Pandamie

Die Schlange vor dem Eingang des neuen Pandapalastes im Berliner Zoo ist ungefähr 100 Meter lang. Die Besucher werden nur in verträglichen Blöcken ins Gehege gelassen, wo die beiden Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sich in ihren klimatisierten Räumen ihrer Lieblingsbeschäftigung hingeben.

Wenn man zwischen den Menschenmassen hindurchspäht, sieht man zuerst, wie sich immer wieder Blätter hektisch bewegen. Ein Hauch Jurassicpark liegt in der Luft. Was werden wir gleich zu sehen bekommen? Endlich vor dem Fenster angekommen, die Auflösung: Erst einer, ein paar Meter weiter der zweite Panda. Mit dem Rücken zum Publikum schieben sie sich einen Bambusast nach dem anderen zwischen ihre kräftigen Kiefer. Keine Pause, keine Fütterungszeiten, wie bei den anderen Tieren, ihr Lieblingsessen ist maximal eine Armlänge entfernt und wird permanent weggefressen.

Die Zuschauer, die mit allerlei Verrenkungen versuchen, das eigentlich gar nicht so kuschelige, monochrome Fellwesen auf den Farbchip des Handys zu bannen, verlieren dann auch schnell das Interesse an den beiden Langweilern und ziehen weiter zu den anderen Bewohnern des Berliner Zoos. Viel Hype also um nichts.

Rote Liste

Zauneidechse auf Blättern

Am Wochenende war ich mit meiner Enkelin in der Nähe von Frankfurt auf einer alten und stillgelegten Eisenbahnstrecke unterwegs. Schwellen, Schienen, Schotter, alles noch da und jede Menge Geraschel neben der Strecke. Lange Zeit haben wir uns die Augen aus dem Kopf geschaut, um zu sehen wer da raschelt. Mäuse? Käfer? Aber nein, es waren Eidechsen. Kleine, etwas länger als ein Finger.

Das es sich dabei um die gefährdete Zauneidechse handelt, habe ich heute morgen über Bilder aus der Presse erfahren, da viel Geld dafür verwendet wird, sie bei Stuttgart 21 umzusiedeln. Jede für mehrere 1000€, insgesamt werden rund 15 Millionen Euro für die Umsiedlung aufgewendet. Scheinbar liebt die Zauneidechse Bahngelände, obwohl es dort eigentlich gar keine Zäune gibt. Die Zauneidechse steht jedenfalls in Deutschland auf der roten Liste in der Vorwarnstufe.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II – Lumix 35-100 / f2.8 – 1600stel

Hirschgeweih

Ein Damwildhirsch mit schönem Geweih

Arschgeweihe sind ja inzwischen Gottseidank aus der Mode, aber so ein echtes Hirschgeweih ist schon ein echter Hingucker. Majestätisch hält der Damwildhirsch Hof in der Mitte seiner Damwildherde im Wildgehege am Klaistower Spargelhof. Tobt auch im Nachbargehege ein Rudel Wildschweine durchs Unterholz, die Damwildherde lässt sich nicht stören und hält entspannt Siesta. Gutes Vorbild.

Foto: Spargelhof Klaistow, OM-D, E-M5II, Lumix G Vario 35-100/2.8

Milchbar

Nachdem die kleinen Frischlinge ein Weile durch den Wald getobt sind, sich gegenseitig durch die Gegend geschubst haben und immer wieder verscheucht wurden, wenn sie versuchten an die „Quelle“ zu kommen, lässt sich die  Bache endlich herab. Sie legt sich auf die Seite und öffnet endlich ihre Milchbar. Das lassen sich die Kleinen nicht zweimal sagen und stürzen sich wie auf ein Kommando auf die arme Wildsau, die das aber gelassen über sich ergehen lässt. Eine Zeitlang hört man nur noch das gleichmäßige Schmatzen der hungrigen Meute.

