Lichtspuren

Fotografie ist ja nichts anderes, als Malen mit Licht. Wenn man das auf die Spitze treiben will, landet man beim Lightpainting. Hierbei werden mit verschiedensten Objekten bunte Lichtspuren im Dunkeln erzeugt, die die Kamera mittels Langzeitbelichtung aufnimmt. Letzten Montag hatten wir dazu einen kleinen Workshop in meinem Fotoclub in Uhldingen.

Dort gibt es einen kreativen Menschen, der vielerlei Gerätschaften sein eigen nennt, die sich für Lightpainting eignen. Teils gekauft, teils selber gebastelt. So entstehen z.B. die kleinen Domes auf dem Bild oben mittels eines Laufrades, also dem Fahrradteil ohne Reifen.

Dafür wird die Felge mit einem Leuchtband umwickelt, dass per Fernbedienung verschiedene Farben annehmen kann, oder sogar die Farben permanent wechseln kann. Die Nabe des Rades wird um einen Stab ergänzt, der das Rad schräg auf der Erde stehen lässt. Wenn das Rad nun angeschoben wird und sich einmal um sich selbst dreht, entstehen diese Domes.

Um zu verhindern, dass beim Bewegen des Rades zu einem weiteren Dome Lichtspuren aufgezeichnet werden, hängt man für den Positionswechsel kurz ein dunkles Tuch vor das Objektiv. Hier auf diesem Bild sind trotzdem noch leichte Spuren des Umpositionierens zu sehen. War aber auch meine Absicht, das „Behind the scenes“ ein wenig zu zeigen. Beim hier folgenden Bild, wurde der DOME durch rote Leuchtröhren ergänzt.

Mit meiner Olympuskamera bin ich in der komfortablen Situation mir mit der „Live Composite“ Funktion keine große Gedanken machen zu müssen. Das erledigt die Kamera alles für mich. Einmal eingestellt, nimmt meine OM-D E-M1 III nur noch Veränderungen auf – also Licht was hinzukommt – und verhindert so eine Überbelichtung des Umfeldes, wie es im Modus BULB passieren kann. Diese Funktion gibt es meines Wissens bisher in dieser Form auch nur bei Kameras von Olympus, bzw. OM System. Daher ist das auch bei allen Lightpaintern die Lieblingskamera.

Wir haben an diesem Abend auch nur reingeschnuppert in die Möglichkeiten die sich mit Lightpainting bieten, da geht noch mehr: Komplexere Choreografie, Einsatz mehrerer LP Geräte, Einbinden des Umfeldes, wir werden sicher noch öfter das Thema aufgreifen, dazu hat es allen beteiligten an diesem Abend zu viel Spaß gemacht. Wer mehr zum Thema erfahren möchte, dem empfehle ich die Website und die Video von ZOLAQ, ein wahrer Meister des Lightpainting.

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