Weiter Himmel

Heute hat sich der Himmel über Berlin ja wenigstens bis zum Mittag von seiner freundlichen Seite gezeigt. Wieviel intensiver leuchten doch die Farben des Herbstes, wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Man sieht fröhliche Menschen, Kinder die durch das Laub tollen, oder kaffeetrinkende Pärchen auf der Terrasse der Milchbar am Weißensee.

Mit diesem Bild endet die bunte Herbstserie vom Weißensee und wir müssen jetzt wie die Maus Frederick auf die Frage der anderen Feldmäuse: „Und nun, Frederick, wir sind alle am Arbeiten, was machst du jetzt?“ antworten: „Ich, ich sammle Farben“, „denn der Winter ist lang und grau.“

Rot-Rot-Grün

In diesen bunten Buchenblättern am herbstlichen Weißensee, spiegelt sich nicht nur die Abendsonne, sondern auch die neue Koalition in Berlin wider. Die will die Stadt endlich wieder den entscheidenden Schritt nach vorn bringen. Mehr IT Innovation, erschwingliches Wohnen, Neuausrichtung des Verkehrs, Erhaltung der kulturellen Vielfalt, Ausbau maroder Schulen, bessere Austattung von Behörden, Polizei und Ämtern und vieles mehr. Fünf Jahre haben sie sich dafür Zeit gegeben. Also noch fünf mal bunte Blätter am Weißensee, dann wissen wir, was aus den Plänen geworden ist.

Herbstselfie

Das trübe Wetter, eigentlich das klassische graue, neblige Novemberwetter, erfreut ja nicht grad das Gemüt der Menschen. Wahrscheinlich liegen auch deshalb einige der Trauerfeiertage in diesem Monat. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, zeige ich in loser Folge im November die goldenen Herbstbilder, die an einem der letzten sonnigen Wochenenden rund um den Weißensee entstanden sind. Beginnen wir heute mit einem klassischen Herbstselfie am Ufer, während die Sonne sich langsam dem Horizont nähert. Alle Aufnahmen der Serie mit der Olympus OM-D E-M5 II und dem 12-40 mm, 2.8 PRO Objektiv.

Strohballen

Strohballen auf abgeerntetem Feld

Im goldenen Herbst wenn die Getreidefelder abgeerntet sind, bieten sich für Fotografen schöne Perspektiven mit den wie hingeworfen verstreut liegenden Strohrollen. Aus meiner Jugend kenne ich das noch in klein und viereckig. Es wurde oben aus einer Maschine ausgeworfen, die vorne das vom Mähdrescher übrig gelassene Stroh „einsaugte“. Meist war hinten noch ein Wagen dran, wo die Helfer die herabfallenden Ballen sofort stapelten. War der Wagen voll, ging es zurück zum Hof. Heute liegen die großen Strohballen noch lange auf den Feldern und werden dort zu Depots gestapelt. Abgeholt werden sie sicher auch irgendwann, da die Felder ja wieder bearbeitet werden müssen.

Strohrollendepot - Foto: h|b
Strohrollendepot – Foto: h|b

 

Wintersonnenwende

Heute ist der kürzeste Tag in diesem Jahr und der Winter beginnt. Kalendarisch. Das „draußen“ fühlt sich ja eher nach Frühling an. So als hätten wir den Winter glatt übersprungen. Nicht dass ich was dagegen hätte, aber es gibt nun mal 4 Jahreszeiten. Als Berliner ist man ja immer auf der Hut und traut der Sache nicht. Wohl wissend, dass der schneidende Wind aus Sibirien schon irgendwann hier eintreffen wird. Ob mit oder ohne Schnee ist dann egal, es wird kalt. Lausig kalt. War bisher immer so. Aber jetzt feiern wir erstmal grüne Weihnachten. Statt Würstchen, Kartoffelsalat und Glühwein gibt es Steak vom Grill und kaltes Bier und statt Lichterketten am Weihnachtsbaum, leuchten Lampions und Windlichter im Garten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern meines kleinen Blogs schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.