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Beachy Head

Auch wenn es eigentlich viel zu heiß ist, um zu bloggen, wird es mal wieder Zeit ein wenig Leben in die Bude, sprich Blog zu bringen. Was passt besser zum aktuellen Wetter, als ein Blick von einer hohen Klippe auf das Meer, angereichert durch einen pittoresken Leuchtturm mitten drin. Das Foto dürfte es zigtausendfach geben, ist es doch in jedem Reiseführer über Südengland zu sehen. Die Anfahrt über kleinste Singletrack-Roads, allerdings nur wenn man von der falschen Seite kommt und bedingungslos seinem Navi vertraut, ist etwas abenteuerlich, aber der Blick auf auf dieses Panorama entschädigt schnell.

Wir parken am National Trust Parkplatz in Birling Gap und laufen von dort die Klippen hinauf. Mit uns auch eine ganze Menge anderer Touristen, wie gesagt, ein „must see“ wenn man dort unterwegs ist. Beachy Head ist dann auch noch mit 162 Metern Höhe, die höchste Klippe Großbritanniens. Am Aussichtspunkt lädt ein kleiner Kiosk zur Rast ein, aber wir gönnen uns nur ein kleines Eis, wir müssen ja noch nach Brighton und es ist schon spät. Auf dem Rückweg nach Birling Gap bietet sich noch ein fantastischer Ausblick auf die „Seven Sisters„, ein weiterer Höhepunkt an der Küste von Sussex. Das „Cream Tea with cones“ müssen wir leider auf später verschieben, aber wir holen das auf der Rückfahrt nach.

Seven Sisters in Sussex, England
Seven Sisters – Foto: h|b

Entschleunigung

Nun sind wir seit einer Woche in England unterwegs und das fahren auf der – für uns – falschen Straßenseite ist schon zur Normalität geworden. Ob Kreisel, Kreuzung oder Ab- und Auffahrten… kein Problem. Ab und zu noch das kleine Mantra, rechts abbiegen, gaaanz rüber nach links, aber selbst das wird schon weniger.

Heut haben wir Lands End erreicht, den westlichsten Punkt Englands auf der britischen Insel. Bis hierher hatten wir untypisch englisches Wetter, bis auf einmal nieseln nur Sonne satt. Wir sehen inzwischen aus wie zwei Sommerfrischler aus dem Süden Europas.

Lands End
Lands End – Foto: h|b

Hier nehmen wir uns jetzt zwei Tage Auszeit, mit Blick übers weite Meer, die Seele muss ja auch die Chance haben anzukommen. Im übrigen scheint England ein sehr vorsichtiges Land zu sein, so viel „SLOW“ auf der Straße ist mir schon unheimlich. Wobei dieses „slow“ nicht näher definiert ist. Wahrscheinlich ist es das Pendant zu unserem Achtungsschild, wer weiß. Bei den Straßen hier in Cornwall macht „slow“ aber eh viel Sinn, vor allen für uns Festlandseuropäer 😉