Hohe Berge

Kirchturm im Reschensee/Italien

Wenn es ja in Berlin an einem mangelt, dann sind das Berge. Und komm mir jetzt keiner mit Kreuz-, Müggel- oder Teufelsberg. Echte Berge beginnen bei 2000 Meter. Besser mehr. Wir bewegen uns grad mit unserem Wohnmobil durch Österreich und Italien, mitten durch die Alpen. DAS sind Berge.

Gestern saßen wir auf der Wiesbadener Hütte auf 2443 Metern Höhe, mit Blick auf den Gletscher des Piz Buin auf rund 3.300 Meter. Heute haben wir auf der Fahrt über den Reschenpass nach Meran, den mit Eis und Schnee bedeckten „Hohen Ortler“ mit knapp 3.900 Metern rechts liegen gelassen.  Die nächsten Gipfel liegen immer nur einen Blick voraus. Herrlich.

Sonnenfänger

Kind im Schattenriss fängt die Abendsonne

Am Wochenende haben wir versucht die Sonne zu fangen. Wir haben extra bis zum Abend gewartet, erschien uns das einfangen doch sehr viel einfacher, da man sich nicht mehr so leicht die Finger verbrennen konnte. Leider ist sie uns trotzdem immer wieder durch die Finger gerutscht, bis sie gänzlich ins Wasser eingetaucht ist. Das nächste Mal versuchen wir es mit dem Mond, der ist bestimmt viel kühler.

Lichter über den Wassern

Nachtaufnahme von Schiffen mit Lichtstrahlen auf der Spree

Bereits zum fünften Mal bewegt sich in diesem Jahr die „Aquarella“ über die Spree durch Berlin. Schon von weitem sieht man die bunten Strahlenfinger der Boote, die – wie Flaklichter auf der Suche nach dem Feind – durch den Nachthimmel tanzen. Zum Abschluss gibt es dann noch ein knalliges Feuerwerk in Friedrichshain. Wer es verpasst hat, kann noch am Wochenende vom 28. auf den 29. August mitfahren, oder das Spektakel vom Ufer aus erleben.

Teenies und Touristen

Passanten auf einer Treppe mit Papiertüten von Primark

Wer ein T-Shirt für zwei Euro kauft, muss wissen, dass jemand anderes den Preis dafür bezahlen muss.“ – Hubertus Thiermeyer, Landesfachbereichsleiter Handel der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft in Bayern.

In Berlin am Alex sind die großen, braunen Tüten der irischen Bekleidungskette Primark inzwischen Teil des Stadtbildes wie Punker und Gaudihütten. Was früher die H&M Kunststofftüte war ist heute der große Papiersack. Meist gut gefüllt, mit allem was sich von der Stange für wenig Geld mitnehmen lässt. Sicher kein „Fair Trade“, sondern eher billig produziert in Bangladesh und anderswo.

Daher ist die bevorzugte Käuferschicht eher in der Taschengeldgeneration zu finden, neben Touristen, die hier nach modischen Schnäppchen für zu Hause suchen. So wie es aussieht ist der Kampf um die besten Stücke in den – meist – mehreren 1000qm großen Geschäften auch so anstrengend, dass man sich danach erstmal ausruhen muss.

Flaschensammler

Mann steckt in einem Loch in der Erde

Im ersten Moment war ich etwas verwirrt und dachte es wäre ein Tiefbaufacharbeiter. Behände öffnete er mit einem entsprechenden Schlüssel ein Klappe im Boden unweit vom Berliner Fernsehturm und steckte seinen Kopf hinein. Aber weit gefehlt, es handelt sich nur um eine weitere Stufe der Professionalisierung der Gilde der Berliner Flaschensammler. Das sie in Papierkörbe leuchten, mit extra angefertigten Zangen die Inhalte derselben durchsuchen, das kannte ich schon. Aber dass sie sogar Zugriff auf die unterirdischen Papierkörbe haben – von denen ich bis dato gar nicht wusste, dass es sie gibt – das war sogar für mich neu. Eine kreative Branche.

Schatten im Blick

Ein Pumaweibchen unter einem Felsen

Sie lauert. Sie weiß das ich da draussen bin. Sie kann mich sehen. Wir können uns beide sehen und wissen nicht was passieren könnte, würde uns nicht ein stabiles Gitter voneinander trennt. Ist sie hungrig? Sehe ich aus wie etwas zu essen? Weiß sie überhaupt wie man lebendes Essen schlagen müsste? Den Kampf ums Überleben. Jeden Tag aufs Neue. Hier ist alles anders. Das Essen wird jeden Tag gebracht. Danach entweder Siesta, oder endloses spuren am Käfigrand entlang. Die kurzen Wege sind bereits ausgetreten. Wir trennen uns. Die Spannung verfliegt.

