Wie wichtig die Befestigung der Dünen am Warnemünder Strand sind, hat sich vor 14 Tagen gezeigt, als die Ostsee wider Erwarten, statt 1.20 stolze 2 Meter anstieg. Der wirklich große Strand war bis zu den Dünen mit Wasser gefüllt. Der Strandhafer ist einer der Garanten dafür, das der Sand sich verfestigt und auch bei starkem Wind oder Sturm nicht verweht wird. An der Nordsee ist das so wichtig, dass es bei Strafe verboten ist, solche Bereiche zu betreten. Ganz so streng ist es hier nicht, allerdings verhält sich die Ostsee, von einigen Wetterphänomenen abgesehen, auch nicht ganz so wild wie die rauere Nordsee. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.
Nebulös
Moin, Moin, bei unserem 8. Besuch im a-ja in Warnemünde haben wir endlich mal eins der Zimmer bekommen, auf die wir immer schon spekuliert haben: Ganz vorne zum Strand, mit Blick nach Osten auf die beiden Leuchttürme. Noch nicht ganz oben, aber immerhin 6. Stock. Den dritten Leuchtturn, den Alten, verdeckt das Neptun. Leider ist es heute neblig und aktuell auch schon wieder dunkel, wir sehen also nur noch das grüne und das rote Leuchtfeuer. Gleich gibts den Begrüßungsprosecco (neu) und dann müssten auch bald unsere Freunde aus Frankfurt eintreffen. Morgen gibts dann das weibliche Geburtstagsdoppel, zusammen 113 Jahre alt. Let’s party.
Woher, Wohin
Unter diesem Motto präsentiert die Abschlussklasse „Reportagefotografie“ der Gilberto-Bosques Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg unter Leitung von Ann-Christine Jansson ihre Bilder zum Thema Flucht und Flüchtlinge in der Fotogalerie Friedrichshain.
Baumhäuser
Langsam entwickelt sich die City West mit ihren Hochhäusern und Neubauten zu einem Kontrapunkt zum Potsdamer Platz, oder den geplanten Hochhäusern am Alex. Das ist aus meiner Sicht das Schöne an Berlin, es gibt nicht DAS Zentrum, es gibt einfach viele davon. Sei Vielfalt, sei Berlin.
Foto: Olympus OM-D E-M5 II / 12mm / f 2.8 / 1/80stel bei ISO 1000
Liebe ist …
… überall Liebesschlösser anzubringen. Ob in Köln über dem Rhein, auf Zingst auf der Seebrücke, in Warnemünde am Geländer gegenüber dem Standesamt, oder wie auf dem Bild, am Osthafen an der Spree, überall finden sich stählerne Zeugen unvergänglicher Liebe. Steffi&Jan, Kevin&Chantal, Oskar&Rico, alle verbinden mit dem Anbringen der Schlösser, und dem gemeinsamen Versenken des dazugehörigen Schlüssels, die Hoffnung auf immerwährende Zweisamkeit.
Aber wie es so ist im Leben, nichts ist für die Ewigkeit. Und so verkünden mancherorts noch Schlösser die Unverbrüchlichkeit zweier gemeinsamer Seelen, während im echten Leben davon längst schon keine Rede mehr sein kann. Aber allein der Wille es immer wieder zu versuchen, und die Hoffnung das es eben doch „für immer“ sein möge, hält diese Tradition am Leben.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch, wir lesen uns wieder in 2017. Dem Jahr dem hoffentlich nicht ganz so viele unserer Idole geopfert werden. 2016, es wird Zeit: Verpiss dich!
Mark II
Nachdem meine Olympus OM-D E-M5 im letzten Urlaub zum dritten Mal seinen Geist mit dem selben Fehler aufgegeben hatte – der Verschluss blieb hängen und nichts ging mehr – musste irgendwas passieren. Ich wollte ja gern weiter fotografieren und gern auch mit Olympus. Also Kamera wieder an den Service geschickt, mit der Option es entweder zu reparieren, am Besten endgültig, oder über einen Ersatz nachzudenken. Bei „Ersatz“ ging ich allerdings von einem 1:1 Umtausch aus, also E-M5 kaputt, gegen E-M5 nicht kaputt.
