Schnäbeln

Zwei Basstölpel beim Schnäbeln

Wer sich ein wenig Zeit nimmt und die Basstölpelkolonie am Helgoländer Lummenfelsen beobachtet, wird feststellen, wie innig die Pärchen miteinander umgehen. Da wird gekäckert und geschnäbelt, dass es nur so eine Freude ist. Laut dem Vogelkundler vor Ort, sind die Basstölpel in der Regel treu und bleiben ein Leben lang zusammen. Das können auch durchaus mal 30 Jahre sein. Mir wär das ja alles viel zu laut und zu eng. Aber Helgoland hat noch viele Felsen mit freien „Wohnungen“, es muss nur jemand den ersten Sprung machen.

Lummenland

Basstölpel vor Kreuzfahrtschiff

Heute waren wir Kegelrobben und Seehunde auf der Helgoländer Düne besuchen. War aber weniger spektakulär als gedacht. Das Pack liegt nämlich breit und dösig auf dem Nordstrand (Robben) oder Südstrand (Seehunde) und ist nicht besonders willig für die interessierten Touristen ein wenig Animation zu bieten. Das höchste der Gefühle ist mal ein Heben der Flosse, um sich damit am Bauch zu kratzen.

Näher als 30 Meter darf man – aus Eigenschutz – auch nicht ran, um ein bißchen Stimmung in die Bude zu bringen. Kegelrobben haben nämlich ein ausgezeichnetes Gebiss, mit dem sie notfalls kräftig zubeißen können, falls sie sich bedrängt fühlen. Und schnell sind sie auch. So hab ich mich nach der Düne wieder den Basstölpeln auf dem Lummenfelsen gewidmet. Da kommt man dicht ran und muss auch keine Angst haben gebissen zu werden. Die sitzen brav auf ihren Nestern und brüten und turteln allerliebst.

Heute ist auch der letzte Tag unserer Wattenmeer Mini-Kreuzfahrt. Die Nacht geht es nach Bremerhaven, morgen früh dann mit dem Zug zurück nach Berlin. Wir hatten wieder mal super Glück mit dem Wetter. Fünf Tage lang schien die perfekte Sonne vom Himmel, die Nordsee zeigte sich von ihrer besten Seite und die Cocktails aus der Hansebar, am Heck der MS Astor, trugen zu unserer völligen Entspannung bei. Besser geht Urlaub nicht.

Lummerland