Temporäre Baulücke

Bus fährt an Baustelle vorbei
Gebäudeensemble am Bahnhof Zoo in Berlin (abgerissen)
Schmuddelecke am Bahnhof Zoo – Foto: h|b

Knapp 4 Monate liegen zwischen den beiden Bildern. Während im März gerade die Absperrungen für den bevorstehenden Abriss der beiden Gebäude in der Joachimsthaler aufgestellt wurden und die schmuddelige Ladenpassage bereits kleinen Baggern zum Opfer gefallen war, ist seit ein paar Wochen der freie Blick zum Bahnhof Zoo möglich.

Das wird natürlich nicht so bleiben, ist doch die City West gerade in einem architektonischen Aufschwung. Neben dem Waldorf Astoria, dem neuen „Bikini-Haus“ und dem gerade entstehenden „Upper West“ wird hier ein sechsgeschossiges Geschäftshaus entstehen und die Runderneuerung der Gegend um den Bahnhof Zoo vorantreiben. Mit der Umgestaltung des Hardenbergplatzes und der Wiedereröffnung der Zoo-Terrassen sind weitere Schritte geplant, um das Schmuddelimage rund um den Bahnhof Zoo loszuwerden. Es darf wieder flaniert werden.

Wake the City

Wakeboarder dreht Schraube

Am Wochenende gibt es wieder mal einen neuen Abenteuerspielplatz in Berlin. Auf dem RAW Gelände in Friedrichshain findet die „Wake the City“ Tour von Jever Fun statt. Direkt neben dem Foodcourt der „Neuen Heimat“ ist ein 70 x 22 Meter großes Bassin aufgebaut, in dem sich Anfanger und Cracks über eine Schleppleine übers Wasser ziehen lassen können. Für die Profis unter den Wakeboardern stehen eine Schanze und Rohre als Parcours zur Verfügung. Ab 17 Uhr heute Abend läuft der Contest, unter anderem mit dem Weltmeister von 2011 Dominik Gührs.

Hier ein paar Eindrücke von der heutigen Veranstaltung …

Puttenalarm

Klsoter neuzelle spiegelt sich in Seerosenteich

Auf der Rückfahrt unserer 3-Seentour machen wir einen Abstecher zum Stift Neuzelle. Wir waren dort schon einmal mit dem Motorrad, wollen uns das aber jetzt noch mal in Ruhe und ohne dicke Motorradklamotten anschauen. Vorher stärken wir uns in der – direkt vor dem Kloster liegenden – Klosterklause. Es gibt dort so leckere Sachen wie den „Schlaubetalteller“ oder „Neuzeller Schwarzbierbraten“. Allerdings haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Oder besser: Ohne die Bedienung. Weiterlesen „Puttenalarm“

Partynacht am See

Drei Männer baden im See

Der letzte See ist dann doch schon etwas weiter weg von Berlin, gut zweidrittel des Weges nach Dresden. Dort, direkt am Ufer des Senftenberger Sees, gibt es allerdings einen sehr schön ausgebauten Stellplatz für rund 20 Wohnmobile. Die Platzwirtin hat noch ein Plätzchen für uns und begrüßt uns mit einem launigen „Naaamd, ick wills nur jleich saachen, hier is heut Abend Paaarty“. Kurzer Blick in die Runde, nichts zu sehen. Wir antworten: „Keen Problem, wir kommen aus Friedrichshain“.

Das „…heute Abend Party…“ entpuppt sich allerdings dann als Mega Strandparty und lässt unser Wohnmobil im Takt der wummernden Bässe bis drei Uhr in der Nacht vibrieren. Au weia. Als erfahrener Wohnmobilist hat man zwar für solche Fälle Oropax dabei, aber bei 100 Meter Luftlinie zwischen Boxen und Stellplatz – etwas geschützt durch einen dazwischenliegenden Hügel mit Baumbewuchs – hilft das nur eingeschränkt. Zur Belohnung hängen am nächsten Tag frische – noch leicht warme – Brötchen am Wohnmobil. Bei unserem nächsten Besuch bringen wir noch die Fahrräder und Badesachen mit, perfekt für ein langes – und dann hoffentlich erholsames – Wochenende.

Dramatischer Wolkenhimmel spiegelt sich in See
Abendstimmung in Senftenberg – Foto: h|b