Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #20

Sonnenuntergang am Bodensee

Der Blick aus unserer Wohnung war diese Woche kaum zu toppen. Ob Nebel über dem See am frühen Morgen, oder ein Feuerwerk an Farben am Abend zum Sonnenuntergang, mehr Spektakel ging nicht. Der reine Wahnsinn.

Morgennebel am Bodensee mit Alpenblick
Morgennebel mit Blick auf die Alpen

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #18

Steinfigur am Ufer des Bodensees

Es gibt jemanden hier in Überlingen, der sich richtig Mühe gibt, um solche Kunstwerke am Ufer des Überlinger Sees zu erschaffen. Wohl wissend, dass sie nur temporär sein werden. Das nächste übermütige Kind, oder der nächste frustrierte Erwachsene werden ihre Freude daran haben, das filigrane Steingebilde zu zerstören. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich bald wieder solch ein Foto aufnehmen kann und ich mich – wie viele andere Spaziergänger auch – an der Kunst des Zen erfreuen werde.

Herbstanfang

Herbstbäume am Landungsplatz in Überlingen

Im Herbst steht – in den Gärten die Stille, für die wir – keine Zeit haben // Victor Auburtin

Noch tragen die meisten Bäume ihr grünes Kleid, aber die Kastanien am Überlinger Landungsplatz scheinen langsam in den Herbstmodus zu wechseln. Jahreszeitlich ist es heute soweit. Der kalendarische Herbstanfang färbt aber nicht nur die Blätter ein, es ist auch die Zeit für die Ernte von Obst und Trauben.

Frische, knackige Äpfel finden sich bereits eine ganze Weile in Holzboxen entlang der Höfe, der Beutel mit frischen Äpfeln für gerade mal 5 Euro. Die Weintrauben erreichen auch langsam den Grad der Lese, die ersten Winzer sind bereits gestartet und sind optimistisch, was die Qualität des künftigen Weines angeht. Sonnige Tage und kühle Nächte hätten den Trauben in diesem Jahr gut getan, heißt es übereinstimmend. Die blauen Trauben in Aufkirch sind geschmacklich noch nicht so wirklich süß. Aber noch scheint ja die Sonne am Bodensee. Wir freuen uns auf einen schönen Herbst.

Klatschmohn

Klatschmohnblume im Getreidefeld

Beim letzten Spaziergang fand sich eine wunderschöne Mohnblume in einem Gerstenfeld. Der Kontrast zwischen dem knalligen Rot der Blume und dem feinen Grün der Ähren mit den langen Grannen lud direkt zu einem Foto ein. Da ich nur das iPhone dabei hatte, musste das genügen. Meist genügt es ja auch wirklich. Die Qualität der Fotos ist inzwischen so exzellent, dass es mit der „richtigen“ Kamera auch nicht viel besser geworden wäre.

Weiß noch jemand, warum man diese Blume auch Klatschmohn nennt? Man reißt ein Blütenblatt ab, faltet es so, dass es ein kleines Säckchen ergibt und ditscht sich das auf die Hand, oder die Stirn, je nachdem. Dann gibt es ein knallendes Geräusch und der Klatschmohn ist Geschichte. Ich meine mich zu erinnern, dass der Name daher kommt.

Klapperstörche

Zwei Störche bei der Paarung

Betrachtet man die Menge der Störche hier am Bodensee und insbesondere in und um Salem, dürfte es um den Menschennachwuchs gut bestellt sein. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Oder man vom Storch gebissen werden muss, um schwanger zu werden. Aber ist ja alles Aberglaube.

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Kulturlandschaft

Blick auf den Überlinger See, im Vordergrund das Schloss Spetzgart

Am letzten Sonntag konnte ich an einer kleinen erdgeschichtlichen Wanderung teilnehmen, die der „Verein zur Erhaltung der Kulturlandschaft Hödingen e.V.“ organisiert hat. Der Hödinger Berg gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften in Südwestdeutschland. Blumenbunte Obstwiesen mit bis zu zweihundertjährigen, mächtigen Birnbäumen bilden eine reizvolle Kulisse vor dem Bodensee und der Alpenkette im Hintergrund. Vorbei an der Hödinger Linde führte uns der Weg über den Höhenzug zum Schloss Spetzgart, durch den Spetzgarter Tobel hinab ins Tal und wieder hinauf in Richtung Hödingen – vorbei an der Gletschermühle – zum Abschluss bei Kaffee, Nusszopf und netten Gesprächen.

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Alter Falter

Ein Schmetterling von der Insel Mainau

Schmetterlinge werden auch Falter genannt. Über 160.000 Arten soll es weltweit geben. In Deutschland sind es nicht einmal 4.000. Im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau gibt es ca. 120 – meist farbenfrohe – Arten aus den tropischen Regionen von Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien. Wenn man sie fotografieren möchte, muss man sich in die subtropische Halle wagen und warten bis sich die Kamera akklimatisiert hat.

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Ohne Moos nix los

Moos wächst auf einem toten Baum

Heute gibt es nur einen kleinen Beitrag und ein Stückchen Natur aus den Wäldern rund um Überlingen. Das Moos unterstützt hier den Zersetzungsprozess von Totholz am Haldenhof. Die Moosblüten stecken dabei ihre Köpfe in die Sonnenstrahlen.

Berlin-Blues #1

Foto der Oberbaumbrücke, die Spree ist durch Langzeitbelichtung verwischt

Der November ist der letzte komplette Monat den wir in Berlin sein werden. Da es ja immer fotografische Herausforderungen braucht, gibt es das „November Miniprojekt“: Jeden Tag ab heute ein Foto aus Berlin, aber etwas verfremdet. Dazu habe ich mir die App ReeHeld geshoppt, mit der sich Langzeitbelichtungen mit dem iPhone machen lassen. Aus der Hand. Im Hellen. Bin noch am üben, aber es wird.

Rauchzeichen

SUP auf Senftenberger See

Seit Montag sind wir mit unserem Wohnmobil auf dem „Komfort-Camping“ am Senftenberger See. Unsere – hoffentlich – erholsame Herbsttour nach den stressigen Wochenenden als Reisendenlenker am Berliner Hbf.

Nasse Holzbank am Senftenberger See
Nasse Bank
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