Buchstabensammlerinnen

Spätestens nach dem „Psssssssst“ wusste man Bescheid. Der Buchstabendealer Lefty aus der Sesamstrasse war da und wollte Ernie vielleicht ein F verkaufen, oder auch mal ein fettes O. Später konnte man im Fernsehen noch eine blonde Frau sehen, die Buchstaben an einer Wand umdrehte. Auch hier konnte man Buchstaben kaufen. Ein E zum Beispiel, oder ein A. Aber kein G, das ging gar nicht, nur Vokale waren erlaubt.

In den Schluchten der Typographie - Foto: h|b In den Schluchten der Typographie – Foto: h|b

Barbara Dechant und Anja Schulze aus Berlin lassen sich die Buchstaben allerdings lieber schenken. Egal ob Vokal oder Konsonant. Sie sind in der Regel auch viel größer als die aus der Sesamstrasse und auch viel größer als die aus der Buchstabenwand. Und sie müssen vorher schon mal benutzt worden sein. Vielleicht als Leuchtreklame, oder als Firmenname. Von heute nicht mehr existierenden Firmen. Sie prangten einst an Häusern, Bahnhöfen oder Geschäften. Da braucht man dann auch einen schönen Ort um sie zu zeigen. Am Besten ein Buchstabenmuseum. Dem Einzigen in Deutschland. Das steht natürlich in Berlin. Wo sonst. Weiterlesen „Buchstabensammlerinnen“