Mein aktueller Lebensrhythmus erlaubt mir im Sommer eigentlich nur Aufnahmen von Sonnenuntergängen. Bin nicht so der Frühaufsteher, obwohl es ja sicher auch seine Faszination hat. Der Morgen erwacht, der Tag liegt noch vor einem, aber ich schlafe dann doch lieber noch drei Stunden. Weiterlesen „Rise and Fall of the Sun“
Gate to Berlin
Ohne die Nähe zu Berlin und die Möglichkeit direkt vom Kreuzfahrtschiff mit einem Charterzug, oder mit Bussen, die Hauptstadt in knapp 3 Stunden zu erreichen, hätte Warnemünde nicht „die Attraktivität“ für immerhin rund 180 Anläufe von 39 Kreuzfahrtschiffen pro Jahr. Für viele Amerikaner und Asiaten gehört der Besuch der deutschen Hauptstadt zum Pflichtprogramm, auch wenn so eine Tour schon mal rund 300$ pro Person kostet.
Sehr beliebt in der Sommersaison sind auch die „Weißen Nächte von St. Petersburg“. Die Kreuzfahrer starten zum Teil in Warnemünde und laufen dabei Häfen wie Tallin, Riga, Helsinki, Stockholm an und dauern im Schnitt 7 – 10 Tage, 2 Tage dabei allein in St. Petersburg. Dort geht die Sonne im Sommer kaum unter, daher die „Weißen Nächte“.
Wir sind letzten Montag in Kopenhagen gestartet und verlassen heute Abend – nach einem sehr schönen Tag in Warnemünde, inklusive „German Bierfest“ mit Blasmusik auf Deck 9 – die deutsche Küste Richtung Göteborg. Dort werden wir morgen liegen, bevor es – über Kristiansand und Oslo – wieder zurück nach Kopenhagen geht. Wir können uns also auf vier weitere Tage auf der Ostsee freuen. Allen Lesern ein fröhliches „Sail away“ aus Warnemünde.
Wellenbrecher
Die Wellenbrecher in Warnemünde sind ein beliebtes Motiv für Fotografen, erst recht, wenn Wagemutige auf den Holzpfosten balancieren. Im Sommer sorgen sie dafür, dass die Dünung, von Brandung kann man ja in Warnemünde nicht so recht reden, nicht über die Strenge schlägt. Dem kleinen Charlie war es auch etwas umheimlich, so dass ich ihn schnell wieder in meiner Tasche habe verschwinden lassen.
Saisonauftakt
Unser erster Weg nach dem Andocken unseres Wohnmobils in Warnemünde ist das Abklatschen des grünen Leuchtturms am Ende der Mole. „Wir sind wieder da und haben vor zurückzukommen“. Aberglaube. Aber von der guten Sorte. Bis jetzt hat es tadellos funktioniert.
Das Wetter hielt am Wochenende nicht ganz was die App versprochen hatte, aber Wolken sind ja gut für die dramatische Wirkung von Fotos. Verstärkt durch den „Dramatic Tone“ des Artfilters der Kamera erst recht. Jetzt sitzen wir wieder zu Hause und haben Jetlag, aber nicht durch die lange Reise, sondern die bescheuerte Uhrzeitumstellung die niemand braucht.
Nightfall
Strandspaziergang – Puddle #6
Puddle #5
In Ermangelung von Regen während unseres Urlaubs – was natürlich grundsätzlich mehr als in Ordnung ist – heute mal eine regelmäßig entstehende Wasseransammlung am Strand als Pfützenersatz. Die Ostsee schwappt während der „Flut“ über und danach bleibt ein Wasserrest in der Kuhle über, bis er vom Sand aufgesogen wird oder der Wind ihn austrocknet. Im „Spiegel“ sieht man unser Hotel mit angeschlossenem SPA. Seeehr gemütlich und erholsam hier.
Mein kleiner, grüner Fernbus
Statt mit dem Zug haben wir diesmal beschlossen mit dem Bus an die Ostsee zu fahren. Bei unseren Ostseetörns mit dem Wohnmobil kommen uns die grünen Busse in regelmäßigen Abständen auf der Autobahn entgegen. Warnemünde ist von Berlin aus ein gern angefahrenes Ziel. Also lassen wir die Bahn mal außen vor und buchen für 22,- Euro für zwei Personen die Fahrt von Berlin nach Warnemünde. Der Preis ist so günstig, da ist vermutlich der zu versteuernde geldwerte Vorteil der Freifahrt noch teurer. Verglichen mit Normalzahlern sowieso ein echter Spottpreis. Mal sehen, wie lange sich die Betreiber das leisten können. Weiterlesen „Mein kleiner, grüner Fernbus“
Fast allein

Langsam aber sicher wird es in Warnemünde wieder leerer. Es ist Herbst und die Saison der Kreuzfahrtschiffe ist beendet. Sie kreuzen jetzt mit ihren tausenden Passagieren in wärmeren Gefilden. Dem Mittelmeer, der Karibik oder zwischen den kanarischen Inseln. Es wird früher dunkel und wir hatten bei unserem letzten Besuch den Strand wieder fast für uns alleine. Der frühmorgendliche Spaziergang am „Alten Strom“ entlang, Warnemünde noch ganz verschlafen, wie ausgestorben. Für uns ist die Saison nun leider auch vorbei. Danke für die schöne Zeit, wir sehen uns im nächsten Jahr.





