Ausgerummelt

Alex Baugrube

Kreischen, Duften, Klingeln, Scheppern, aus die (wilde) Maus. Keine Menschenmassen mehr die sich durch den Rummel drängen, keine Apollo 13 mehr die ihre Mitfahrer in den Nachthimmel über Berlin schießt, kein Glühwein, kein Gespensterhaus. Übrig bleiben zwei neue Gebäude und eine Baugrube für ein Drittes. Nichts erinnert mehr an den jährlichen Traditionsrummel, der bereits zu DDR Zeiten der beliebteste Weihnachtsmarkt in Berlin war. Den Rest des Jahres war diese Fläche natürlich eine sinnfreie Brache, zu gut für diese Lage um zu bleiben.

Alex Weihnachtsmarkt
Geschichte – Foto: h|b

Für mich war es damals als wir 2001 nach Berlin zogen ein echter Kulturschock. DAS soll ein Weihnachtsmarkt sein? Bei uns nannte man sowas Kirmes, Zissel oder schlicht Rummel. Da war nichts Besinnliches wie am Weihnachtsmarkt vor dem roten Rathaus. Fotografisch hatte es natürlich etwas für sich, hier ging echt die Luzi ab. Der letzte Weihnachtstraum war im Winter 2016 und da war ich noch mal ausgiebig fotografieren.

Alex Weihnachtsmarkt
Break Dance – Foto: h|b

Ein Teil der Fahrgeschäfte ist umgezogen nach Lichtenberg und erfreut jetzt Jung und Alt gegenüber von IKEA. Den Stellenwert und die magische Anziehungskraft wie am Alexa wird er dort aber sicher nicht mehr erreichen. Dafür haben wir jetzt das „Grandaire Berlin“ eine Hipster Wohnanlage für Menschen mit Geld (Imagevideo) und „The Student Hotel“, eine Mischung aus Hotel und Studentenbude, so die Website, und sicher auch nicht ganz billig. Dafür ist man mitten in der Stadt. Was das dritte Gebäude wird, ist noch nicht recht ersichtlich. Muss mal wieder vorbeigehen und nach einem Schild suchen 😉

Wintersonnenwende

Schneeeule

Nun ist es endlich geschafft, die dunklen Tage weichen ab heute wieder zurück. Mit jedem Tag wird es endlich wieder länger hell. Aber zuerst erleuchtet noch das Licht der Weihnacht die Welt. Wir halten kurz inne und besinnen uns auf das Wesentliche. Der Hass und die Missgunst bleiben vor der Tür und wir erfreuen uns an den alltäglichen Dingen. Das wir gesund sind, ein warmes Dach über dem Kopf haben und Menschen die uns lieben um uns sind.

Die Schneeeule im Tierpark würde sich auch sicher über ein wenig Schnee freuen, so wie die Kinder, aber die Prognosen für die Feiertage sehen eher nach Frühling als nach Winter aus. In Berlin ist eben nur alle 5 Jahre mal weiße Weihnacht. In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Weihnachtszeit.

Goldkreis

Goldener Herbst

Auf dem iPhone sammeln sich ja im Laufe der Zeit diverse Foto-Apps, die man – manchmal zu recht – völlig vergessen hat, andererseits durch diverse Updates möglicherweise zu neuer Blüte gekommen sind. Am letzten Wochenende waren wir in Warnemünde und beim Spaziergang durch den Wald ist mir wieder mal „Bluristic“ in die Hände gefallen. Habe ich vor ca. 5 Jahren mal mit rumexperimentiert und weiß inzwischen gar nicht mehr genau, was man damit eigentlich macht.

Fotos halt, okay, aber man muss entweder das iPhone dabei bewegen, oder das zu fotografierende Objekt muss sich bewegen. Das Ergebnis ist in allen Fällen eine Verfremdung der Umwelt. Alles dreht und bewegt sich. Das Foto bildet keine Realität mehr ab, sondern im besten Fall die Stimmung des Fotografen. Von den Fotos hab ich mal drei ausgesucht und präsentiere sie an diesem trüben und regnerischen Samstag dem geneigten Publikum. Möge es Freude im Herzen bescheren. Einen schönen 3. Advent.

Neuruppin #fontane.200

Theodor Fontane

Wir kennen jetzt das Süd- und Ostufer des Ruppiner Sees, haben Wustrau und Karwe und Radensleben durchstreift und schicken uns nun an, der alten Hauptstadt dieses Landesteiles unseren Besuch zu machen, der Stadt Ruppin selbst, die dem See, woran sie liegt, wie der ganzen Grafschaft den Namen gegeben hat“ schreibt Fontane weiter in seinen Wanderungen und erreicht damit auch den Ort, in dem er vor 200 Jahren geboren wurde. Für uns ist Neuruppin auch der Endpunkt für den Tag. Im Gegensatz zur Zeit Fontanes, ließ sich der Besuch von Wustrau, Karwe und Neuruppin prima an einem Tage organisieren und wir mussten dazu nicht mal früh aufstehen.

Figur Fontane in Schaufenster
Figur Fontane in Schaufenster – Foto: h|b

Hertha wird 1

Eisbärin Hertha mit ihrer Mutter im Tierpark Berlin

Heute wird Hertha, also nicht der Fußballklub, sondern die kleine Eisbärin des Berliner Tierparks, 1 Jahr alt. Am 1. April letzten Jahres wurde sie dem Publikum vorgestellt und erfüllte alle Kriterien eines knuffigen kleinen Eisbären. Mit großen tapsigen Tatzen erforschte sie ihr Gehege und „the audience was excited“. Noch heute pilgern viele Besucher zuerst zum Eisbärengehege um zu schauen, was Hertha macht. Inzwischen ist sie ein Teenie, nicht mehr sooo knuffig, aber immer noch süß anzusehen. Manchmal sieht sie aber auch recht gelangweilt aus. Ist halt nicht so viel zu tun als Bewohnerin eines Tierparks. Selbst das Essen bekommt man geliefert. Herzlichen Glückwunsch liebe Hertha.