Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Galerie Fauler Pelz hier in Überlingen, konnte ich am Sonntag eine Performance der österreichischen Künstlerin Evelyne M. Fricker fotografisch begleiten. Mit dem BSB Schiff um kurz nach zwei, kamen einige der beteiligten Künstler:innen der aktuellen Ausstellung „Über den See“ aus Österreich und brachten eine fast drei Meter hohe rosa Plüschfigur mit.
Wenig gibt den Begriff Natur besser wider, als die Symbiose zwischen Flora und Fauna. Die fleissigen Hummeln fliegen unermüdlich die Blüten von Pflanzen und Blumen an, sammeln Pollen und Nektar, fliegen zur nächsten Blüte, um Teile der eben gesammelten Pollen dort zu lassen. Damit ist die Bestäubung gesichert, die Fortpflanzung auch.
Irgendwelche Witzbolde haben im Überlinger Stadtgarten – dort wo gerade die Rosen blühen – zwei Sonnenblumen etwas entfremdet. Durch strategisches Entfernen von Sonneblumenkernen scheinen die Sonnenblumen ihrem Namen alle Ehre zu machen und grinsen um die Wette.
Zu den Rosen komme ich in einem späteren Beitrag nochmal zurück. Darin soll es dann um Blühen und Verblühen gehen, wie dicht nebeneinander die beiden Zustände liegen. Diesmal gibt es nur eine einzige Rose zu sehen, nämlich eine Seerose. Interessanterweise ist es auch die Einzige in dem kleinen Teich.
Um diesen Teich gruppieren sich auch die paar Sonnenblumen. Die beiden grinsenden Blumen sieht man schon von weitem und sie zaubern einem direkt ein Lächeln ins Gesicht. Vielen Dank an den oder die kreativen Menschen, die das ermöglicht haben.
Sterne zu fotografieren ist ja gar nicht so einfach. Mit meiner Olympus scheitere ich regelmäßig daran, irgendwas Verwertbares zu produzieren. Ganz anders das iPhone mit dem Nachtmodus. Das Titelbild habe ich von unserem Balkon schräg hoch in den Nachthimmel aufgenommen, in dem noch einzelne Wolkenfetzen hingen. Das iPhone macht dabei eine Aufname von 3 Sekunden – kann man auch verlängern – und das Ergebnis überzeugt. Selbst aus der Hand.
Lange nichts mehr impressioniert hier im Blog. Dabei gab es doch die letzten Wochen mehr Licht als erwartet, nur das Wasser ließ zu wünschen übrig. Also dass was normalerweise vom Himmel fällt. Der Bodensee ist gottseidank ordentlich gefüllt. Die Schwankungen bewegen sich im Zentimeterbereich. Allerdings ist aktuell die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen verboten. Die Felder und Wiesen sind knochentrocken. Für meine Fotos am See hatte ich mir aber prompt einen Nieseltag ausgesucht. Und Wolkengebilde am Himmel machen sich auch bei ICM Fotos gut.
Die Bilder sind am Überlinger Uferpark entstanden. Natürlich mit der Wischtechnik ICM und einer Nachbearbeitung in LrC. Setting: Olympus OM-D E-M1 III / mZuiko 12-40 / 1000ND Filter / 0.6 Sekunden bei 2.8 und ISO Low.
Eigentlich hatte ich mein Foto für die #52WochenFotoChallenge 2025 schon in Sack und Tüten, auch wenn ich noch nicht so ganz zufrieden war. Das Thema ist GRÜN und ich habe unseren Lavendelbaum vom Balkon vor den grünen Blättern des Nachbarbaumes fotografiert.
Nur die Blätter des Baums wären mir zu langweilig gewesen. Im Gegensatz zum Lila des Lavendels war aber immer noch genug GRÜN auf dem Bild, was zum Thema passt.
Heute morgen werde ich jedoch vom erschrockenen Ausruf meiner Frau geweckt: „Wir haben einen Gast!“ Noch dazu einen GRÜNEN. Und tatsächlich, oben auf der Tür zum Schlafzimmer hockt ein riesiger Heuschreck. Grasgrün und groß. Was macht ein Fotograf zuerst? Den Besucher fotografieren. Mit Kamera und Handy. Erst dann wird zur Rettung geschritten. Der Heuschreck mit Glas und Deckel eingefangen und in die Freiheit entlassen.
Und wenn einem am Tag der Challenge ein so großer grüner Gast beehrt, ist es nur recht und schlecht, wenn er auch die Titelrolle bekommt. Grüner wird es nicht.
Bereits im Juni leuchtet das Gerstenfeld am Eglisbol goldgelb vor dem dahinterliegenden blauen Bodensee. Wo wird die Gerste wohl landen, wenn der Bauer das Feld geerntet hat? Wird aus dem Getreide schlichtes aber leckeres Brot? Wird es zu Malz und damit am Ende zu einem Bier, einer leckeren Gerstenkaltschale? Oder wird es genutzt um Malzkaffee zu brauen, wer immer den auch trinken mag? Vielleicht wird sogar ein süffiger Whisky daraus.
Das Schöne an einem Gerstenfeld als Fotograf sind ja die langen Grannen, die sich im Winde bewegen. Ein Meer von gelben Halmen, immer in Bewegung, je nach Richtung und Stärke des Windes. Wenn man dann mit der Kamera etwas länger belichtet, ist es nur noch ein Rauschen auf dem Sensor. Ein weichgezeichnetes Abbild der Realität.
Ich bin ja seit kurzem „Tags im Museum„. Als Kassierer und Aufsicht in der Galerie „Fauler Pelz“ in Überlingen. Was man halt als Rentner so macht. Wir sollen ja nicht einfach so auf der faulen Haut liegen und vielleicht sogar noch angeln, oder etwas ähnlich Unnützes tun. Sagt zumindest die Regierung. Und die Wirtschaft. Also bewache ich die Kunstwerke, die vom IBC aktuell in der Ausstellung „Über den See“ zu sehen sind.
Die Geschichte von Überlingen und der Insel Reichenau ist eng mit dem Mittelalter verbunden, insbesondere mit dem Benediktinerkloster auf der Reichenau. Durch eine Urkunde des Diakon Waldo aus dem Jahr 770 (773) geht die Ersterwähnung von Überlingen als „Iburinga villa Publica“ hervor. In der Folgezeit entwickelte sich Überlingen von einem königlichen Landgut zu einer bedeutenden Reichsstadt.
Eins der bekanntesten Echos ist sicherlich das Trompetenecho an der Echowand am Königssee. Wer mal mit dem Schiff von Schönau nach St. Bartholomä fährt, kann zuhören, wie der Trompeter seine Meldodie spielt, immer mit Pausen, um dem Echo die Gelegenheit zu geben zu antworten. Also was braucht es für ein Echo? Eine Wand, bevorzugt eine Felswand. Die sehe ich zwar regelmäßig beim Blick von meinem Balkon über den See in Form der Appenzeller Alpen, aber für ein Echo sind sie dann doch etwas zu weit entfernt.