Kreuzweg

Doppelbelichtung einer goldenen Christusfigur und eines Holzstapels

Wer in südlichen Gefilden lebt, dürfte nicht überrascht sein, wenn an Feldwegen plötzlich ein Kreuz mit einer Christusfigur auftaucht. Für uns säkulare Saupreissn ist es aber ungewöhnlich, in Berlin findet man das eher selten. Auf meiner „Runde um Aufkirch“ steht die Figur an der Kurve zur letzten Steigung. Richtig schön golden. Da ich aber ein wenig fotografisch experimentieren möchte, hab ich sowohl die Jesusfigur, als auch einen ordentlich gestapelten Holzhaufen – der kommt später auf der Runde – in Photoshop ineinandergewürfelt und zeige hier das Ergebnis. Man legt dazu in PS zwei Ebenen an, reduziert beim Hintergrund ein wenig die Dichte und probiert dann die verschiedenen Funktionen „Ineinanderkopieren“ aus, bis einem das Ergebnis gefällt. Voilà, c’est ici !

Begegnungen

Ruderboot trifft Anglerboot auf dem Bodensee

Noch sind Boote auf dem Bodensee Mangelware. Einsame Fischerboote manchmal, ansonsten hat der private Schiffsverkehr noch Winterpause. Ein paar Fähren fahren, aber das wars dann auch. Gestern nachmittag tauchte dann der Fasnetsachter aus dem Bodenseenebel auf und zog seine Kreise. Auf dem Foto treffen sich dann Achter und Angler vor dem Überlinger Landungsplatz, aus dem Hintergrund beobachtet von zwei Schwänen.

Haldenhof

Nebelschwaden in den Tälern bei Nesselwand

Über Tage hielt sich über dem Bodensee und der Region dichter Nebel. Nur gelegentlich kamen ein paar Sonnenstrahlen durch. Durch eine Hochdrucklage und den schwachen Wind in den Hochdruckgebieten löste sich der Nebel in der Bodenseeregion nur langsam oder gar nicht auf. Dort, wo er sich auflöste, entstand dann schnell neuer Nebel.

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Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #2

Steine und Baumstümpfe am Bodenseeufer

Passend zum „Sonntag“ gibt es endlich wieder mal das passende Wetter am Bodensee. Blauer Himmel und Sonne satt. Durch die weiterhin anhaltende Kälte mit bis zu -7 Grad in der Nacht bilden sich im Moment nach dem Sonnenaufgang meist Hochnebel, die den ganzen Tag anhalten. Die Folge sind graue und trübe Tage an den Hängen des Bodensees.

Also muss man die Sonnenstunden nutzen und am See spazieren gehen. Deswegen sind wir ja hierher gezogen. Auf der Suche nach Fotomotiven fällt mir der kleine Gozilla auf, der am Ufer des Bodensees die armen Steinmännchen bedroht. Das iPhone entsprechend positioniert, kleine Nacharbeit in LrC und fertig ist das heutige Bild zum Thema „Licht und Wasser“.

Beim zweiten Bild hat man das Gefühl am Meer zu sein. Ein Horizont, an dem das andere Ufer im Dunst verschwindet täuscht eine Weite vor, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Die Schweizer Berge die normalerweise den Horizont bilden, haben wir die ganze Woche schon nicht mehr gesehen. Entweder Hochnebel, oder Dunst, so wie heute, lassen sie einfach verschwinden. Vielleicht muss auch nur irgendjemand wieder ein paar Schweizer Franken nachwerfen, damit sie wieder erscheinen 😉

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #1

Sprungturm des Überlinger Freibades im Dezembernebel

Nachdem die #52WochenFotoChallenge für 2023 beendet ist, habe ich mir ein neues kleines Projekt überlegt. Die „Jede Woche ein Bild“ Idee behalte ich bei, so setze ich mich ein wenig unter kreativen Druck. Es gibt zwar auch für 2024 eine Challenge von Norbert Eder, aber ich möchte gern in diesem Jahr meine neue Heimat in den Fokus stellen.

