Barcelona

Barcelona mit Hafen aus dem Flugzeug während des Landeanfluges

Nach 1845 Seemeilen einmal kreuz und quer durch das Mittelmeer und Unmengen von Tempotaschentüchern komme ich doch noch dazu am letzten Januartag einen Blogpost zu schreiben. War ja etwas dünn im Januar. Leider hatte mich eine Erkältung direkt vor dem Urlaub erwischt, während der Kreuzfahrt war zwar gesundheitlich alles okay, aber das Roaming macht es auch nicht einfacher etwas zu veröffentlichen, und kaum war ich wieder zu Hause in Berlin, pääääng, Schüttelfrost und Fieber, wieder Bett. Das macht alles so keinen Spaß und ich hoffe mein Kontingent ist für dieses Jahr erfüllt. Es reicht.

Das Foto entstand im Landeanflug auf Barcelona, morgens gegen halb neun. Ich hatte gehofft, dass wir den Hafen so überfliegen, da der Flughafen etwas unterhalb von Barcelona liegt und extra Sitzpätze auf der rechten Seite gebucht. Die Morgensonne taucht Barcelona in goldenes Licht und am unteren Rand liegt das Ziel unserer Flugreise, die „Norwegian Epic“, die uns 11 Tage durchs Mittelmeer als neues „Zu Hause“ dienen sollte. Das Wetter war dann kühler als erwartet, selbst die Einheimischen in den besuchten Städten waren etwas verwirrt über Temperaturen um die 5 Grad Marke. Musste mir in Palermo extra noch eine dicke Daunenjacke zulegen. Insgesamt eine sehr schöne Tour, von der noch einige Blogposts folgen werden.

Eisblumen

Statt Eisblumen am Fenster zu Hause in Berlin, haben wir uns heute zwei mallorquinische Eisblumen aus leckerer Eiskrem in Palma gegönnt. Bei sonnigen 17 Grad ein Genuss. Leider ist heute der letzte Tag unserer Kreuzfahrt mit der Norwegian Epic, morgen fliegen wir zurück ins winterliche Deutschland.

Kathedrale von Mallorco
Die „Kathedrale des Meeres“ im Palma de Mallorca

 

Bella Sicilia

Palermo auf Sizilien mit schneebedeckten Bergen

Heute sind wir auf unserer Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Norwegian Epic am südlichsten Punkt unserer Reise angekommen, in Palermo auf Sizilien. Die gestrige Überfahrt von Sardinien nach Sizilien war etwas…. mmhhhh, turbulent. Die Schiffsplanken haben ganz schön geschwankt und uns war auch leicht blümerant um die Nase.

Ich hatte ja gehofft in Palermo bereits unter blühenden Palmen die wärmende Frühlingssonne genießen zu können, stattdessen habe ich mir bei H&M erstmal eine Daunenjacke gekauft. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist auch hier Winter. Im Gegensatz zu Berlin liegt aber in Palermo selbst kein Schnee und wenn die Sonne scheint und man ein windstilles Plätzchen gefunden, dann, ja dann liegt durchaus ein Hauch von Frühling in der Luft.

Mitfahrgelegenheit

Ein Spatz sitzt auf einer Fahrradklingel

So ein kleiner Spatz will wahrscheinlich auch nicht so einfach den ganzen Tag durch die Gegend fliegen, sondern auch mal mitgenommen werden. Mit ihm stürzte sich gleich ein ganzer Schwarm auf mein Fahrrad, als ich im Frühherbst unterwegs zur Ostspitze des Darß war und eine kleine Pause einlegte. Bis ich die Kamera so weit hatte, blieb nur noch einer übrig, aber auch der zog es nach dem Fototermin vor, lieber wieder selbst zu fliegen, statt sich von mir fahren zu lassen. Schade eigentlich, hätte nichts gegen ein bißchen Gesellschaft gehabt.

[Olympus E-M5, 150mm, ISO 500, 1/320, f5.6]

Entscheidungsfreiheit

Ein "Liebesschloss" an der Zingster Seebrücke

Normalerweise hängen ja die Brücken voll mit Vorhangschlössern auf denen die ewige Liebe prognostiziert wird. Das krasseste Beispiel ist da wohl die Hohenzollernbrücke in Köln, an der tausende dieser Schlösser hängen. Auch in Warnemünde musste man bereits bei der Brückenrenovierung am alten Strom die Schlösser entfernen, da die Konstruktion sehr überlastet war.

