Treppenlifter

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Die ersten sieben Schleusen am Eingang zum Gota Kanal – Foto: h|b

Was älteren Menschen erleichtert die Treppen hinaufzukommen, brauchen Schiffe, um Höhenunterschiede zu überwinden, wenn sie einen Fluß oder einen Kanal entlangfahren. Gleich elf an der Zahl, auf einer Strecke von vielleicht 600 Metern, gilt es zu durchschleusen, wenn man vom See Roxen in den Gotakanal möchte, um weiter Richtung Vänern zu fahren. Da braucht es von der Schiffsbesatzung viel Geduld und auch viel Aufmerksamkeit, ist man doch in der Regel nicht allein in der Schleusenkammer. Aus Gründen der Effektivität packen die Schleusenmeister immer gleich ein ganzes Paket, bevor der Auf- oder Abstieg beginnt. Dann heisst es warten. Das Wasser der jeweils oberen Schleusenkammer drückt sprudelnd und mit Macht in die untere Kammer, bis der Niveauausgleich hergestellt ist. Dann öffnet sich das Tor, alle rücken eins vor, das hintere Tor schließt sich und dann beginnt das Spiel von vorne.

Nach so viel Kraftaufwand müssen wir uns anschließend erstmal einen leckeren Kuchen gönnen, den wir uns aus Vadstena mitgebracht haben. So gestärkt brechen wir wieder auf und durchqueren im Laufe des weiteren Nachmittags kilometerweit schwedische Wälder und treffen am Abend etwas kaputt in Falun ein, wo wir auf einem Platz direkt unterhalb von zwei Sprungschanzen stehen. Hier – inzwischen von Südschweden nach Zentralschweden gewechselt – sind wir quasi schon im Wintersportgebiet. Nur gut dass Sommer ist. Morgen geht es weiter zur schwedischen Ostküste auf dem Weg zur finnischen Grenze.

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