Briksdalsbreen

Gletscherschaukel

Heute also tatsächlich die versprochene Wetterbesserung. Blauer Himmel über den Bergen, noch leicht durchzogen von Nebel und Wolkenresten, aber es sieht gut aus. Wir packen unsere Rucksäcke und machen uns gegen Mittag auf den Weg zum Briksdalsbreen. Der Hinweis sagt 45 Minuten vom Parkplatz aus, wir lassen uns aber Zeit.

Auf dem Weg merken wir ganz deutlich das Fehlen jedweden Massentourismus. Keine quietschigen japanischen Girlies, keine chinesischen Reisegruppen mit Schirmträgern und auch keine blauhaarigen Seniorinnen von amerikanischen Kreuzfahrtschiffen. Es ist total … ruhig. Ab und an fährt eins der kleinen Elektroautos an uns vorbei, die sonst permanent Besucher nach oben zum Gletschersee bringen.

Weiterlesen „Briksdalsbreen“

Weiches Wasser

Kleiner Wasserfall

Heute machen wir einen kurzen Schlenker Richtung Osten. Wir steigen dazu – vom Nordfjord kommen – über ein Fjell auf rund 600 Meter Höhe, um danach den Invikfjord zu erreichen, dem wir bis nach Olden folgen. Dort stocken wir kurz unsere Vorräte auf und sehen auch hier die Auswirkungen des aktuell fehlenden Tourismus. Zur Hauptreisezeit liegen hier mehrere Kreuzfahrtschiffe die Woche. Die kleinen Bähnchen stehen nun tatenlos herum, die Busse, die die Touristen zum Briksdalsbreen fahren, finden keine Kundschaft und ein Teil der Souvenierläden im Zentrum hat bereits aufgegeben. Und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Wir fahren durch das Tal bis nach hinten durch und melden uns am Campingplatz Melkvoll für 2 Nächte an. Da es morgen besser werden soll was das Wetter angeht, machen wir heute nur einen kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt. Wir werfen schon mal einen Blick aus der Ferne auf den Briksdalsbreen, den wir dann morgen ausführlich besuchen und beschreiben werden. Auf dem Rückweg müssen wir über einen kleinen Gletscherbach, dem ich das heutige Titelbild widme.

Brisdalsbreen
Briksdalsbreen – Foto: h|b

Ewiges Eis

Ewiges Eis

Der Bøyabreen ist einer der vielen Ausläufer des Gletschers Jostedalsbreen in Südnorwegen. Da er direkt von der Straße aus nicht zu übersehen ist, sind wir wir auf unserer zweiten Wohnmobiltour im Jahr 2006 bereits darauf gestoßen. 2017 haben wir die Gletscherzunge erneut besucht, also mussten wir diesmal auch wieder kurz nach dem  Rechten sehen. Nicht dass er verschwunden wäre. Aber im Gegensatz zum Briksdalsbreen zu dem wir am Mittwoch noch kommen, verliert dieser nicht so viel an Substanz. Vielleicht begünstigt durch die Lage. Um 1900 ging er allerdings noch komplett runter bis zum Gletschersee.

Blick auf den Bøyabreen in Norwegen
Der Wächter – Foto: u|b
Weiterlesen „Ewiges Eis“

Lærdalsfjorden

Gamle Lærdalsøyri

Heute also Ruhetag auf dem Campingplatz direkt am Fjord. Regelmäßig klopft der Regen auf das Wohnmobildach, Südnorwegen ist aktuell ein einziges Feuchtgebiet. In einer Regenpause machen wir uns auf den Weg ins Gamle Lærdalsøyri. „Gamle“ heißt in Skandinavien „Alt“ und umfasst irgendwie alles was im 19. Jahrhundert entstanden ist und heute noch steht. Meist sind es bunte Holzhäuser oder welche aus dunklen Balken mit Gras auf dem Dach. Die sind dann schon sehr alt.

Das Entrèe des alten Ortes spiegelt sich pittoresk in einem kleinen See und gibt einen prima Aufmacher für den heutigen Artikel ab. Wir schlendern dann durch den Ort, finden die Kirche und einen Bautastein. Von diesen Menhiren, meist mit Zeichnungen die eine Geschichte erzählen, gibt es über tausend Stück in Skandinavien und sie stammen meist aus der Wikingerzeit.

Ford GT 40
Heiße Schlitten – Foto: h|b
Weiterlesen „Lærdalsfjorden“

Filefjell

Rentiere

Heute morgen sind wir von dem kleinen Platz in Uvdal gestartet, nicht ohne uns beim Platzbetreiber zu bedanken, der sich ein Bein ausgerissen hat, um unser Stromproblem zu lösen. Am Ende war unser Kabel von der Kabeltrommel zum Wohnmobil der Übeltäter. Kaputt. Warum auch immer. Ach ja, unsere Frontscheibe ziert jetzt ein kleines Loch (nur außen), ist wohl gestern ein Steinchen reingeflogen. Wenn es so bleibt ist es aber tolerabel. Zu Hause bleibt dann aber nur der Weg zu Carglass.

Um das Kabelproblem zu lösen brauchen wir Ersatz. Zubehörläden für Wohnmobile gibt es hier allerdings seltener, aber in Gol gibt es einen riesigen Campingplatz mit angeschlossener Infrastruktur, da sollte es doch vielleicht sowas geben. Da es eh auf unserer Strecke liegt, geben wir das als Ziel ein. Vielleicht bleiben wir ja sogar dort, mal schauen. Wir haben Glück, neben diversen Adaptern gibt es den CEE Stecker mit einem 10 m Kabel. Genau was wir brauchen und je nach Nähe des Stromanschlusses auf dem Platz sogar ausreichend. Bisschen teurer als zu Hause, aber hey, wir sind im Urlaub und in Norwegen, da ist eh alles ein wenig teurer. Da kostet das Sixpack Becks Dosen schon mal 15 Euro.

Rentierherde
Rentierherde – Foto: h|b
Weiterlesen „Filefjell“