Rückbau – Metamorphose #2

Abriss des Palastes der Republik 2006

2006 beginnt der Abriss des Palastes der Republik. Einwände zum Erhalt des Gebäudes von Grünen und PDS wurden im Bundestag letztlich abgelehnt, auch der Petitionsausschuss des Bundestages lehnte 880 eingegangene Einwände ab. Die Entscheidung war damit gefallen und endgültig. Eine Sprengung kam durch die Lage mitten in der Stadt nicht in Frage, so wurde es ein „selektiver Rückbau“. Gegen Ende blieben nur noch die Treppenhäuser stehen, bis etwa 2008 der letzte Turm des ehemaligen Palastes gefallen war. Übrig blieb eine leere Fläche. Die Geschichte des Rückbaus in Bildern.

Last Block standing – Foto: h|b

Impressionen von 2006 bis 2008

Palast der Republik – Metamorphose #1

Palast der Republik

Eigentlich wollte ich nur eine Geschichte zur Eröffnung des Berliner Stadtschlosses in der letzten Woche schreiben, was aber nicht mehr so heißen darf. Der offizielle Name ist Humboldt Forum. Die Eröffnung war auch nur virtuell. Wegen Corona und so. Das passt soweit, die naheliegende U-Bahn Station der Linie U5 ist auch noch nicht eröffnet. Irgendwann nächstes Jahr geht es weiter. Ein Eröffnung in 4 Akten schreibt die Presse.

Also war ich vor Ort und hab fotografiert. Ist ganz schön geworden, so ganz ohne Baustelle drumrum. Zu Hause hab ich mich dann erinnert, dass es ja ein „Leben vor dem Schloss“ gab. Okay, nach dem Schloss ist vor dem Schloss, aber ich meine den Palast der Republik (PdR). Der wurde nach der Wende nicht mehr gebraucht und daher Mitte der 2000er abgerissen. Wegen Asbest. Erzählt man so. Andere sagen, ein Schloss ist besser wie ein Palast. Und nicht belastet. Weder von Schadstoffen noch politisch.

Nach erfolgtem Abriss gab es noch coole Aktionen auf der großen Schlosswiese. Schneemänner, Schafe, Kugeln. Und ich immer dabei mit der Kamera. Da es schade wäre alles in einem Artikel zu verbraten, starte ich eine kleine Serie und beginne … am Anfang.

Marx und Engels
Marx und Engels und ich – Foto: Kerstin
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Corona Culture

Band im Pub Molly Malones

Kultur ist existenzielle Seelennahrung“ – NDR Kultur-Reporter Marcus Stäbler

Die am stärksten gebeutelte Branche in der Coronakrise ist sicherlich die Kultur- und Veranstaltungsszene. Theater, Kinos, Museen, Clubs, Events, Ausstellungen, Konzerte, alles mehr oder weniger seit März 2020 im Dauerlockdown. Kurze Versuche der Öffnungen unter Hygienebedingungen wie z.B. im Tipi waren schnell wieder erledigt. Die Politik ging kein Risiko ein und schloss alles was Berlin kulturell lebendig macht. Gerade in Friedrichshain ist quasi Totenstille eingekehrt. Legendäre Clubs wie das Berghain oder die Clubmeile auf dem RAW Gelände, alles zu.

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Lieferhelden – Corona Heroes

Lieferandofahrer verwischt

Ich kann mich gut daran erinnern, als vor rund 10 Jahren die ersten bunten Kisten auf Rädern mit dem Schriftzug „Lieferheld“ durch Berlin fuhren. Auf dem Rücken oder dem Gepäckträger die Wärmebehälter für Pizza, Burger oder was auch immer die hungrigen Empfänger per App bestellt haben. Essen auf Rädern, nicht mehr nur für ältere Menschen, sondern für hippe Großstadthedonisten denen ausgehen zu anstrengend ist. Die Geschichte von „Lieferheld“ ist kurz, nur ein Jahr später wird das Berliner Startup von „Delivery Hero“ übernommen. Wer wissen möchte wie die verschiedenen Lieferdienste entstanden und vergingen, kann das in dem folgenden Artikel in Wikipedia nachlesen.

Bestellung per App
Bestellung per App – Foto: u|b
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Pizza Corona

Pizzeria Portofino in Friedrichshain

Nach dem Ende des Sommers und der Urlaubs- und Ferienzeit, beginnt in Berlin, speziell in den Bezirken Friedrichshain, Neukölln und Mitte der Corona Inzidenzwert langsam wieder an zu steigen. Kreuzberg-Friedrichshain, der Bezirk in dem wir leben, erreicht rechtzeitig vor den Herbstferien die magischen 50 und gilt somit als Hotspot. Die deutschen Urlaubsregionen Nord- und Ostseeküste sind raus, da diese Länder keine Touristen aus diesen Gebieten einreisen lassen. Berlin setzt zwar noch durch gesamtheitlich betrachtet zu werden, aber das hilft nur kurzfristig, da die Zahlen in Gesamtberlin schnell den Wert von 50 überschreiten und schon ist Berlin wieder Hotspot. Nix mit Ferien.

Ausgehöhlter Kürbis liegt auf einem Stuhl
Kürbis – Foto: h|b
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