Bei unserer letzten Kreuzfahrt im November – die ja eigentlich in den Süden ging – haben wir vorher noch einen kleinen Abstecher nach Norden gemacht. Von Warnemünde ging es über den Kattegat und den Skagerrak zuerst nach Kristiansand in Norwegen. Da sind wir auch schon ein paar mal mit der Fähre und unserem Wohnmobil gewesen, also eigentlich haben wir nichts Neues zu erwarten.
Es gibt jemanden hier in Überlingen, der sich richtig Mühe gibt, um solche Kunstwerke am Ufer des Überlinger Sees zu erschaffen. Wohl wissend, dass sie nur temporär sein werden. Das nächste übermütige Kind, oder der nächste frustrierte Erwachsene werden ihre Freude daran haben, das filigrane Steingebilde zu zerstören. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich bald wieder solch ein Foto aufnehmen kann und ich mich – wie viele andere Spaziergänger auch – an der Kunst des Zen erfreuen werde.
Noch kann man die Dahlienkönigin auf der Insel Mainau wählen und sich an der Farbenpracht erfreuen, da buhlt schon die nächste Blume um die Aufmerksamkeit der Besucher: Die Chrysantheme. Nicht ganz so opulent wie die Dahlie mit ihren teilweise riesengroßen Blüten, aber auch farblich ansprechend und etwas für jeden Balkon.
Bei jedem Besuch der Insel Mainau- bisher waren es sieben Mal – gehen wir auch am neu angelegten Seerosenteich vorbei, immer in der Erwartung, dass – neben den fetten Fischen – sich auch endlich die Seerosen zeigen. Beim letzten Mal war es dann soweit, alles voller weißer und rosafarbener Seerosen. Mir schwebte so eine Art Monetbild vor. Der hat ja ne Menge Seerosen gemalt, oft noch mit einer kleinen Brücke im Hintergrund. Eine Brücke gibt es auf der Mainau zwar auch, aber nicht ganz so malerisch. Daher heute nur Seerosen mit einem leichten Monettouch. Den richtigen Filter für seine Art des Malens habe ich nicht gefunden, daher musste ein wenig Ölfarbenfilter in Photoshop herhalten.
Aktuell hat uns der Sommer hier am Bodensee voll im Griff. Bei Temperaturen über 30 Grad muss man seine Freizeitaktivitäten geschickt planen. Eine Bootsfahrt – auch wenn sie nur eine gute halbe Stunde dauert – bringt dank der Seekühle und leichtem Fahrtwind die erste Erleichterung auf dem Weg zur Insel Mainau.
„Sonnenblumen, die stillen Gesichter des Sommers, stehen stolz auf endlosen Feldern, ihre goldenen Köpfe dem Himmelslicht entgegengewandt. Sie sind die leuchtenden Kronen der Natur, majestätisch und doch bescheiden, ein Symbol für Hoffnung und Wärme.“
Auf der Seebühne Bregenz ist der Vollmond bereits aufgegangen, bei uns dauert es noch zwei Tage. Ist heute auch Sommeranfang, sprich die Sommersonnenwende, sieht es auf der schnee- und eisbedeckten Bühne am Rande des Bodensees eher trist und dystopisch aus. Windschiefe Hütten, ein Pferdegerippe im Wasser in dem auch eine silberne Schlange lauert. Schräges Setting, was nicht überall Anklang findet.
In der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es irgendwie um den Jägersbursche Max der Agathe heiraten will. Dabei muss man schießen und treffen, sonst wird das nix, der sogenannte „Probeschuss“. Dann kommt noch ein Teufel ins Spiel der mit einem Kaspar einen Bund eingegangen ist. Mehr dazu in aller Kürze ist hier nachzulesen. Am Ende wird aber scheinbar alles gut. Dank eines Eremiten.
Am letzten Clubabend des Fotoclubs in Uhldingen haben wir eine Aufgabe bekommen. Nach einer kurzen Einführung zur kreativen Fotografie, wie geht man am Besten an ein Thema heran, durfte sich jede:r ein braunes Ei schnappen und hatte dann eine Stunde Zeit zwei Fotos zu schießen. Also man konnte schon mehr Aufnahmen machen, aber Ziel war am Ende zwei Fotos zu präsentieren.
„Mit Gemälden, die stimmungsvolle Sonnenuntergänge zeigen, nebelverhangene Gebirge und einsam betende Mönche wird Caspar David Friedrich nach 1810 zum berühmtesten Maler der deutschen Romantik. Dabei geht es dem Greifswalder weniger darum, was auf der Leinwand zu sehen ist, sondern vor allem um die Emotionen, die seine Werke auslösen. Sie sollen den Menschen tiefe Ehrfurcht vor dem Göttlichen lehren.“
Diese Woche hatten wir Nordlichter (schlecht zu fotografieren) dräuende Wolkenwände mit Blitz und Donner (Titelbild) aber auch sehr schöne Tage zum Radfahren. Und natürlich immer die Gelegenheit, ein wenig mit der Kamera zu spielen. Alle Bilder dieses Beitrages sind „#iPhoneonly“. Der Titel spielt wieder mit ICM, auf gut deutsch, dem Bewegen der Kamera während der Aufnahme und einem Preset in LR mobile.