Herbstgruß

Kastanienfiguren vor dunklem Hintergrund

Wenn einem beim Spazierengehen schon die Kastanien auf den Kopf fallen, wenn man nicht schnell genug zur Seite springt, kann man sie anschließend auch auflesen, mit nach Hause nehmen und ein wenig damit herumbasteln. Die entstandenen Figuren bittet man dann in sein kleines Studio und ruft einmal laut: „SMILE“. Fertig ist der kleine Herbstgruß.

//If you’re out for a walk and the chestnuts fall on your head because you don’t jump out of the way quickly enough, you can pick them up, take them home, and tinker with them a bit. Then invite the resulting figures into your little studio and shout out „SMILE!“ Your little autumn greeting is complete.//

Musik 38/52

Ein Harfinist an der Promenade in Überlingen

„Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden“, sagte schon Wilhelm Busch. Das trifft sicher auf die ganzen U- und S-Bahnbarden in Großstädten zu, die – meistens – das selbe Lied immer wieder zum Besten geben. In Endlosschleife. Und dafür noch Geld wollen.

Der Harfinist am Überlinger Seeufer war aber eher der harmonische Musikant. Leichte Harfenklänge waberten durch die Luft, ließen die Flaneure kurz innehalten und lauschen, leicht beschwingte Traumfänger tanzten dazu. Vielleicht war er früher mal der „El Cóndor pasa“ Typ mit Panflöte, spielt jetzt aber in einer höheren Liga. Damit wird Musik dann auch nicht mehr „als störend“ empfunden, auch wenn für den Musikanten eine Panflöte sicher leichter zu transportieren wäre, als eine riesige Harfe.

Lindentraum

Hödinger Linde durch Doppelbelichtung leicht verwischt

Wie kann man das Foto eines Baumes zu etwas Mystischem verändern? Zum Beispiel mit Doppelbelichtungen in der Kamera. Man bewegt sich bei jedem Foto leicht um den Baum herum, verändert also die Sichtachse. Dadurch verliert sich die Schärfe des Baumes und es bekommt einen malerischen Touch. Das probier ich bei Gelegenheit auch mal aus.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Foto eines Baumes in Photoshop zu bearbeiten. Dazu lädt man das Foto, erzeugt Duplikate davon in den Ebenen und verschiebt jede Ebene leicht gegeneinander. Also die digitale Form der menschlichen Bewegung. Jetzt kann man die Ebenen miteinander verrechnen – da gibt es eine Menge Einstellungen – oder man reduziert die Opazität der einzelnen Ebenen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Ab hier ist es try and error. Mir hat das Ergebnis gefallen, so dass ich euch gern daran teilhaben lasse. Wir sehen hier übrigens die Hödinger Linde, ein weithin sichtbarer und markanter Punkt am westlichen Bodensee.

Apfelglück

Apfelbäume mit roten Äpfeln

Die Flure rund um Überlingen sind derzeit üppig bestückt mit Apfelbäumen, Weinstöcken und riesigen Maisfeldern. In den Apfelplantagen hängen die reifen Früchte und warten auf den Einsatz der Erntehelfer. Lange Baumreihen, gerade mal kopfhoch, beherbergen tausende von Äpfeln.

Apfelplantage
Apfelplantage
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Blutmond

Blutmond am Himmel über dem Bodensee

Nach dem Erdbeermond ist vor dem Blutmond, der ja eigentlich eine Mondfinsternis ist. Trotz Erdschatten, reicht das Licht der Sonne gerade noch aus, um den Mond etwas zu beleuchten. Wie viele andere Fotografen warte ich gegen acht Uhr mit Martin gespannt auf das Erscheinen des Mondes, der unsere Geduld allerdings auf eine lange Probe stellt.

Teleobjektiv beleuchtet vom Licht der Kamera
Auf der Suche nach dem Blutmond
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50mm – 35/52

Walter Zepf beim Eisenbiegen in Überlingen

Heute wieder mal ein technisches Thema in der 52WochenFotoChallenge. Die Standardfestbrennweite früherer Zeiten ist das 50mm Objektiv. So habe ich früher auch angefangen, als Zoomobjektive weder besonders gut, noch erschwinglich waren.