Spargelhof Klaistow, OM-D E-M5 II, Lumix 35-100/2.8

Fliegender Hund

Man soll ja auch fotografisch immer an seinen Kompetenzen arbeiten und wenn mit unserem Bürohund Ranos ein williges Model bereitsteht, warum nicht mal C-AF ausprobieren. Die Herausforderung in diesem speziellen Fall: Ein Objekt, was sich schnell und frontal auf den Fotografen zubewegt, permanent im Fokus zu behalten. Im Gegensatz zum S-AF, dem Single-Autofokus, arbeitet der C-AF, der Continuous-Autofokus nämlich genau so. Weiterlesen „Fliegender Hund“

Frau Amsel

Frau Amsel schaut aus ihrem Nest,
traut sich nicht fortzufliegen,
es naht der Regen aus Südwest,
das macht ihr kein Vergnügen.
Ihr schönes zartes Federkleid,
das könnte schnell durchnässen –
es ist ihr Stolz, ist ihr Geschmeid‘.
Doch sie braucht was zu essen!
Schon flattert hin zum Vogelhaus
der ersehnte Amselmann.
Er bringt einen Insektenschmaus.
Ganz verliebt schaut sie ihn an.

© Elisabeth Kreisl, 2015

Bürohund

Golden Retriever

Seit ein paar Wochen sind wir an der Arbeit „auf den Hund gekommen“, eine Kollegin hat einen Golden Retriever zur Ausbildung. Er soll mal ein guter Begleithund werden und da er nicht allein zu Hause bleiben kann, begleitet er sein Frauchen ins Büro. Heute habe ich mal die Gelegenheit genutzt, ihn beim Ausgang im Park zu begleiten. Zum einen wollte ich mal sehen was meine Kamera mit dem neuen Panasonic 35-100 / 2.8 Objektiv leisten kann und zum anderen wie man Hunde fotografiert. Nach Durchsicht der Bilder bin ich sehr zufrieden mit der Ausbeute. Bis auf wenige Ausnahmen alles knackscharf und der Focus sitzt auch bei Offenblende dort wo er hingehört.

Foto: OM-D E-M5 II – 35-100/2.8 – 1/400 – f5.6 – ISO 200

Mehr süße Hundefotos …. Weiterlesen „Bürohund“

Wachhund

Es fehlte noch ein Kissen, dann wäre das klassische Klischee perfekt gewesen. Ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, oder hektisch zu werden, beobachtete der Hund die Straße und alles was sich auf ihr bewegte. Wartete er auf sein Herrchen oder Frauchen? Sollte vielleicht die Angebetete vorbeikommen? Oder war ihm langweilig in der Wohnung und er hoffte das Abenteuer beim Blick nach draussen zu entdecken. Da ich wohl nicht seiner Zielgruppe entsprach, ließ er sich auch durch mich nicht stören und so konnte ich den „Wachhund“ in Ruhe auf das digitale Zelluloid bannen.

Herbstschwan

Der Oktober war der Monat mit den bisher wenigsten Sonnenstunden. Nicht nur gefühlt war alles grau und diesig. Aber es gibt ja viele Arten von Grau, Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau, Steingrau, 28 Grautöne insgesamt. Auch laut Wetteraufzeichnungen war es seit langer Zeit ein sehr „dunkler“ Oktober. Das letzte Mal mussten die Menschen 1915 solange auf die Sonne verzichten. Aber da war ja auch Krieg. Um so schöner, dass der vorletzte Tag des Monats noch ein wenig versöhnte und man die bunten Farben des Herbstes in der Sonne genießen konnte. Das Foto entstand am Weissensee.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II | 70mm | 1/1000 | f 4.6 | ISO 200

Nachtjäger

Die Waldohreule hat mit einer Körperlänge von etwa 36 cm und einer Spannweite von 95 cm etwa die Größe eines Waldkauzes.

Der Waldkauz, ein kleiner Eulenvogel, ist der Vogel des Jahres 2017 und löst damit den Stieglitz ab. Seit 1971 küren Nabu und LBV eine Art zum Vogel des Jahres, um auf die Bedrohung von Tieren und Natur aufmerksam zu machen. Mit der Wahl des Waldkauzes soll für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks geworben werden.

Da ich grad keinen Waldkauz zur Hand hatte, habe ich auf eine Waldohreule zurückgegriffen, die ich im Frühling in Zingst vor die Linse bekam. Immerhin hat die Waldohreule mit einer Körperlänge von etwa 36 cm und einer Spannweite von 95 cm etwa die Größe eines Waldkauzes.

Foto: OM-D E-M5 / 150mm / 1/640 / f5.6 / ISO 200