Angebissen

Partielle Sonnenfinsternis am 10.06.2021 über Berlin

Heute Mittag gab es in Europa eine partielle Sonnenfinsternis. Mit bloßem Auge nicht zu sehen und auch nicht wirklich zu bemerken, da die Abdeckung durch den Mond in unseren Breitengraden gerade mal bei 20% lag. Der Mond schob sich entlang des oberen Randes der Sonne von West nach Ost und ließ sie dabei wie eine angebissene Oblate aussehen.

Das Foto gelang mit der Olympus OM-D EM-5 II, dem 75-300 bei 300 mm (600mm VF) einem ND 1.8 und einer Korrektur von -2 direkt von unserem Balkon.

Selfie

Gelbe Markierung auf Hydrant

#gelbewoche

Wenn man erstmal beschlossen hat eine Woche lang Fotos zu posten, die GELB als Thema haben, fallen einem die Motive quasi vor die Füße. Ein auf den ersten Blick sinnloses Exemplar findet sich direkt vor der Klosterruine über die ich ja gestern geschrieben habe. Da ich auch nicht erraten konnte, warum man einen Hydrant wie einen Brief mit gelbem Klebeband verzieren muss, lass ich das Bild mal für sich allein stehen.

Times in ruins

Schlammskulptur in der Klosterruine

Wer ganze Romane schreiben muss um seine Kunst zu erklären und dabei auch noch Wörter und Allegorien benutzt, die ich nicht mal nachvollziehen kann, macht es dem Betrachter ebenjener Kunst nicht einfach.

Ich hatte gelesen, dass es in der Klosterruine in Berlin Mitte eine Ausstellung gibt, deren Inhalt im weitesten Sinne mit „Schlammskulpturen“ umschrieben wird. Der Name der Künstlerin ist „Anna M. Szaflarski„, der Titel der Ausstellung – einmal kurz Luft holen: „Crying face, Don’t tell anyone smile, Thinking smile, Broken heart, Wilted rose“. Klingt doch spannend, also Kamera eingepackt und nix wie hin.

Beim ersten Besuch, während der Berliner Regenzeit, sind die Skulpturen leider verborgen unter Planen, da sich ja Schlamm und Wasser nicht so wirklich gut vertragen. Ich hätte aber eh einen Test gebraucht, da auch die Open Air Ausstellung als Museum gilt und daher nur mit negativem Coronatest zu besuchen sei, wie mir die beiden Studentinnen mitteilen, die die vergängliche Kunst bewachen. Ansonsten bin ich der einzige Besucher weit und breit.

Eingang zur Ruine der Klosterkirche in Berlin
Eingang Klosterruine- Foto: h|b
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Der große Gelbe

Gelbe Busse der BVG in Berlin

#gelbewoche

Unter dem Begriff fasst der Berliner (gibt’s den überhaupt, den Berliner?) die gelben Busse der BVG zusammen. Es gibt sie als Eindecker, sehr beliebt bei den Touristen sind aber die Doppeldecker (aber nur wenn man oben und in der ersten Reihe sitzen kann) und zwischenzeitlich gibt es ihn sogar als elektrische Version (sehr leise und sauber). Neben den Bussen sind auch die Straßenbahnen und U-Bahnen der BVG in Berlin gelb. So einmalig wie die roten Busse in London. Diese Ansammlung von stattlichen Exemplaren fand ich in der Nähe des Kulturforums. Der mit der 300 ist übrigens die neue Elektrolinie.

Ortstarif

Gelbe Telefonzelle auf Sockel

#gelbewoche

Um jemanden zu finden der das auf dem Titel befindliche gelbe Objekt noch benutzt hat, muss man vermutlich einige Zeit zurückgehen. In meiner Kindheit und Jugend war es die einzige Möglichkeit jemanden anzurufen, wenn man unterwegs war. Meist musste man es auch erstmal finden, gab es doch nur wenige Exemplare. Unser Dorf mit rund 800 Einwohnern hatte in den 60er Jahren meines Wissens genau eine Telefonzelle.

Es roch meist nicht gut in den engen, gelben Kästen der deutschen Post und die entscheidende Seite aus dem Telefonbuch war oft rausgerissen, falls überhaupt noch ein Telefonbuch enthalten war. Aber damals konnte man sich ja noch so einige Nummern merken. Braucht man ja heute nicht mehr. Der Weltrekord „Wieviele Menschen passen in eine Telefonzelle“ liegt übrigens bei sagenhaften 18 Menschen und wird seit 2017 vom Vorstädter Schützenverein Burgsteinfurt gehalten. Ich fand’s damals zu zweit schon sehr eng, aber wenn es die Freundin war, konnte es auch sehr kuschelig werden. 

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