Vogel des Jahres 2021

Rotkehlchen vor grünem Hintergrund

Dieser Titel würde sich aktuell auch gut für manchen Politiker eignen, aber da ist die Auswahl vielleicht noch schwerer, als die für die echten Vögel. Die Niedlichen, die uns an ihrem Getschilpe teilhaben lassen und vom nahen Frühling künden. Die uns morgens ab fünf Uhr im Berliner Hinterhof aus dem Schlaf holen und um Aufmerksamkeit wetteifern. Wenn es denn mitten in der Stadt noch Singvögel gibt.

Diesmal durfte die Bevölkerung abstimmen, die Jahre davor hat der NaBu diese Entscheidung getroffen. Das Rotkehlchen setzte sich vor der Rauchschwalbe und dem Kiebitz mit knapp 60.000 Stimmen durch. Die Stadttaube, in der Vorwahl noch auf Platz 1, konnte sich am Ende doch nicht durchsetzen. Ihr Beliebtheitswert liegt dann vielleicht doch weit unter ihrem städtischen Nervfaktor.

Mein Siegerportrait stammt aus 2015 und entstand in Österreich am Hallstatter See. Auf dem Campingplatz in Obertraun-Winkl, wo wir 3 Tage Rast auf unserer Österreichtour eingelegt haben, hatte ich endlich mal die Muße und die Möglichkeit mit der OM-D und einem Teleobjektiv die kleinen Piepmätze zu fotografieren.

Der Siegervogel im Portrait auf der Website des NaBu.

Aktionskunst

Reste von Farbe auf Oberbaumbrücke

Heute war Aktionstag von „Fridays for Future“ in Berlin, unter anderem mit einer temporären Kunstaktion auf der Oberbaumbrücke, der Schnittstelle zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Die Brücke wurde flächendeckend bemalt, mit Motiven die dem Aktionstag entsprechen.

Aktionskunst auf der Oberbaumbrücke - Foto: Fridays for Future
Aktionskunst – Foto: Fridays for Future

Leider war ich ein wenig zu spät. Als ich mit meiner Drohne an der Brücke ankam – wäre sicher eine coole Aktion gewesen – konnte ich nur noch Spuren des Kunstwerks sehen, der Rest war bereits den Saubermachern der Stadtreinigung und den FFF Leuten zum Opfer gefallen. Verständlich, wäre die Farbe doch sonst zu einer Gefahr für Rad- und Autofahrer geworden. So reichte es immerhin noch für ein paar Bilder mit der „normalen“ Kamera.

Selbsttest

Corona Schnelltest im Haubentaucher

Dort wo in normalen Zeiten das Bier oder die Pommes über den Tresen gereicht werden, beugt sich heute der Tester aus dem Fenster, streicht zuerst den Rachen durch den Mund ab – aaarrggghhhhh – um anschließend noch ein lustiges Niesgefühl durch die Nasenlöcher zu erzeugen. Und dass am Fließband. Location: Der „Haubentaucher“ in Berlin-Friedrichshain auf dem RAW Gelände, ansonsten ein Open Air Club. Endlich wieder Schlange stehen in einem Club. Vielleicht auch ein Geschäftsmodell für den Betrieb. Warten muss man eh, warum nicht gleich den Test integrieren, 15 Minuten warten, wer NEGATIV ist darf feiern, alle anderen, ab nach Hause in Quarantäne.

Corona Schnelltest im Haubentaucher
Schlange Stehen – Foto: h|b

Die Testelle im Haubentaucher gibt es schon seit Ende Februar, seit dem 8. März kann man hier auch den „Bürgertest“ machen, so der Name des kostenlosen Schnelltests, dem man einmal die Woche in Berlin nutzen darf. Für mich war es das erste Mal, gehe ja eh kaum vor die Türe, aber ich wollte es wenigstens mal ausprobieren, wer weiß. Es geht schnell, tut nicht weh (bissi unangenehm) kurz danach weiß man Bescheid. Nützt nur nix, hin darf man ja eh nirgends, auch nicht mit negativem Test. Bleibt also nur das Warten auf die Impfung. Vielleicht ja auch bald „to go“ im Haubentaucher 😉