Green Line

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Seit dem ich meinen neuen Arbeitsplatz am Nordbahnhof habe, steht mir neben der S-Bahn eine weitere Alternative zur Verfügung um dorthin zu gelangen. Die Partytram M10. Also wenn ich sie morgens an der Warschauer Strasse besteige, ist von Party noch nichts zu spüren. Sie füllt sich im Laufe der Strecke eher mit Schülern und Müttern mit Kindern und den dazugehörigen Wagen.

Je nach Zeitfenster kann das recht entspannt sein, aber wenn es ungünstig läuft, ist sie schnell picke-packe voll. Aber da ich Früheinsteiger bin, bekomme ich meist ein nettes Plätzchen und kann mich meinem neuen Hobby widmen: Fernsehen schauen auf dem iPad, offline. Dabei hilft ein kleines Hilfsprogramm, mit dem man alle Filme aus den Mediatheken der ÖR herunterladen kann und nach entsprechender Konvertierung über iTunes auf das iPad bekommt. So kann ich die 30-minütige Fahrzeit gut nutzen. Reisezeit ist Bildungszeit, hat mein Ex-Chef mal gesagt. Also so ähnlich.

Grüne Bewegung

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Unter dem Motto „Deutschland bewegt sich“ sollten heute Mittag 1237 Menschen am Potsdamer Platz einen Tanz aufführen, um eine Stadtwette zu gewinnen, die irgendwer mit irgendwem abgeschlossen hatte. War eigentlich egal, Hauptsache ein bißchen Bewegung. Netterweise schien dazu die Sonne aus einem strahlend blauen Himmel und es fühlte sich fast ein wenig nach Frühling an.

Die Tanzchoreografie war ein wenig zu raffiniert für die kurze Einübungszeit, daher sah das Drehen, Klatschen, Vor und zurück insgesamt etwas chaotisch aus. Hat aber Spaß gemacht und zwei schöne grüne T-Shirts gab’s oben drein, können wir gut für den anstehenden Urlaub gebrauchen. In Sizilien ist es sicher wärmer als hier in Berlin. Nur noch 6 Wochen, ole, ole. Auch in Berlin sollen ja in einer Woche endlich zweistellige Plustemperaturen herrschen, wird ja auch langsam Zeit.

Durchblick

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Laut Plan sollte der neue Bahnsteig am Bahnhof Warschauer Strasse schon längst in Betrieb sein, die erste Aprilwoche war im Gespräch. Die östliche Hälfte ist auch bereits asphaltiert und zwei Wartehäuschen in schmucken Glas zieren den Bahnsteig. Eine gewagte Wahl der Mittel im ruppigen Kiez. Mal sehen wie lange das gut geht.

Vermutlich hat einfach der lange Winter den Arbeitern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber jetzt wird ja endlich Frühling und dann wird wieder in die Hände gespuckt. Der Asphaltkocher kann kommen.

Musikanten heraus

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Gefühlt wird langsam doch Frühling, auch wenn die Kälte noch immer nicht weichen will. Am Sonntagmorgen klang zum ersten Mal wieder die osteuropäische Kirmesmusik durch die Straßen von Friedrichshain. Akkordeon und Trompete statt Kirchenleuten und wie immer eine extrem aufgekratzte Musikantenschar. Die Musik klingt etwas schrammelig und die Melodien eher unkonkret. Aber es hat irgendwas fröhliches und so fliegen doch ab und an Geldstücke aus den Fenstern. Die Musikanten ziehen weiter und man hört die Musik langsam immer leiser werden und entschwinden und fast fehlt einem anschließend etwas. Eine Art Heimatgefühl. Komisch, oder?

Wolkig mit Aussicht auf Schneefall

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Heute Abend führte mein Weg vom Kiesertraining wie üblich zurück über die Warschauerbrücke. Der Himmel im Westen färbte sich langsam rot, die untergehende Sonne war schon nicht mehr zu sehen. Leider wird sie auch die nächsten Tage nicht mehr zu sehen sein, denn es beginnen die trüben Ostertage. Konnten die Berliner die letzten eisigen Tage wenigstens mit Sonne und blauem Himmel kompensieren, kommen jetzt wieder Wolken und sogar neuer Schnee. Weiße Ostern gelten damit als ziemlich sicher. Wenn ich so zurückdenke, dürfte das auch mein erstes, weißes Ostern sein. Eine Wetterpremiere, und dass in meinem Alter. Hatte nicht damit gerechnet, allerdings auch gern darauf verzichtet.