Umso größer war die Überraschung und die Freude, als ein mattschwarzer Karton ankam, dem anzusehen war, dass es sich um etwas Außergewöhnliches handeln musste. Das „Replacement“, was im beiliegenden Servicebrief beschrieben wurde, hatte mir eine funkelnagelneue OM-D EM 5 II beschert. WOW! Und ohne Zuzahlung. Einfach so. Neue Kamera. BÄÄÄM. Ich hatte noch ein wenig die Befürchtung, dass irgendjemand einen Fehler gemacht haben könnte, aber nein, hatte alles seine Richtigkeit. Da bleibt mir nur zu sagen: Danke Olympus, perfekter Service. Kundenbindung vom Feinsten.
Zusammen stehen
Heute ist Donnerstag, zwei Tage nach dem furchtbaren Anschlag an der Gedächtniskirche. Ein Anschlag auf unsere Art zu leben, ein Anschlag gegen die Menschlichkeit, anders kann man es nicht bezeichnen. Dienstagabend war ich in Frankfurt, 600 Kilometer entfernt von zu Hause und trotzdem verbunden. Im Schrecken. In der Ohnmacht. Im Nichtverstehen.
Ich hatte bisher gehofft wir bleiben verschont, dass der Terror Deutschland doch nicht erreicht. Aber das war wohl Wunschdenken. Und dann noch auf diese unvorstellbar perfide Weise. Aber auch wenn die Bildzeitung am Tag danach über die halbe Seite „ANGST“ tituliert, gehen die Berliner weiter ihren Beschäftigungen nach, besuchen die Weihnachtsmärkte, machen letzte Weihnachtseinkäufe und gedenken der Opfer. Und demonstrieren gegen die, die aus dem Anschlag politisches Kapital schlagen wollen. Gegen die Pauschalierer und rechten Populisten. Gegen die Angstmacher und Rattenfänger. Das macht Hoffnung.
Ich wünsche allen Lesern meines kleinen Blogs trotz unruhiger Zeiten ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest.
Einsen und Nullen
Da liegt er auf dem Bürgersteig, der kaputte Fernseher aus der Röhrenzeit. Die Platinen herausgebrochen, die Dioden stehen in der Schlange, als warten sie auf Ihre Kündigung. Bekommen die dicken Schwarzen eine höhere Abfindung als die Roten, oder die noch kleineren Blauen? Oder werden sie einfach gefeuert? Sorry Jungs, aber eure Zeit ist leider vorbei. Ihr seid zu groß, wie die Dinosaurier, und passt leider nicht mehr in die Zeit. Die Miniaturisierung habt ihr verpasst. Das wars. Tschüss.
Kann sein, aber vielleicht gehen sie auch einfach nur in ihre wohlverdiente Rente. Ich würde es ihnen gönnen, haben sie sich doch lange Zeit für uns auf- und entladen und für unsere Entspannung gesorgt. Machts gut ihr Einsen und Nullen.
Die Gaukler
„Hereinspaziert meine Damen und Herren, kommen Sie, staunen Sie, haben Sie keine Angst, wir sind die Herren über das Feuer.“ Die Zuschauerrunde lauscht fasziniert den beiden Gauklern, die sich auf dem antiken Weihnachtsmarkt auf dem RAW Gelände bereit machen, um mit ihren Fackeln zu jonglieren. Fotografisch nicht ganz einfach. Die Unterschiede zwischen hell und dunkel sind extrem und der Autofokus ist permanent auf der Suche nach dem Punkt auf den er scharf stellen kann. Die Ausschussquote entsprechend hoch, aber immerhin sind verwertbare Bilder dabei. Auf der Olympus OM-D E-M5II sitzt das 25/1.8 mm, mit komplett offener Blende. Das Bild entstand mit 1/60stel Sekunde mit noch vertretbaren ISO 1250.
Höllentrip
Bereits vor dem Betreten des großen Weihnachtsmarktes am Alexa wähnt man sich im ersten Ring von Dantes „Inferno“. Schreien und Kreischen überall, die Schmerzen müssen furchtbar sein. Sie kommen von armen Seelen die im freien Fall 90 Meter in die Tiefe stürzen, immer und immer wieder. Von Geknechteten, die weit hinaus in die dunkle Nacht geschleudert werden, um sich nach überstandener Tortur, freudig den nächsten Qualen hinzugeben. Von Erniedrigten die durch dunkle Höllenschlunde einfahren. Die Hölle. Weiterlesen „Höllentrip“






