Waldgeister

Knorrige Bäume in der Herbstsonne

Am letzten Wochenende war ich mit den Fotokollegen in den Glindower Alpen in der Nähe von Werder. Ein toller Spaziergang in einem völlig verwunschenen Wald, der mehr oder weniger sich selbst überlassen scheint. Ich werde nach und nach die Fotos hier einstellen, die ich auf dem Waldspaziergang gemacht habe und beginne heute mit einem Foto was einen der Bäume zeigt, die sich teilweise verzweigen, neu erfinden, in alle Richtungen diffundieren und skurrile Formen annehmen.

Rolltreppen

Rolltreppen verfremdet

Treppab, Treppauf geht es in den Malls von Berlin. Bei vielen inzwischen allerdings eher Treppab. Verstärkt durch die Pandemie, das dauerhafte Ausfallen der gastronomischen Angebote, die immergleichen Shops, austauschbar, europaweit, weltweit. Langweilig. Onlineshopping ist stark gestiegen, wer braucht da noch die schöne, bunte Welt der Shoppingmalls. Bin gespannt wie sich das entwickelt.

Das Foto ist übrigens eine Kombi aus zwei iPhonebildern, gemixt in Snapseed und am Ende mit einem Preset mit LR weiter verfremdet.

Himmelsglühen

Sonnenuntergang über dem Comeniuspark

Ab und an zeigt sich der Himmel im Berliner Südwesten von seiner besten und glühendsten Seite. Als wenn er versucht alle Rotabstufungen in ein paar Minuten durchzuspielen. Und von meinem Fenster am Homeoffice Schreibtisch ist das Schauspiel optimal zu betrachten. Schnell die Olympus geholt, Foto gemacht, kurz in Lightroom die neue Maskenfunktion genutzt, um das Bild aus dem RAW Format so umzuwandeln, dass es dem eben gesehenen entspricht, fertig. Und hier ist das Ergebnis. Ein echter „Wow-Himmel“.

Erntemond

Vollmond

Gerade gelernt – Internet sei Dank – dass jeder Vollmond in den entsprechenden Monaten einen eigenen Namen hat. Der heutige Vollmond hat sogar drei Namen: Erntemond – sein Licht half früher bei der bäuerlichen Ernte, da die Feldarbeit unabhängig vom Tageslicht fortgesetzt werden konnte – Jäger- und Weinmond. Vermutlich Bezeichnungen für ähnliche Vorgehensweisen. Mein Mond ist zwar schon ein wenig älter, aber voll ist voll.

Køpi weg

Zaun am Gelände der Köpi Wagenburg in Berlin

Hinter dem hohen Zaun, der bis gestern die Wagenburg in der Köpenicker Straße in Berlin schützte, frisst sich der Bagger heute Nachmittag laut knirschend durch die Hinterlassenschaften. Bäume, Reste der Bauwagen, Sperren, alles wird in der Mitte zusammengeschoben, um später abgeräumt zu werden.

Das Camp an der Köpenicker Straße galt als eines der letzten Symbolprojekte der linksautonomen Szene in Berlin. Noch in der Nacht gab es Proteste in Kreuzberg bei denen Polizisten angegriffen und Autos zerstört wurden. Die Räumung des Geländes wurde von rund 2000 Polizisten begleitet, nachdem der Besitzer das gerichtlich erstritten hatte.

In einem Twitterfeed von Kim Winkler wird diesem „Besitzer“ allerdings kein guter Leumund ausgestellt: „Die Køpi samt Wagenplatz gehört einem Geflecht aus Briefkastenfirmen. Hinter den Firmen steht der Investor Siegfried Nehls. Nehls ist gerichtlich kein Unbekannter. Er betrog kleine Handwerksfirmen um Geld. Den Strohmann, der für ihn die Køpi ersteigerte, „vergaß“ er zu bezahlen.“ Das bittere Fazit: „Die Bewohner:innen des Køpi-Platzes verloren ihr zu Hause also für einen dubiosen Spekulanten, der Millionen Steuerschulden hat und kriminell ist.“ Soweit die Anschuldigungen. Der ganze Tweet oben im Link.