Schneeblind

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Die letzten beiden Tagen haben wir uns intensiv mit dem aktuellen Wetter beschäftigt. Das macht man am besten, indem man sich nach draussen begibt und dem Winter der nicht enden will einfach die kalte Schulter zeigt. Erleichternd kam hinzu, dass zwei Tage lange herrlichstes Winterwetter vorherrschte. Blauer Himmel mit einer bereits kräftigen Sonne, die sich sogar ab und an gegen den scharfen Ostwind durchsetzen kann, bei allerdings immer noch arktischen Temperaturen. Weiterlesen „Schneeblind“

Nordatlantische Oszillation

Rugbyspieler im Schnee
Neue Wintersportarten im Wandel der Zeit – Schneerugby – Foto: h|b

Der Mensch hinterfragt ja gerne, warum Dinge so sind wie sie sind und ich will eigentlich auch endlich wissen, warum zum Beispiel in Dreiteufelsnamen Ende März in Berlin noch strenger Winter ist und wieso die Wahrscheinlichkeit auf weiße Ostern inzwischen wahrscheinlicher ist, als die auf weiße Weihnachten. Da ist doch sicher eine Verschwörung im Gange. Mindestens. Weiterlesen „Nordatlantische Oszillation“

Wechseljahre

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Was lange schwelte, wird jetzt doch Realität. Die Wirtin unserer Stammkneipe „Comenius Eck“ geht in „Rente“ und übergibt das Staffelholz an ihren Nachfolger. So ein bißchen wackelig war das Ganze ja schon immer, da die Kneipe an sich nur bedingt ein Selbstläufer ist. Sie liegt zwar in Friedrichshain, aber eben nicht im Partybezirk, sie liegt an einem kleinen Park, aber leider etwas versteckt, es gab dort geniale Musikabende mit Prinz und Freunden, Leseabende mit Detlef Bierstedt, der Synchronstimme u.a. von George Clooney, aber außerhalb des Stammpublikums waren diese Events so gut wie nicht bekannt. Eigentlich sehr Schade. Diese Veranstaltungen wurden nämlich immer mit viel Liebe vorbereitet und durchgeführt.

Es gab dort Lady Nights, Röntgenbildpartys, Piratenabende, die legendäre 10-Jahresparty und lustige Pre-Silvesterpartys, immer gut besucht, aber an „normalen“ Tagen sind es eben meist nur die Stammgäste. Ein gewisser Idealismus wird benötigt, um das durchzuhalten, Feierabend gibt es erst wenn der letzte Gast keine Lust mehr hat, und am Tage muss eingekauft und organisiert werden. Muss man mögen. Es war eine coole Zeit und wir haben uns bei Wilma, Ariane und Hartmut immer wohlgefühlt, oder um es mit Marius Müller-Westernhagen zu sagen: „Hier in der Kneipe fühl(te) ich mich frei“. Eine Ära geht damit für uns zu Ende und wir sagen „Tschüss Wilma“ und Danke für die schöne Zeit.

„The Hoff“ to save the „Berlin Wall“

David Hasselhoff umringt von Fans und Presse
David Hasselhoff ist zur Rettung der Mauer nach Berlin gekommen – Foto: h|b

Oh.Mein.Gott! Ich habe IHN gesehen. Nur wenige Schritte entfernt von mir, mitten im Irrsinnstrubel der Fans- und Pressemeute war ich ihm so nahe wie noch nie zuvor. Na gut, bisher beschränkte sich unsere Nähe eher auf die drei Meter zwischen Couch und Fernseher. David Hasselhoff, das Idol der 80er Jahre, mit seinem Computerauto K.I.T.T. unterwegs auf Verbrecherjagd und später an der Seite von Pamela Anderson als muskelbepackter Rettungsschwimmer immer in vorderster Front, wenn es darum ging untergehende Nixen in knappen Bikinis vor dem Ertrinken zu retten. Wahnsinn. I don’t believe it. Weiterlesen „„The Hoff“ to save the „Berlin Wall““

Eiszeit

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Meine Geduld wird dieses Jahr auf eine harte Probe gestellt. Der Winter hat Berlin, bzw. eigentlich ganz Deutschland weiterhin fest im Griff. Aber nicht nur Schnee, das gab es vor drei Jahren auch schon hat mir heute morgen „timehop“ gezeigt, aber es ist auch weiterhin arktisch kalt. Die Temperaturen sinken nachts immer noch auf zum Teil zweistellige Minusgrade, gerade wenn der Himmel klar ist. Tags scheint inzwischen zwar wieder die Sonne und in einem windstillen Eckchen spürt man, was sie leisten könnte, aber der Wind macht alles wieder zunichte.

Erschreckend ist dabei auch der Blick auf die Wettervorschau, es bleibt auch die nächsten 14 Tage so. Die Wahrscheinlichkeit die Ostereier im Schnee zu suchen, ist inzwischen höher als weiße Weihnachten. War nicht von Klimaerwärmung die Rede? Aber auch, dass dieser zuerst eine kleine Eiszeit vorausgeht. Sind wir da schon angelangt? Selbst in Malle hat es heute geschneit. In sieben Tagen ist Frühlingsanfang, ich bestehe auf Einhaltung dieses Termins, eine weitere Verschiebung wird nicht akzeptiert. Hast du das gehört Wetter? Streng dich an!