ein kleines Büro mit Besprechungstisch, Whiteboard und interessierten Legofiguren drumrum. Natürlich auch Kaffee und Wasser auf dem Tisch.

Ein kleines Abfallprodukt ist das Bild auf dieser Seite. Im Kinderzimmer, oder auch Legoland genannt, bedeckt ein großes Poster von New York die Wand. In der Kiste mit den Legofiguren liegen jede Menge Bauarbeiter und aus einer Technikschachtel stammt das Gerüstteil. Was ergibt das in Summe? Genau, das berühmte Bild der frühstückenden Bauarbeiter auf einem Stahlträger des entstehenden Rockefeller Centers. Das Original ist im Herbst des Jahres 1932 entstanden, der genaue Aufnahmezeitpunkt aber nicht genau belegt. Ebensowenig ist mit Sicherheit bekannt, wer das Foto geschossen hat. Sicher ist aber der ungebrochene Erfolg des Fotos. Noch heute verkauft die Bildagentur Corbis bis zu 100 Stück davon pro Monat.

[OM-D E-M5 | 12-40 mm PRO – 27mm | f 6.3 | 1/60 | ISO 1600]

Sonnenfänger

Am Wochenende haben wir versucht die Sonne zu fangen. Wir haben extra bis zum Abend gewartet, erschien uns das einfangen doch sehr viel einfacher, da man sich nicht mehr so leicht die Finger verbrennen konnte. Leider ist sie uns trotzdem immer wieder durch die Finger gerutscht, bis sie gänzlich ins Wasser eingetaucht ist. Das nächste Mal versuchen wir es mit dem Mond, der ist bestimmt viel kühler.

Grenzerfahrungen

Seit dem an der Eastside-Gallery die großformatigen Bilder von Grenzen aus aller Welt zu sehen sind habe ich mir überlegt die 2 D Bilder mit 3 D Menschen in Szene zu setzen, als wären sie Bestandteil der Originalszene. Das ist mit fremden Menschen natürlich so eine Sache, aber mit den eigenen Enkeln sollte es doch funktionieren. Der „Gag“ dabei ist nun, so zu tun, als nutze man Mauern, Vorsprünge, oder Gegenstände, um sich darauf zu setzen, anzulehnen, um so ein annähernd realistisches Bild zu erzeugen. Erstaunlicherweise haben sie nach kurzer Erklärung sofort begriffen, was ich von ihnen wollte und waren ab da extrem kreativ im Auffinden der korrekten Integration in das Bild. Anbei drei Bilder in schwarz-weiss die dabei entstanden sind.

Das soll keinesfalls das Elend verniedlichen, was sich in all diesen Bilder exemplarisch manifestiert, sondern vielleicht eher die Situation konterkarieren, die Absurdität aufzeigen, mit der man dort jeweils leben gelernt hat. Andererseits ist es schön zu wissen, dass meine Enkelkinder in einem Land ohne sichtbare Grenzen aufwachsen können. Grenzen existieren natürlich weiterhin. Entweder in den Köpfen der Menschen, oder ganz weit weg von uns, am Rande von Europa. Wobei erstere ohne Probleme überwunden werden könnten, wenn man nur wollte.

Nutella Gang

Einer mag Dreiecke, die andere mags rechteckig. Hauptsache Nutella - Foto: h|b
Einer mag Dreiecke, die andere mags rechteckig. Hauptsache Nutella – Foto: h|b

Gut sechs Tage waren wir jetzt wieder mal Großeltern im wirklichen Sinne, also ausgestattet mit Enkelkindern vor Ort. Nicht nur über Skype wie sonst. Sechs Tage fremdbestimmt von kleinen Menschen, die völlig andere Dinge wollen, als das, was Erwachsene sonst gerne tun. Die eine Umstellung der Logistik nach sich ziehen, was essen und trinken angeht. Milch, Kakao, Nutella, Gummibärchen und Fischstäbchen gehören auf einmal wieder zur Grundausstattung. Ebenso der mehrfache Besuch des Spielplatzes mit Anwesenheitspflicht, was uns schon als Eltern sehr schwer gefallen ist. Ich finde ja, es gibt nichts öderes als Spielplätze. Zumindest für Erwachsene. Aber man macht das ja trotzdem, weil die Kinder es gerne möchten. Man kann ja auch dabei entspannen und im Zweifel ein Buch lesen. Ab und an ein Blick ob sie noch da sind, reicht ja. Wenn der Sandkasten dann zum zweiten mal umgegraben ist, wird es eh Zeit für die Badewanne. Ein weiteres Ritual.

Wir haben aber auch Dinge unternommen, die wir ohne die Kinder nicht gemacht hätte. Wir waren am letzten Samstag am und im Wannsee und ich bin das erste Mal, seit ich in Berlin bin, von der dortigen Rutsche ins Wasser gerutscht. Coole Sache. Danach musste ich Denise, die „nur“ das Seepferdchen hat, ein wenig huckepack nehmen. Das unendliche Vertrauen der Kinder in uns Erwachsene in solchen Situationen: Unbezahlbar. Auch am Sonntag waren wir unterwegs in einem Familienpark im tiefsten Brandenburg. Die Begeisterung mit der sie den Zauberwald erkundet haben, aber auch den Respekt vor dem gruseligen Hexenhaus… Man sieht die Welt mal wieder mit ganz anderen Augen. Sich mit allen Sinnen auf Dinge einzulassen, das können so richtig nur Kinder. Und das Kuscheln am Abend, das Vorlesen vorm Schlafengehen und der erneute Ruf nach Nutella und Kakao am nächsten Morgen. War schön mit euch Colin und Denise. Dürft gerne wiederkommen.