Torre Badum

Torre Badum

Damit wir nicht nur auf der faulen Haut in der Sonne Spaniens rumliegen, obwohl das durchaus erstrebenswert ist, haben wir ja unsere E-Bikes dabei. Nachdem sich der Wind endlich mal gelegt hat sind wir Richtung Alcossebre gefahren, aber das Ziel ist der Torre Badum, rund 8 km von unserem Campingplatz entfernt. Der Turm ist arabischen Ursprungs und eine Verteidigungsinfrastruktur, mit der die Bewohner der Burg von Peñíscola durch Rauchsignale vor der Ankunft des Feindes gewarnt wurden. Er befindet sich auf der wichtigsten Klippe der Serra d’Irta, einer bergigen Linie parallel zur Küste.

Küste bei Peñíscola
Küste bei Peñíscola – Foto: h|b

Ein wunderschönes Fleckchen Erde – hier steht die Zeit still – die Farben des Meeres, das Rauschen der Wellen und ansonsten absolute Stille – ein Ort zum puren Genießen. Der Weg dahin ist allerdings nicht ohne, es gibt dort einen Anstieg, bei dem selbst unsere E-Bikes bzw. unsere Beine die Segel streichen mussten. Wir haben dann die Schiebefunktion der Räder nutzen müssen. Ansonsten ist der Weg gut fahrbar. Hier ein paar Impressionen unserer Radtour.

Alle Bilder wieder mit dem iPhone 13Pro. Ich muss mir langsam Gedanken machen, was ich mit meiner Olympus anstelle 😉

Hola España

Nach gut 2000 Kilometern – seit unserer Abfahrt aus Berlin – haben wir heute Spanien erreicht. Das erste Mal steigt die Temperaturanzeige auf 16 Grad, die Sonne scheint und es fühlt sich langsam ein wenig mediterran an. Kurz vor der spanischen Grenze begrüßen uns rechter Hand die Pyrenäen mit ihren majestätischen weißen Gipfeln. Eine tolle Kulisse als Einstieg in den Abstieg hinunter zur Küste des Mittelmeers.

Die Pyrenäen – Foto: h|b
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AUS

Kunstwerk „Aus“

Aus, aus, das Spiel ist aus. Nach 49 Jahren und 3 Monaten ist der Punkt erreicht, wo ich den jungen Leuten das Feld überlasse. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hab ich gestern zum letzten Mal mein Notebook zugeklappt. Mein Diensthandy ist schon weg, damit sind alle dienstlichen Kommunikationswege gekappt.

Montage werden ab sofort keine besondere Bedeutung mehr haben, sind sie doch einfach Tage in der Folge von endlosen Tagen, die mich jetzt in der neugewonnen Freiheit erwarten. Daher auch das neue Titelbild des Blogs, aufgenommen in Norwegen auf einer Schaukel mit Blick auf den Briksdalsbreen. Unser Schicksalsgletscher.

Seit heute sind wir unterwegs mit Ziel Spanien. Wir flüchten aus dem grauen, regnerischen Deutschland, um an der spanischen Küste zu überwintern. Wie es uns dabei ergeht, dann in Kürze in diesem Blog. Stay tuned…

Susanne

Ein durch Kamerabewegungen verwischtes Bild im Wald

Wenn man zu lange durch den Wald läuft, verwischen irgendwann die Gedanken. Warum nicht die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und das selbe mit dem Wald selbst tun. Oder mit den FotokollegInnen, die mit mir durch den Wald streifen, auf der Suche nach dem besten Baumfoto. Als Susanne, die einzige aus dem Klub mit langen roten Haaren, ein paar Meter vor mir geht, stelle ich die Kamera auf kleine ISO, drehe die Blende soweit zu dass die Belichtungszeit auf eine 20stel springt und fange an zu fotografieren und dabei die Kamera von unten nach oben zu bewegen. Immer nur knapp, damit noch ein wenig auf dem Foto zu erkennen ist. So entsteht ein abstraktes „Wischbild“ was durch die Komplementärfarben rot und grün seine Spannung erzielt. Hier noch ein Foto ohne Person, hier wirkt nur das immer noch frische herbstliche grün.

Grüner Wald, verwischt
Wischbild – Foto: h|b

Waldbewohner

Baumstamm mit Moos bedeckt und einem Ast als Minitroll

Als mir die vielen Bäume und Blätter und Blätter und Bäume im Wald der Glindower Alpen etwas langweilig wurden, habe ich versucht Lebewesen im Wald zu finden. Aber natürlich nicht so offensichtliche wie Käfer, die kommen später noch dran, sondern eher so geheime Wesen, die man nicht gleich entdeckt und die man nur mit Glück findet. Das Tier auf dem Aufmacherfoto muss eine Art verwunschenes Einhorn oder ein Troll mit Nasenpickel sein. Versteckt im Wald unter Moos schaut nur ab und an die Nase raus. Gefunden habe ich auch noch eine Art Mooskrokodil, ein verholzter Bär und ein Drache, wo nur das Auge auf ein Wesen hinweist.