Ein neuer und erstaunlicher Trend scheint indessen zu sein, auch seine erfolgreiche Scheidung per Schloss zu demonstrieren und zu besiegeln. Hier gesehen an der Seebrücke auf Zingst, aber auch andernorts bereits gesichtet.

Transparent

Kleinkind von unten in transparenter Höhle

Auf dem Olympus Playground in München – den wir im September besucht haben – gab es eine interessante Installation. Das Künstlerkollektiv „Numen for use“ erschuf mit transparentem Klebeband ein riesiges Labyrinth aus Tunneln und Räumen, das aus der Ferne wie eine riesige Insektenhöhle wirkte, die teils aufrecht und teils auf allen Vieren kriechend entdeckt werden konnte.

Trotz des filigranen Aussehens konnte man ohne Probleme mit mehreren Personen darin herumkrabbeln, posen, fotografieren, ohne das Kunstwerk damit in Bedrängnis zu bringen. Von außen waren die Personen nur schemenhaft, wie eingefroren in einem großen Eisblock, zu erkennen. Konserviert für die Ewigkeit. Faszinierend.

Monotonie

Wellenbrecher in Zingst

Es ist wie es ist,
sagt man sich, doch wagt man nicht,
sich zu fragen wie es wär‘,
einen anderen Blickwinkel zu haben.

Stoisch, Tag ein und Tag aus
lebt man so hin, wo bleibt denn der Sinn
sich nicht zu fragen:
Wo kommt sie her, die Monotonie?

Ist es egal, so ganz egal
wenn irgendetwas anders wär‘?
Was Neues muss her! Was Altes bleibt weg!
Und die Monotonie fällt gänzlich raus.

Carina Dreißig

Lichtmalerei auf Zingst

Der Zingster Bodden als Farbspielerei

Ganz Zingst besteht eigentlich nur noch aus Fotografie. Ob Open-Air Galerie, oder Galerie im Kunsthotel, überall Bilder namhafter Naturfotografen. Aber auch viele Nachwuchstalente stellen aus, insgesamt eine sehr fruchtbare Atmosphäre, die anregt selbst auch Kunst zu generieren.

Mit dem Fahrrad ist man nach rund 20 Kilometern am Zingster Bodden und genießt den Blick über Strandhafer, Salzwiesen, Brackwasser und wenn man die Augen zusammenkneift, sieht es in etwa so aus wie auf meinem Bild.

Um das Abstrakte nun zu simulieren, stelle ich die Kamera auf eine hohe Blende (f22) und bekomme so eine Belichtungszeit die es mir ermöglicht die Kamera zu „ziehen“ (1/40). Nicht vegressen den IS auszuschalten, da er sonst versucht die Bewegung zu eliminieren. Ein paar Versuche braucht es, dann ist die Lichtmalerei im Kasten und passt ausgedruckt wundervoll an die heimische Wand.

Sympathieträger

Rotkehlchen auf einem Ast

Während in Berlin heute mehr als 100.000 Menschen gegen TTIP protestieren und wir uns langsam von dem Schrecken erholen, dass heute Nacht mitten im Wohngebiet unser Wohnmobil aufgebrochen und als Nachtlager benutzt wurde, suche ich im Bestand meiner Urlaubsfotos mal nach etwas Beruhigendem und bin bei einem kleinen, unerschrockenen Rotkehlchen gelandet.

Seine Bekanntschaft habe ich in diesem Jahr am Hallstatter See gemacht. Auf dem Campingplatz in Obertraun-Winkl, wo wir 3 Tage Rast auf unserer Österreichtour eingelegt haben, hatte ich endlich mal die Muße und die Möglichkeit kleine Piepmätze zu fotografieren. Jeden Abend tobten die drei Geschwister über den Platz und hatten auch keine Scheu, ganz nah zu mir zu kommen. Wenn ich mich still verhielt. So konnte ich mit dem 40-150mm und meiner OM-D – trotz Fluchtdistanz – die Bande nach und nach formatfüllend auf den Speicher bekommen.