Ein Bild, schwarzweiß, jede Woche Sonntags.
Lindaunis Schleibrücke
Egal ob Bahn, Auto, Fahrrad oder Fußgänger, „One fits all“ heißt es bei der rund 130 Meter langen Lindaunis Schleibrücke. Sie verbindet die Landkreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde und liegt auf der Strecke Kiel-Flensburg. Grundsätzlich ist es eine Eisenbahnbrücke und gehört daher auch der DB Netz AG. Seit 1924 ermöglicht sie an dieser Stelle die Überquerung der Schlei. Mit ihren fünf Metern Breite ist sie so schmal, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen die Fahrbahn gemeinsam nutzen müssen. Wer von der Ostseeküste kommt und ein Stück Kuchen im Landarzthaus essen möchte, muss also über die Brücke. Wenn sie grad hochgeklappt ist, heißt es warten.

Der Landarzt
26 Jahre lang – von 1987 bis 2013 praktizierten zuerst Dr. Karsten Mattiesen, dann Dr. Ulrich „Uli“ Teschner und zum Schluss Dr. Jan Bergmann als Landärzte in der gleichnamigen ZDF Serie von Herbert Lichtenfeld. In 22 Staffeln und insgesamt 297 Folgen kurierten sie Wehwechen der Landbevölkerung rund um den fiktiven Ort Deekelsen. Der reale Ort, wo die Serie ihr zu Hause hatte, ist Kappeln an der Schlei und natürlich die ganze Gegend drumrum.

Wir waren 2013 bereits einmal dort und haben uns in Kappeln nach den Drehorten umgeschaut und natürlich auch welche gefunden. Diesmal hatte ich etwas Neues entdeckt – muss uns seinerzeit entgangen sein – das Cafe Lindauhof (Google Maps). Dieses schöne Cafe verspricht leckere selbstgemachte Kuchen und einen schön angelegten und riesigen Garten. Ein Fall für mein e-Bike und 22 Kilometer vom Campingplatz in Damp, wo wir ja im Mai das Glück hatten ein Plätzchen zu ergattern.
Weiterlesen „Der Landarzt“Vertikale Linien
#gelbewochen
Am Ende der kleinen Stadtrunde und immer auf der Suche nach dem magischen GELB, finde ich an der Jannowitzbrücke noch zwei schöne Exemplare, die sich auf den dortigen Hochhäusern vertikal dem blauen Himmel entgegenstrecken. Zwei Komplementärfarben die sich auf der Skala direkt gegenüberliegen. Morgen gibt es dann den ultimativen Abschluss der #gelbenwoche, mit jeder Menge Gelb unter freiem Himmel.
Times in ruins
Wer ganze Romane schreiben muss um seine Kunst zu erklären und dabei auch noch Wörter und Allegorien benutzt, die ich nicht mal nachvollziehen kann, macht es dem Betrachter ebenjener Kunst nicht einfach.
Ich hatte gelesen, dass es in der Klosterruine in Berlin Mitte eine Ausstellung gibt, deren Inhalt im weitesten Sinne mit „Schlammskulpturen“ umschrieben wird. Der Name der Künstlerin ist „Anna M. Szaflarski„, der Titel der Ausstellung – einmal kurz Luft holen: „Crying face, Don’t tell anyone smile, Thinking smile, Broken heart, Wilted rose“. Klingt doch spannend, also Kamera eingepackt und nix wie hin.
Beim ersten Besuch, während der Berliner Regenzeit, sind die Skulpturen leider verborgen unter Planen, da sich ja Schlamm und Wasser nicht so wirklich gut vertragen. Ich hätte aber eh einen Test gebraucht, da auch die Open Air Ausstellung als Museum gilt und daher nur mit negativem Coronatest zu besuchen sei, wie mir die beiden Studentinnen mitteilen, die die vergängliche Kunst bewachen. Ansonsten bin ich der einzige Besucher weit und breit.

Ortstarif
#gelbewoche
Um jemanden zu finden der das auf dem Titel befindliche gelbe Objekt noch benutzt hat, muss man vermutlich einige Zeit zurückgehen. In meiner Kindheit und Jugend war es die einzige Möglichkeit jemanden anzurufen, wenn man unterwegs war. Meist musste man es auch erstmal finden, gab es doch nur wenige Exemplare. Unser Dorf mit rund 800 Einwohnern hatte in den 60er Jahren meines Wissens genau eine Telefonzelle.
Es roch meist nicht gut in den engen, gelben Kästen der deutschen Post und die entscheidende Seite aus dem Telefonbuch war oft rausgerissen, falls überhaupt noch ein Telefonbuch enthalten war. Aber damals konnte man sich ja noch so einige Nummern merken. Braucht man ja heute nicht mehr. Der Weltrekord „Wieviele Menschen passen in eine Telefonzelle“ liegt übrigens bei sagenhaften 18 Menschen und wird seit 2017 vom Vorstädter Schützenverein Burgsteinfurt gehalten. Ich fand’s damals zu zweit schon sehr eng, aber wenn es die Freundin war, konnte es auch sehr kuschelig werden.
Weiterlesen „Ortstarif“sehen s/w #22
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Baustellenchaos
Wenn ich über die Warschauer Brücke gehe, werfe ich regelmäßig einen Blick in die Baustelle des Amazon-Towers. Für Außenstehende sieht das ja nach einem absoluten Chaos aus. Da wachsen Betonwände in die Höhe, Kräne überragen die Baustelle, überall wuseln Arbeiter herum und bringen mit Stahlmatten und -bewehrungen Ordnung ins Chaos. Ingenieure lesen große Pläne und langsam nimmt alles Gestalt an. Die Collage soll das Durcheinander fotografisch untermalen.
Herzenssache
Mit „Was schenkt man einem Mann, der schon alles hat?“ überraschte Joko Winterscheidt seinen Freund und Kompagnon Klass Heufer Umlauf in der letzten Woche mit einer überlebensgroßen Statue am Berliner Hauptbahnhof. Begleitet von einem Orchester übergab Joko das „Denkmal“ mit den Worten: „Es ist ein Denkmal, eine Pilgerstätte, ein Abbild deiner selbst“. Und Pilger gibt es einige, seitdem die Statue auf dem Podest des Berliner Hauptbahnhofes am Washingtonplatz, mit Blick auf den neuen „Cube“, steht. Selfis werden im Minutentakt geschossen. Die Bahn will das Denkmal vorerst dort belassen. Für alle Berlinbesucher heißt es dann statt „Treffen an der Weltzeituhr“ ganz im Sinne der Macher „Treffen an der Klaas-Figur“ 😉

Die Aktion entstand aus dem ewigen Battle mit Pro 7 aus der Sendung „Joko und Klaas gegen Pro 7“ wo sie beim letzten Mal wieder 15 Minuten Sendezeit gewonnen hatten. Damit dürfen Sie dann machen was sie wollen. Diesmal eben Aufstellung und Enthüllung eines Denkmals einer noch lebenden Person: Klaas Heufer-Umlauf.
Weiterlesen „Herzenssache“skyline s/w #9
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