Bereits die ersten beiden Wochen haben mich dermaßen geflasht, was das Wetter und die daraus resultierenden Stimmungen angeht, dass ich sicher genug Fotomaterial zusammen bekomme, um ein Jahr zu füllen. Das Hauptthema – so wie es in der Überschrift zu lesen ist – habe ich mir mit Hilfe von ChatGPT erarbeitet, ich denke es trifft mein Vorhaben ganz gut. Licht und Wasser dominieren die Gegend, die Schweizer Alpen als Kontrast sind dann das Sahnehäubchen. Auch wenn das neue Jahr erst morgen startet, beginne ich die Serie bereits heute, am letzten Sonntag im Jahr 2023. Dem Jahr des großen Umbruchs.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch, bleibt gesund und erfreut euch an der Natur, die unvergleichliche Möglichkeiten bietet fotografisch entdeckt zu werden.

Minimalistisch 49/52

Gelbe Kacheln in einem Berliner U-Bahnhof

Minimalismus in der Fotografie ist eine ästhetische Herangehensweise, die auf die Reduktion von Elementen zielt, um eine klare und einfache Bildaussage zu schaffen. Dabei werden störende oder unnötige Details vermieden, und das Hauptmotiv tritt klar in den Vordergrund. Durch die bewusste Begrenzung von Farben, Formen und Komplexität entstehen oft starke visuelle Wirkungen. Der minimalistische Ansatz ermöglicht es, die Essenz eines Motivs einzufangen und den Betrachter dazu zu bringen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Leerflächen, klare Linien und eine sorgfältige Komposition sind zentrale Merkmale, die dazu beitragen, die Einfachheit und Schönheit der Fotografie im minimalistischen Stil zu betonen (ChatGPT)

Berlin-Blues #26 – Ende

Blick durch herbstliche Bäume auf Häuser

Das ist er nun, der letzte Berlin-Blues, der letzte Tag im November. Das war der letzte komplette Monat in Berlin. Ab morgen tickt die Uhr runter bis zum Umzug am 9.12.23. Daher ein leicht verklärter Blick auf unsere Wohnung in der Gubener Straße in Berlin-Friedrichshain. Etwas über über 22 Jahre war das unsere Homebase, unser Lebensmittelpunkt, unser Kiez. Ein letzter Blick mit meiner Drohne über Park, Häusermeer bis hin zum Frankfurter Tor mit den zwei markanten Türmen.

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Wind 48/52

Verwischte Blätter an einem Baum im Sturm

Erst sah es so aus, als wollten die Bäume im Park ihre Blätter dieses Jahr gar nicht loswerden. Grün und frisch versperrten sie weiterhin den Blick von unserem Balkon auf den Park. Irgendwo hab ich dann gelesen, dass die Bäume in diesem Jahr 10 Tage zurück sind. Durch den vielen Regen und die ausbleibende Kälte, konnten sie ihre Blätterpracht weiterhin versorgen. Aber letztlich haben es die Novemberstürme doch geschafft. Mit jeder Runde wurde der Boden gelber und die Bäume kahler.

Das Foto hab ich die Woche mit einer App aufgenommen, in der man die Belichtungszeit auf einen beliebigen Wert stellen kann. Dadurch bleibt der Baumstamm klar, aber die Äste und Blätter bilden im starken Wind nur noch verwaschene Schemen. #Wind ist nämlich diese Woche das Thema der #52WochenFotoChallenge aus der Social Media Plattform #mastodon und dem Initiator #norberteder

Berlin-Blues #14

Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz

„Treffen an der Weltzeituhr“ hieß ein Theaterstück an der Ellen-Key Oberschule, in der meine Tochter Mitte der 2000er im Rahmen der Theater-AG mitspielte und das Stück handelte auch genau davon. Wem die Weltzeituhr nichts sagt, war vermutlich auch noch nie in Berlin.

Es ist eine Konstruktion, die zum 20. Jahrestag der DDR 1969 eingeweiht wurde, und in 24 Zeitzonen die jeweilige Uhrzeit vieler Städte anzeigt. Quasi die „Karotte“ für die DDR Bürger, die damals keine Möglichkeit hatten, jemals einen der Orte zu besuchen, es sei denn, sie lagen zufällig im sozialistischen Osten. Oben drüber drehen sich die Planeten unseres Sonnensystems um die Sonne. Okay, die können wir – egal welcher Weltanschauung – immer noch nicht erreichen.

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