
Das „Milch und Zucker“ haben wir erst spät für uns entdeckt, die Warschauer Straße ist nicht unbedingt ein kuscheliger Ort zum Kaffeetrinken. Aber der leckere, selbstgemachte Kuchen, oder die knallbunten Smoothies, machen das alles wett. Man kann sogar auf kleinen orangenen Stühlchen draußen sitzen, befindet sich aber dann auf Auspuffhöhe der vorbeifahrenden Autos, von denen es hier nicht wenige gibt. Drin kann man auch gut sitzen, doch sind die Tische oft von MacBooks belegt, vor denen junge Leute sitzen und arbeiten. Zumindest hat es den Anschein 🙂
Bauarbeiter – Polaroid Series #15
Bin ja kein Freund von irgendwelchen „Challenges“ und konnte mich auch erfolgreich davor drücken mir Eiswasser über den Kopf zu schütten. Netterweise würde ich erst gar nicht nominiert, sollte mir vielleicht zu denken geben 🙂
Seit kurzem läuft aber eine Challenge, bei der man aufgefordert wird, 5 Tage lang jeweils ein S/W Foto zu posten – natürlich in Facebook, wo sonst – und jedesmal einen anderen zu nominieren. Das mit den Fotos finde ich ganz gut, gibt einem so ein wenig Antrieb frische Fotos zu machen (Aus dem Archiv nehmen ist feige… :), das mit dem nominieren finde ich ein wenig anstrengend. Eine Nomination nach Abschluss der Serie hätte auch gereicht.
Ich verbinde die #bwchallenge nun mit meinem Blog und der #polaroidseries. So gebe ich mir noch ein wenig mehr Mühe und ihr habt auch was davon.
Der Bierpinsel

Anfang des Jahres haben sich in Berlin ein paar Fotoverrückte zusammengefunden, die eines vereint: Die Kameramarke. Alle benutzen Digitalkameras von Olympus, in der Regel die neuen, die „mit ohne Spiegel“. Daraus entstand nun der Berliner Oly-Stammtisch. Beim Treffen in dieser Woche gab es neben Foto-Smalltalk auch die Ergebnisse der beim letzten Mal gestellten Aufgabe zu präsentieren. Es galt den „Bierpinsel“ – laut Wikipedia „ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau nebst Treppenturm“ in Steglitz in Szene zu setzen. Das ist ein architektonisch ziemlich interessantes Bauwerk, gleichzeitig ist es aber auch ziemlich schräg. Wie ein aus dem Himmel gefallenes außerirdisches Artefakt reckt es sich von der Schlossstraße aus neben einer Hochstraße in die Höhe. Weiterlesen „Der Bierpinsel“
Neue Heimat

Den „neusten heißen Scheiß“ kann man seit ein paar Wochen in Friedrichshain besichtigen. Im RAW an der Revaler Straße gibt es in der „Neuen Heimat“ an jedem Sonntag von 12 – 22 Uhr einen Foodcourt mit wechselnden Anbietern. Burger neben Spätzle, Bruschettas neben veganen Glückstellern. Im Freibereich bruzzeln Whiskeyrippchen. Dazu Weine oder klassisches Bier. Straßenmusiker, Performances und Theaterdarbietungen runden das Angebot ab.

Eine echte Alternative zum Bruncheinerlei des klassischen Sonntagvormittags. Die meisten Gerichte liegen im fünf Eurobereich, die Portionen sind allerdings auch nicht sehr groß, reichen aber völlig aus. So langt es noch für ein leckeres Stück Bananenbrotkuchen und einen Espresso. Das Publikum ist gemischt, meist jung, aber auch Einheimische sind unter den Gästen. Die meisten laufen noch neugierigen Blickes durch die beiden Hallen, das Angebot ist noch recht frisch. Noch keine Hinweise im Lonely Planet, das Ganze etwas versteckt am Ende des RAW Geländes. Vielleicht bleibt es ja noch eine Weile so. Dem RAW Gelände tut es sicher gut.

Baustellenwerbung
Wäre ja fast wieder eine Idee für ein kleines Projekt, regelmäßig ein Bild von dieser Position, aktuell mit Baustelle an der Warschauer Strasse, aber irgendwie halte ich das ja nie so recht durch. Mein „Berlin from the ground“ braucht auch dringend Nachschub. Ich komme aber auch zu nichts mehr. Woran liegt das nur? Muss mal wieder Prioritäten setzen. Weniger arbeiten und am Wochenende mal wieder raus in die Stadt. Chakka.
Neuer deutscher Kummer

Eigentlich wolle ich am Samstagmorgen das Wikingerschiff „Havhingsten fra Glendalough“ fotografieren, was gegen zehn Uhr gemächlich die Spree in Richtung Oberbaumbrücke herunterruderte. Mitten auf der Brücke, unter den roten Backsteinbögen, drehte sich aber gleichzeitig eine junge Frau, verkleidet als Clown, zu Musik die irgendwo aus einem Lautsprecher kam. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Ganze als Videodreh (meine Vermutung) zu einem Musikstück. Melancholisch lief die Musik, passend zum langsamen Rudertakt der „Wikinger“, und wie ein träumender Clown in der Manege drehte sich „Raffete“ um sich selbst. Das ist der Name der Künstlerin, wie ich später im Netz herausfinden konnte. Da man Gelegenheiten nutzen muss, wenn sie sich einem bieten, nutzte ich sie für ein paar Fotos der Sängerin. Getreu ihrem eigenen Motto: „… den Soundtrack zu deinem Schwarzweißfilm“ zu liefern, habe ich die Kamera flugs auf schwarzweiss gestellt und ein paar Stills „gestohlen“. Wer braucht schon Wikinger.
Schöner Wohnen in Friedrichshain

Gemütliche Polstersessel entlang des Bürgersteigs, Klamotten hängen zum Trocknen auf den Ästen des Mirabellenbaums, ein Kinderwagen dient zur Aufbewahrung der Habseligkeiten: Gemütlichkeit in der Punker- und Trinkerszene an der Warschauer Brücke in Friedrichshain. Immer neue Möbelkreationen tauchen dort auf und verschwinden genauso schnell wieder.
Der kleine „Park“ dient schon lange als Aufenthaltsort für die Szene, bietet er doch eine gute Gelegenheit an Geld zu kommen. Die vielen Pendler und Besucher lassen hin und wieder Geldstücke in die bereitstehenden Becher fallen, es reicht dann allemal für eine neue Runde „Sterni“. Mit dem Umbau des Bahnhofs soll an dieser Stelle vermutlich ein großer Bike&Ride Platz entstehen. Das wäre sicher das Ende der „Gemütlichkeit“.





