Me and my OM-1 from the ground

Photowalk mit meinem "Alter Ego" und der legendären OM-1 von Olympus - Foto: h|bPhotowalk mit meinem „Alter Ego“ und der legendären OM-1 von Olympus – Foto: h|b

Diesem Blogbeitrag liegen gleich zwei Inspirationen zu Grunde. Zum einen dem Projekt von Jens Küpper mit „Me and my Leica„, einem Spaziergang mit Model und Leica M6 durch Berlin und ein Projekt von „The Legographer„, von Andrew Whyte. Passenderweise habe ich seit einiger Zeit eine kleine, klassische OM-1 aus einem Olympus Event hier rumliegen, die damit endlich ihren Zweck erfüllt. Die Playmobilfigur habe ich mir bereits vor einer Weile von meinen Enkelkinder geschnorrt, so war am letzten Wochenende mein eigenes Projekt geboren: „Berlin von unten“. Das was ihr hier seht ist das Intro, weitere Bilder sind schon „im Kasten“. Es sind Bilder von bekannten Berliner Sehenswürdigkeiten die sehr einfach zuzuordnen sind, andere Fotos gehen eher ins Detail und regen vielleicht zum Grübeln an. Alle Fotos sind mit der Retrokamera von Olympus gemacht, der OM-D E-M5 Würde mich freuen, wenn ihr mich auf meiner nun wöchentlichen Berlintour begleiten würdet.

Der "San Andreasgraben" mitten in Berlin? Brüchiger Beton? - Foto: h|bDer „San Andreasgraben“ mitten in Berlin? Brüchiger Beton? – Foto: h|b

Vorfrühlingsgruß

Frühlingsblumen am Schlachtensee- Foto: h|bFrühlingsblumen am Schlachtensee – Foto: h|b

Während im letzten Jahr Berlin noch unter einer meterdicken Eis- und Schneeschicht versank, so jedenfalls meine Erinnerung, erfreute uns das Wochenende mit frühlingshaftem Wetter und den entsprechenden Temperaturen. Wir haben es endlich mal wieder zum Schlachtensee geschafft und mussten uns den Rundweg mit Unmengen von Spaziergängern und Joggern teilen. Am Biergarten waren beide Ausgabestellen offen, aber die Schlangen waren trotzdem ellenlang. Bei Kaffee und Kuchen die Sonne genossen und einen kleine Frühlingsgruß fotografiert, den ich hiermit stellvertretend überreichen möchte. Dieser Berliner Winter, vorausgesetzt, dass war er wirklich, kann durchaus zur Gewohnheit werden.

Trommelsolo

Große Gefühle am Ende der Drumsession - Foto: h|bGroße Gefühle – Foto: h|b

Drei Jungs, ein mächtiges Drumset in verschiedenen Ausprägungen, eine begeisterte Menge und ein nicht enden wollendes Trommelsolo. Mehr braucht es nicht, um die Stimmung an einem sonnigen Sonntag im Mauerpark zum Kochen zu bringen. Was die drei Jungs da abziehen, ist allerdings auch erste Sahne, falls man diesen Begriff heute noch verwendet. In Konzerten ist das ja oft einer der Höhepunkte, wenn der Schlagzeuger seine 5 Minuten bekommt und sich völlig verausgabt, oder wer erinnert sich nicht an „Animal“ von den Muppets hinter seinem Schlagzeug, aber hier spielt das Drumset die Hauptrolle. Es gibt keine anderen Instrumente die stören könnten. Die 3 spielen sich über eine halbe Stunde den Rhythmus zu, von rechts nach links, von links nach rechts. Wahnsinn. Wer mal die Gelegenheit hat, an einem der nächsten sonnigen Tage den Mauerpark zu besuchen, sollte sich das nicht entgehen lassen. Es macht einfach gute Laune.

