Heute Türchen Nummer 7 – Platte mit Kaugummis – Foto: h|b
Obwohl unser Kiez fast komplett durchgentrifiziert ist, widersetzt sich eine Straße allen Bemühungen: Die Marchlewskistrasse. Dort wo am Anfang die Galerie auf Fotoenthusiasten wartet (Türchen #4) und weiter unten meine Lieblingskneipe (Türchen #12) reiht sich auf einer Seite Platte an Platte. Nicht so die klassische Platte, sondern schön verklinkert, oder verblendet, so genau sieht man das nicht. Immerhin noch eine Menge Wohnungen, die auch sozial Schwächeren noch das Wohnen innerhalb des S-Bahn-Rings ermöglicht.
Heute haben wir mal eine geöffnete Tür, in der vielleicht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits der Nikolaus hineingehuscht ist. Wer es etwas besinnlicher mag, stattet der um die Ecke liegenden Zwinglikirche einen Besuch ab. Einen Pfarrer wird man allerdings vergeblich suchen, die Kirche wird für kulturelle Zwecke genutzt. Für hippe Kneipengänger hat die „Glühlampe“ ab 16 Uhr geöffnet. Die ehemalige Arbeiterkneipe im Rudolfkiez hat auch ein Herz für Exilhessen, werden doch mit Vorliebe Spiele mit Beteiligung der Eintracht Frankfurt gezeigt. Müsste ich ja direkt mal hin 😉
Heute Türchen Nummer 5 – Mit Selbstreinigung – Foto: h|b
Eine der wichtigsten Einrichtungen in Berlin sind die „Citytoiletten“. Leider scheinen sie aber nie dort zu sein wo man sie braucht. Manche olfaktorischen Angriffe auf die Nase legen das zumindest nahe. Wenn man diese Toiletten betrifft, lebt man ja immer ein wenig in der Angst, dass die automatische Säuberung bereits beginnt, solange man das „Örtchen“ noch benutzt. Unserem kleinen Park vor der Tür, tut das Häuschen auf jeden Fall gut.
Heute Türchen Nummer 4 – Aktuell: OSTKREUZ CROSSROADS – People Of(f) FhainXberg – Foto: h|b
Die Fotogalerie Friedrichshain gehört zu meinen regelmäßigen Zielen, ist sie doch eine tragende Säule der Präsenz des Kulturrings in Friedrichshain-Kreuzberg. Laut Selbstbeschreibung…
„…gibt sie den Künstlern großzügige Ausstellungsmöglichkeiten sowie Gelegenheiten des Dialogs und Erfahrungsaustauschs, den Berlinern und ihren Gästen bieten sich weit beachtete Ausstellungs-Events.“
Das kann ich nur bestätigen. Die Vernissagen sind regelmäßig gut besucht und die ausgestellten Arbeiten zeigen die hohe Kunst der Fotografie. Die aktuelle Austellung zeigt „People Of(f) FhainXberg“. Die Galerie ist geöffnet Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr.
Heute Türchen Nummer 3 – Für mutige Sangeskünstler – Foto: h|b
Wer den Sommer und die Karaokepartys im Mauerpark vermisst kann natürlich zu jederzeit im Monster Ronson’s Ichiban Karaoke seine Sangeskünste unter Beweis stellen. Übrigens wurde die Karaokebar am 1. Dezember 10 Jahre alt. Noch ein Grund mehr zum feiern und singen.
Ich bin mir ja nie so sicher, ob es ein globales Berliner Problem ist, oder vielleicht nur auf die „wilden“ Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg begrenzt, oder gar ein Gesamtgesellschaftliches. Jede frei verfügbare Fläche wird zugeklebt und zugetaggt. Die Laternen entlang der Warschauer-Strasse haben Plakatmäntelchen um, die teilweise einen halben Meter ausmachen. Immerhin frieren sie jetzt nicht bei der Eiseskälte.
Heute Türchen Nummer 1 – Das Tor zum Hof – Foto: h|b
Beim gestrigen Spaziergang durch den Kiez hatte ich die spontane Idee, doch die nächsten 24 Tage einen Adventskalender der speziellen Art für meinen Blog zu machen. Daher gibt es nun jeden Tag ein Türchen aus meinem Friedrichshainer Kiez, welches ihr euch anschauen könnt. Viel Spaß.
Seit Dienstag wird die „Mauer“ in Berlin wieder aufgebaut. Diesmal allerdings nicht mit unüberwindbarem Beton, sondern mit filigranen Lichtstelen. Die Aktion „Lichtgrenze“ wird 8000 Segmente wie auf dem Bild zu sehen, entlang der innerstädtischen, ehemaligen Grenze aufstellen. Startpunkt ist die Bornholmer Brücke, Ende an der Eastsidegallery.
Dort wo jetzt noch Plastetüten Schutz bieten, werden dann beleuchtete Ballons ab Freitag Abend den Grenzverlauf jeden Abend illuminieren. Sonntag Abend um 19 Uhr dann der Höhepunkt: 8000 Ballonpaten werden an „ihrer“ Stele den Ballon fliegen lassen. An jedem Ballon wird dann ein kleines Kärtchen mit einer persönlichen Geschichte zum Mauerfall hängen.
Flashback: Wer sich vielleicht erinnern kann, es gab auch zum 20-jährigen Jubiläum eine spektakuläre Aktion. Vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor wurden Mauersegmente aus Holz und Bespannung aufgestellt, die am Abend des 9. November wie Dominosteine zum Fallen gebracht wurden. Den Anstoß gab damals Lech Walesa.
Die Mauer als Dominosteine zum Jubiläum 2009 – Foto: h|b
Die Auswahl des besten Bildes mittels Textmarker auf dem Kontaktbogen – Foto: h|b
Die Qual der Wahl hatte der Fotograf schon immer. Welches der geschossenen Fotos verdient es das „Licht der Welt“ zu erblicken? In der Zeitung, in den Agenturen, im Blog, in einer Ausstellung, wo auch immer. In der guten, alten analogen Zeit ließ man sich von jedem Film sogenannte Kontaktabzüge herstellen. Alle 36 Bilder auf einem Bogen zur Ansicht. Jetzt konnte der Fotograf mit der Lupe die einzelnen Bilder betrachten und sich – hoffentlich – für das Richtige entscheiden. Weiterlesen „Kontaktabzüge“
Traum in Beton, der Bierpinsel in Steglitz – Foto: h|b
Anfang des Jahres haben sich in Berlin ein paar Fotoverrückte zusammengefunden, die eines vereint: Die Kameramarke. Alle benutzen Digitalkameras von Olympus, in der Regel die neuen, die „mit ohne Spiegel“. Daraus entstand nun der Berliner Oly-Stammtisch. Beim Treffen in dieser Woche gab es neben Foto-Smalltalk auch die Ergebnisse der beim letzten Mal gestellten Aufgabe zu präsentieren. Es galt den „Bierpinsel“ – laut Wikipedia „ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau nebst Treppenturm“ in Steglitz in Szene zu setzen. Das ist ein architektonisch ziemlich interessantes Bauwerk, gleichzeitig ist es aber auch ziemlich schräg. Wie ein aus dem Himmel gefallenes außerirdisches Artefakt reckt es sich von der Schlossstraße aus neben einer Hochstraße in die Höhe. Weiterlesen „Der Bierpinsel“