Ortstarif

Gelbe Telefonzelle auf Sockel

#gelbewoche

Um jemanden zu finden der das auf dem Titel befindliche gelbe Objekt noch benutzt hat, muss man vermutlich einige Zeit zurückgehen. In meiner Kindheit und Jugend war es die einzige Möglichkeit jemanden anzurufen, wenn man unterwegs war. Meist musste man es auch erstmal finden, gab es doch nur wenige Exemplare. Unser Dorf mit rund 800 Einwohnern hatte in den 60er Jahren meines Wissens genau eine Telefonzelle.

Es roch meist nicht gut in den engen, gelben Kästen der deutschen Post und die entscheidende Seite aus dem Telefonbuch war oft rausgerissen, falls überhaupt noch ein Telefonbuch enthalten war. Aber damals konnte man sich ja noch so einige Nummern merken. Braucht man ja heute nicht mehr. Der Weltrekord „Wieviele Menschen passen in eine Telefonzelle“ liegt übrigens bei sagenhaften 18 Menschen und wird seit 2017 vom Vorstädter Schützenverein Burgsteinfurt gehalten. Ich fand’s damals zu zweit schon sehr eng, aber wenn es die Freundin war, konnte es auch sehr kuschelig werden. 

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Baustellenchaos

Doppelbelichtung einer Baustelle

Wenn ich über die Warschauer Brücke gehe, werfe ich regelmäßig einen Blick in die Baustelle des Amazon-Towers. Für Außenstehende sieht das ja nach einem absoluten Chaos aus. Da wachsen Betonwände in die Höhe, Kräne überragen die Baustelle, überall wuseln Arbeiter herum und bringen mit Stahlmatten und -bewehrungen Ordnung ins Chaos. Ingenieure lesen große Pläne und langsam nimmt alles Gestalt an. Die Collage soll das Durcheinander fotografisch untermalen.

Herzenssache

Klaas Heufer-Umlauf Statue am Berliner Hauptbahnhof

Mit „Was schenkt man einem Mann, der schon alles hat?“ überraschte Joko Winterscheidt seinen Freund und Kompagnon Klass Heufer Umlauf in der letzten Woche mit einer überlebensgroßen Statue am Berliner Hauptbahnhof. Begleitet von einem Orchester übergab Joko das „Denkmal“ mit den Worten: „Es ist ein Denkmal, eine Pilgerstätte, ein Abbild deiner selbst“. Und Pilger gibt es einige, seitdem die Statue auf dem Podest des Berliner Hauptbahnhofes am Washingtonplatz, mit Blick auf den neuen „Cube“, steht. Selfis werden im Minutentakt geschossen. Die Bahn will das Denkmal vorerst dort belassen. Für alle Berlinbesucher heißt es dann statt „Treffen an der Weltzeituhr“ ganz im Sinne der Macher „Treffen an der Klaas-Figur“ 😉

Klaas Heufer-Umlauf Statue am Berliner Hauptbahnhof
The Cube – Foto: h|b

Die Aktion entstand aus dem ewigen Battle mit Pro 7 aus der Sendung „Joko und Klaas gegen Pro 7“ wo sie beim letzten Mal wieder 15 Minuten Sendezeit gewonnen hatten. Damit dürfen Sie dann machen was sie wollen. Diesmal eben Aufstellung und Enthüllung eines Denkmals einer noch lebenden Person: Klaas Heufer-Umlauf.

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Container ab 455 €

Willkommen im Containerdorf

2013 nahm eine Idee Gestalt an. Es müsste doch auch in Berlin möglich sein, günstige Wohnungen für Studierende anzubieten die nicht in einem Wohnheim leben möchten. Der Unternehmer und Investor Jörg Duske hatte die Idee kurzerhand ein Containerdorf für Studenten zu bauen. Dazu sollten 40 Fuß High Cube Container verwendet werden, die eine Außenabmessung von 12,19 m x 2,45 m x 2,90 m haben. Das Projekt EBA51 startete und bekam seinen Namen durch die Adresse Eichbuschallee 51 im Plänterwald. Im Juli 2013 wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt, mit dem ersten Container als Anschauungsmaterial. Damals schrieb ich noch für den Hauptstadtblog und war mit der Kamera vor Ort.

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Riesenrad to go

Riesenrad im Spreepark hinter Bäumen

Lautes Hämmern hallt durch den winterlichen Treptower Wald, Lastkräne strecken ihre Arme in die Höhe, aber da ist nichts mehr zu heben. Dort wo bis vor Kurzem noch das Riesenrad des Spreeparks im Wind quietschte und knarrte, herrscht jetzt eine große Leere. Ich hatte gehofft noch schnell ein Bild machen zu können, vom Gerippe, dem halb abgebauten Rad, aber ich bin leider zu spät.

Kräne im Spreepark Berlin
Abbau – Foto: h|b

Im letzten Jahr, zur Kunstaktion im Spreepark, konnte ich im Vorbeigehen noch ein paar Fotos schießen. Da war ja schon klar, dass der Spreepark umgebaut wird und damit einhergehend auch das Riesenrad abgebaut und restauriert wird. Nach der Eröffnung soll es sogar illuminiert werden, dann leuchtet es weithin in die Berliner Nacht. Wir werden uns das sicher 2024 anschauen, wenn wir wieder mal auf Stippvisite in Berlin vorbeischauen. Vielleicht fahren wir dann sogar mal eine Runde mit. Haben wir ja 2001 als wir nach Berlin zogen und der Spreepark noch offen war leider nie geschafft.

Fort Mice

Wand des Mäusebunker in Berlin

Ende der 60er wurden sie geplant, Anfang der 80er Jahre dann endlich fertig gestellt: die zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin in Steglitz, auch bekannt als Mäusebunker, gebaut im Stil des Berliner Brutalismus. Hier war an einem Ort Platz für Tierzucht und -versuche zu medizinischen Forschungszwecken. (Quelle RBB)

Mäusebunker
Glaskugel – Foto: h|b
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