Nur nach Hause…

Der linke Stürmer wirkt nach dem letzten Spiel schwer angeschlagen - Foto: h|bDer linke Stürmer wirkt nach dem letzten Spiel schwer angeschlagen – Foto: h|b

Lange mussten die Fans warten, seit gestern ist sie wieder da, die „Schönste Nebensache der Welt“. Das „Runde“ rollt erneut in den Stadien und will wieder ins „Eckige“. Heute Abend steht dann auch gleich unsere Lieblingspartie auf dem Spielplan: „Alte Heimat“ gegen „Neue Heimat“, oder auch „Eintracht Frankfurt vs. Hertha BSC“. Als die Frankfurter am ersten Spieltag der Hinrunde zu Besuch im Olympiastadion waren, gab es ja eine heftige Klatsche. Mit einem 1:6 fuhr die Eintracht anschließend nach Hause und zum Ende der Hinrunde hat sich die Hertha einen respektablen sechsten Platz in der Tabelle erkämpft. Nicht schlecht für einen Aufsteiger. Wollen wir hoffen, dass die Mannschaft ihren Elan in der Winterpause nicht verloren hat und heute Abend um 18.30 in der Commerzbank-Arena den Frankfurter Schlaffis zeigt wo der Hammer hängt. Ich hol schon mal die Klatschpappe raus, Oleee, Ole, Ole, Oleeeee…

Straßenbilder

Ausstellung in der "Fotogalerie Friedrichshain" - Foto: h|bAusstellung in der „Fotogalerie Friedrichshain“ – Foto: h|b

Manchmal frage ich mich ja so halb im Spaß, warum ich eigentlich noch keine Vernissage hatte? Ich gehe ja inzwischen öfters in Fotoausstellungen und Galerien und je nach Thema finde ich dort vieles, was so oder ähnlich auch auf meinen Festplatten liegt. So auch in der aktuellen Ausstellung in der Friedrichshainer Fotogalerie am neugestalteten Helsingforser Platz. Uwe Glanz, Baujahr 1956, fotografiert seit 30 Jahren in Berlin. Zu DDR-Zeiten im Jugendclub Impuls im Prenzlauer-Berg fotografisch aktiv, begleitete er das Ende der DDR und den anschließenden Umbruch. Mauerbilder, Mauerspechte, die noch reichlich vorhandenen Brachen prägen den ersten Teil der Ausstellung. Später dann Streetfotografie im eigentlichen Sinne, Menschen in Berlin. Das Meiste in schwarz-weiss, immer noch das bevorzugte Stilmittel für „Straßenbilder“. Es gibt auch farbige Fotos, aber das Publikum kann mit der klassischen Ausprägung dieses Genres sichtbar mehr anfangen. Insgesamt eine gut kuratierte Ausstellung die man sich anschauen kann.

Down by the river

Skyline Frankfurt bei Nacht

Städte durch die sich ein Fluss zieht, haben schon ein besonderes Flair. Man kann am Ufer sitzen, dabei den Schiffen zusehen, oder daran entlang spazieren gehen, im Sommer die Kühle genießen und vieles mehr. Wenn dann der Fluss noch eine malerische Kulisse, wie die beleuchtete, nächtliche Skyline von Frankfurt spiegeln kann, wirkt das alles gleich noch viel magischer. Der linke schwarze Block ist für heute Nacht mein zu Hause und mein Blick aus dem Zimmer im elften Stock breitet das ganze Frankfurt-Panorama vor mir aus. Wie 3-D Kino in HD.

Blaue Stunde

Blaue Stunde am Elbufer in Dresden - Foto: h|bBlaue Stunde am Elbufer in Dresden – Foto: h|b

So lange in Deutschland der Winter noch auf sich warten lässt, nutzen wir die Gunst der Stunde und schauen uns mit unserem Wohnmobil noch ein bisschen um. Dieses Wochenende sind die Würfel auf Dresden gefallen, sah das Wetter in der Vorschau dort am ehesten nach Sonne aus. Es war zwar in der Realität ein Wolken-Sonne-Mix, aber prima zum laufen und fotografieren. Der Stellplatz für Wohnmobile liegt – mit Blick auf die Altstadt – dieser direkt gegenüber und ist nur zu empfehlen. Zentraler kann man kaum stehen.

Nach dem andocken gehen wir über die Augustusbrücke und sind in 10 Minuten am Neumarkt mit der Frauenkirche, dem Zwinger, dem Altmarkt, dem Residenzschloss und was sich dort im direkten Umfeld alles so tummelt. Nach Kaffee und Kuchen mit Blick auf die Frauenkirche schlendern wir durch die Stadt, sehen den Gauklern zu und bewundern etwas später die vielen Putten auf dem Zwingerundgang. Auf dem Altmarkt baut übrigens Bergmann Events, wer auch sonst, gerade den Dresdner Winterzauber auf. Ist schon klar, irgendwo müssen ja die Buden, die jetzt von der Winterwelt am Potsdamer Platz und dem Weihnachtsmarkt am Alex übrig sind, weitervermarktet werden. Im Gegensatz zu Berlin haben sie allerdings dort vernünftigerweise keine Schneerodelbahn, sondern nur eine ganz normale, aus Plaste.

Abends, wir liegen schon dick eingekuschelt lesend im Wohnmobil, gibt es zu unserer Ankunft noch ein verspätetes Willkommensfeuerwerk der Extraklasse. Danke Dresden. Über den morgendlichen Glockenterror, ab kurz vor acht glockt es fast ununterbrochen aus allen Kirchen der Stadt, müssen wir allerdings noch mal reden. So ein klein wenig ausschlafen wäre schon nett 😉

Morgenzwitschern

Sonnenaufgang am Nordbahnhof in Berlin - Foto: h|bSonnenaufgang am Nordbahnhof in Berlin – Foto: h|b

Heute morgen war ich doch kurzfristig verwirrt. Nachdem ich meine Augen endlich offen hatte, war es wie üblich stockdunkel. Wie jeden Morgen um halb sieben. Passt ja auch zur Jahreszeit. Was mir aber gar nicht zu passen schien, war das fröhliche Tschilp, Tschilp, draussen vom Baum im Innenhof. Nicht das übliche Spatzenschimpfen, oder das Krächzen der Krähen, sondern eher so wie eine verirrte Nachtigall. Oder war’s die Lerche?

Auf jeden Fall ein melodisches Pfeifen, was mich sonst eher im März fröhlich stimmt, da ich weiß, dass die dunkle Jahreszeit nun vorbei ist. Hat sich jemand verirrt? Vergessen in den Süden zu ziehen? Nein, weit gefehlt. Wie ich der anschließenden Morgenlektüre der Tageszeitung entnehmen konnte, was ein Zufall, ist es gar nicht unüblich dass Blau- oder Kohlmeisen bereits im Januar die Menschen mit ihrem Gesang erfreuen. Laut Lars Lachmann vom Nabu sind sie durch das milde Wetter bereits seit Weihnachten aktiv und singen auch kräftiger als sonst.

Dann sage ich doch mal „Dankeschön“ und hoffe natürlich ab sofort jeden Morgen so geweckt zu werden. Da kann es ruhig noch eine Weile dunkel bleiben.