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Schattenspiel 34/52

Ein Schattenbild eines Fahrrades, fotografiert vom Radler von oben.

Ob „Moonlight Shadow“, oder „Shadows of your Love“, der Schatten kommt in der Musik sehr häufig vor. Gerade eine Website gefunden mit den 93 besten Song, die „Shadow“ im Titel haben. Wobei ja auch im Schatten immer das Böse lauert. Licht und Schatten bedingen sich gegenseitig und laden zum Spiel ein. Wer gewinnt, Gut oder Böse? Das Licht oder die Dunkelheit. Im Moment alles etwas unklar.

Für Fotografen ist Schatten natürlich ebenfalls eine gute Gelegenheit mit Licht und Schatten zu spielen. Vieles wirkt dadurch am Ende nur grafisch und am Besten noch in hartem schwarzweiss, wie in meinen beiden Aufnahmen zum Thema „Schattenspiel“.

Das Titelbild ist mit meinem iPhone 15pro während der Fahrt mit dem Rad entstanden, das andere Bild auf einem alten Industriegelände in Überlingen mit meiner Olympus.

Schönheit auf Zeit

Verblühte Rosen

Rosen öffnen sich in strahlender Pracht – und doch liegt in jeder Blüte schon der Hauch des Vergehens. Für einen kurzen Moment scheinen sie zeitlos, als könnten sie das Licht für immer festhalten. Doch ihre Schönheit ist auf Zeit, vergänglich wie der Sommer. Vielleicht liegt gerade darin ihr Zauber: im bewussten Wahrnehmen des Augenblicks, bevor die Blätter fallen.

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Letzte Waldrapprunde

Waldrapp auf dem First eines Hauses

Am letzten Wochenende wurden die Jungtiere der Überlinger Waldrappkolonie vom Waldrappteam beringt und mit Sendern versehen. Dazu muss man sie natürlich einfangen können, was in ihrer Spalte hoch oben im Katharinenfelsen nicht möglich ist.

Aber die Vögel sind bereits vor einer ganzen Weile dort ausgezogen und bereiten sich auf den Wiesen bei Leustetten auf ihre Reise in das italieneische Winterquartier vor. Dazu brauchen sie Futter, was sich dort in ausreichender Anzahl finden lässt.

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Wildes Gegacker

Haushühner

Ich merke immer wieder mal, dass die Gegend um den Bodensee doch recht ländlich geprägt ist. Es gibt eine Menge Viechzeug, was im weitesten Sinne zur bäuerlichen Diaspora gehört. Kurz vor dem Überlinger Ortsteil Andelshofen findet sich eine Art Hühnerhof, eigentlich eher eine große Hühnerwiese. Eine Sorte der Hühnerhaltung, wo auf den Eierpackungen eine 1 zu finden wäre. Vielleicht sogar eine 0, falls es noch Biohühner sind, was ich aber von außen nicht erkennen kann.

Ich habe mein Fahrrad am Zaun kaum abgestellt, als alle Hühner auf mich zugerannt kommen. Anscheinend triggert eine Bewegung am Zaun frisches Futter. Da ich aber nur meine Kamera dabei habe, verliert sich das Interesse schnell und die Hühner gehen ihrer normalen Beschäftigung nach. Rumliegen, hektisch rumrennen, oder im Gras nach was zu Essen picken.

Ein stolzer Hahn der die Aufsicht über seine zahlreichen Hennen hat, darf natürlich auf der Hühnerwiese nicht fehlen. Mit aufgerichtetem Kamm hat er alles im Blick, auf dass nichts die Hühnerhofidylle störe. Mache ich natürlich nicht. Mit dem 600er Tele (VF) und meiner Olympus bleibe ich auf Abstand. Das Ergebnis sind ein paar schöne Bilder von Hahn und Hühnern, denen ich den letzten Fotoschliff mittels Lightroom verpasse. Schön hier.