Grenzerfahrung XI

Es wird Zeit den letzten Teil meiner „Grenz(er)fahrung“ rund um Kreuzberg das Licht der Welt erblicken zu lassen. Teil X endete ja im April an dem Punkt, wenn die Dudenstraße in die Kolonnenstraße übergeht und aus Kreuzberg Schöneberg wird. Die Brücke (die scheinbar keinen Namen hat, ich konnte jedenfalls keinen finden) spannt sich über die Fern- und S-Bahngleise zwischen Südkreuz und Berlin Hauptbahnhof. Auf dem Titelbild fährt der IC Richtung Hauptbahnhof, im Hintergrund ist der Ballon „Der Welt“ zu sehen, bei dem wir später noch vorbeikommen werden.

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Kindheit

Ann Lofy, Eva von Schirach und Linn Schröder sind die Fotografinnen die in der aktuellen Ausstellung in der Fotogalerie Friedrichshain ihre Bilder zum Thema „Kindheit – geht vorüber und bleibt“ ausstellen. Während von Schirach ihre eigenen Kinder dabei fotografiert hat, wie sich Brüder – im wahrsten Sinne des Wortes – so durchs Leben „schlagen“, erstellt Linn Schröder Familienbilder der etwas anderen Art. Also eher nicht das klassische Familienportrait beim Fotografen. Ann Lofy – als Dritte im Bunde – nimmt sich Stadtkinder und stellt sie in die Natur, könnte Brandenburg sein. Sehr stimmungsvolle Bilder und im Rahmen der Ausstellung aus meiner Sicht die ausdrucksvollste Serie in Schwarzweiß. Kindheit weiterlesen

Friedenstauben in Salisbury

Fast am Ende unser diesjährigen Südenglandtour besuchten wir noch ein kleines Städtchen, was wir im März auf der Kreuzfahrt auslassen mussten: Salisbury. Damals war die Stadt gerade zu trauriger Berühmtheit gelangt, da ein russischer Doppelagent nebst Tochter mit Nowitschok vergiftet worden war. Alles war verdächtig, die Gegend um das Restaurant weiträumig gesperrt, keine Chance. Friedenstauben in Salisbury weiterlesen

Sichtachsen

Man tausche ein G (Görlitzer Park), gegen ein W (Wörlitzer Park) und schon ist man in einer völlig anderen Welt. Einem Park ganz ohne Dealer, ohne Grillschwaden, ohne Müll, dafür mit Skulpturen, pittoresken Tempeln, durchzogen von kleinen Kanälen, überspannt von skurrilen Brücken. Wo es keine Brücke gibt fährt einen die „Amtsfähre“ für einen Euro auf die andere Seite. Die Besucher lustwandeln entspannt auf kleinen, verschlungenen Wegen die sich durch den Park ziehen, wer möchte, kann sich auch bequem mit Gondeln über die Seen fahren lassen. Sichtachsen weiterlesen

Mann im Mond

Leider hat es ja letzte Woche mit dem Blutmond in Berlin nicht so recht geklappt. Zusammen mit hunderten Mondsüchtigen wartete ich auf der Modersohnbrücke in Friedrichshain auf das lang angekündigte Ereignis, was dann aber kurz nach 22 Uhr am Horizont sichtbar wurde, war ein blassrotes Etwas, was man nur erahnen konnte. Und für die Kamera bestand überhaupt keine Chance, irgendwas zu erkennen, geschweige denn es zu fokussieren.

Ganz anders den Abend davor, als ich extra zur Generalprobe mit meinem Enkelsohn dort war und jede Menge coole Bilder vom – schon fast kreisrunden – Vollmond machen konnte. Mit dem 300 mm (analog 600 mm VF) Objektiv von Olympus kommt man schon so weit ran, dass man schon fast damit rechnet die verlassenen Landemodule der Apollomissionen zu sehen. aber da fehlt dann wohl doch noch ein wenig an Nähe und Schärfe.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II und 75-300 mm