Room for a light

Ryan Keen, Singer/Songwriter aus UK beim Videodreh - Foto: h|bRyan Keen, Singer/Songwriter aus UK beim Videodreh – Foto: h|b

Ryan Keen, Singer/Songwriter aus Totnes in Großbritannien, tourt gerade mit Sunrise Avenue durch die deutschen Arenen. Da er von dem Label betreut wird, in dem meine Tochter Sara gerade ihre Ausbildung macht, ergab sich heute nachmittag die Gelegenheit ihn kennen zu lernen. Ein symphatischer junger Mann im dunklen Hoody, vor sich den roten Gitarrenkoffer, begrüßt mich herzlich. Wir treffen noch einen Kameramann, denn es soll einen kurzer Vidoedreh für die Presse geben. Eine gute Gelegenheit für mich, meine E-M5 und mich auf Alltagstauglichkeit zu testen. Vorsichtshalber montiere ich noch den Batteriegriff unter die Kamera, denn draussen ist es kalt und das ist meist nicht gut für die Batterien.
Sara als "supporting act" für Ryan Keen - Foto: h|bSara als „supporting act“ für Ryan Keen – Foto: h|b

Wir suchen uns ein Plätzchen mit nettem Hintergrund, aber das ist an einem sonnigen Sonntagnachmittag im Mauerpark alles andere als einfach. Gefühlt steht jede 50 Meter ein Künstler und buhlt um die Gunst der Mauerparkbesucher. Am Auditorium, wo sonst das sonntägliche Karaoke stattfindet, hat sich „spontan“ ein Flashmob eingefunden. Geht aber prima als Hintergrund. Die Kamera läuft, Ryan singt einen Song aus seinem neuen Album „Room for a light“. Sänger, Kameramann und Fotograf erregen gemeinsam genug Aufmerksamkeit, so dass Besucher stehenbleiben und Ryan zuhören. Sara verteilt derweil fleissig die Flyer, in denen darauf hingewiesen wird, dass Ryan am 21. März ein „free Concert“ im „nhow“, dem Musikhotel direkt an der Spree, geben wird.

Wer also in Berlin wohnt, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Die „Room for a light tour“ mit Ryan Keen startet dann im Mai 2014. Die Glücklichen, die Karten für das ausverkaufte Konzert von Sunrise Avenue in der Max-Schmeling-Halle haben, können ihn da morgen schon singen hören.

Paradies für Cineasten

Kino ohne roten Teppich - Foto: h|bKino ohne roten Teppich – Foto: h|b

Im Fernsehen laufen gerade die obligatorischen Interviews am roten Teppich des Berlinalepalastes. Festivalleiter Dieter Koslick freut sich, dass der Winter rechtzeitig eine Pause einlegt und er deshalb seine Ohrschützer zu Hause lassen kann, Cristoph Waltz, diesmal in der Berlinale-Jury, tut kund, dass er gerade in Amerika Inglourious Basterds 2 gedreht hat – und ich Dummchen dachte Hitler wäre tot – und Anke Engelke moderiert wie jedes Jahr im fliegenden Wechsel zwischen Deutsch und Englisch die Premierenfeier.

Es ist Berlinalezeit. Die 64. Berlinale findet in Berlin statt und der Boulevard ist aus dem Häuschen. Im Laufe des Jahres sind ja eine Menge Stars in der Stadt und die meisten deutschen Schauspieler wohnen wohl eh hier, aber das Filmfestival ist sicher der Höhepunkt. Für Cineasten, Groupies, Autogrammsammler und natürlich auch für die Presse. Glücklicherweise sind nicht alle Kinos im „Fieber“, das „Intimes“ in Friedrichshain bietet weiterhin Kinokost etwas außerhalb des Mainstreams. Auch dürfte es hier Kinokarten geben, ohne extra dafür vor der Kasse zu übernachten.

Lange Belichtungszeit

Ein Treppenhaus im "Dresdner Zwinger" als Vorlage für ein Gemälde - Foto: h|bEin Treppenhaus im „Dresdner Zwinger“ als Vorlage für ein Gemälde – Foto: h|b

Wo unsereiner meist das Erstellen einer Abbildung mittels fotografischem Equipment in 100stel Sekunden berechnet, sitzt der klassische Maler schon mal einen ganzen Tag, oder länger, an seiner Staffelei, um am Ende ebenfalls ein Abbild dessen zu schaffen, was er vor sich sieht. Dazu braucht es Talent, Geduld und ein gutes Auge. Das sich entwickelnde Bild auf der Staffelei entsteht in vielen Schichten.

Hier trägt der Maler ein wenig Licht auf, dort wird die Luminanz angehoben, und vielleicht noch an anderer Stelle der Kontrast verstärkt. Eigentlich alles so ähnlich, wie wir das später mit unseren Fotos in in der EBV machen. Am Ende steht allerdings im Fall des Malers ein in vielen Stunden entstandenes Bild, welches sicher nicht auf irgendeiner Festplatte verschimmelt, sondern hoffentlich ein schönes Plätzchen an der Wand bekommt.

– Gesehen an unserem Wochenende in Dresden –