Am Ende des Jahres geht es im Fotoclub Überlingen daran, den oder die Sieger auf der Weihnachtsfeier zu küren, die beim Jahresthema oder den Quartalsthemen gewonnen haben. Das Jahresthema hieß diesesmal „Tiere im Zoo“ und wenn ich etwas in ausreichender Zahl auf meiner Festplatte liegen habe, dann auf jeden Fall Fotos zu diesem Thema. Zoo und Tierpark in Berlin hatten über die Jahre genug Motive für mich und meine Kamera parat.
Um im Rahmen unserer Kreuzfahrt nicht wieder von Zeebrügge nach Brügge zu fahren, wo wir schon ein paar mal waren, haben wir uns diesmal dazu entschlossen mit der Straßenbahn zu fahren. Noch dazu mit der längsten Straßenbahn der Welt. Die Küstenstraßenbahn (Kusttram) fährt 68 Haltestellen zwischen De Panne und Knokke-Heist an. Das Fahrzeug schlechthin also, um die flämischen Küste bequem vom Sitz aus zu bewundern. Sie ist mit ihren 67 Kilometern die längste Straßenbahnlinie der Welt. Nirgendwo anders kann man ohne Umsteigen so lange mit einer Straßenbahn fahren.
Bei unserer letzten Kreuzfahrt im November – die ja eigentlich in den Süden ging – haben wir vorher noch einen kleinen Abstecher nach Norden gemacht. Von Warnemünde ging es über den Kattegat und den Skagerrak zuerst nach Kristiansand in Norwegen. Da sind wir auch schon ein paar mal mit der Fähre und unserem Wohnmobil gewesen, also eigentlich haben wir nichts Neues zu erwarten.
Es gibt jemanden hier in Überlingen, der sich richtig Mühe gibt, um solche Kunstwerke am Ufer des Überlinger Sees zu erschaffen. Wohl wissend, dass sie nur temporär sein werden. Das nächste übermütige Kind, oder der nächste frustrierte Erwachsene werden ihre Freude daran haben, das filigrane Steingebilde zu zerstören. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich bald wieder solch ein Foto aufnehmen kann und ich mich – wie viele andere Spaziergänger auch – an der Kunst des Zen erfreuen werde.
Noch kann man die Dahlienkönigin auf der Insel Mainau wählen und sich an der Farbenpracht erfreuen, da buhlt schon die nächste Blume um die Aufmerksamkeit der Besucher: Die Chrysantheme. Nicht ganz so opulent wie die Dahlie mit ihren teilweise riesengroßen Blüten, aber auch farblich ansprechend und etwas für jeden Balkon.
Bei jedem Besuch der Insel Mainau- bisher waren es sieben Mal – gehen wir auch am neu angelegten Seerosenteich vorbei, immer in der Erwartung, dass – neben den fetten Fischen – sich auch endlich die Seerosen zeigen. Beim letzten Mal war es dann soweit, alles voller weißer und rosafarbener Seerosen. Mir schwebte so eine Art Monetbild vor. Der hat ja ne Menge Seerosen gemalt, oft noch mit einer kleinen Brücke im Hintergrund. Eine Brücke gibt es auf der Mainau zwar auch, aber nicht ganz so malerisch. Daher heute nur Seerosen mit einem leichten Monettouch. Den richtigen Filter für seine Art des Malens habe ich nicht gefunden, daher musste ein wenig Ölfarbenfilter in Photoshop herhalten.
Aktuell hat uns der Sommer hier am Bodensee voll im Griff. Bei Temperaturen über 30 Grad muss man seine Freizeitaktivitäten geschickt planen. Eine Bootsfahrt – auch wenn sie nur eine gute halbe Stunde dauert – bringt dank der Seekühle und leichtem Fahrtwind die erste Erleichterung auf dem Weg zur Insel Mainau.
„Sonnenblumen, die stillen Gesichter des Sommers, stehen stolz auf endlosen Feldern, ihre goldenen Köpfe dem Himmelslicht entgegengewandt. Sie sind die leuchtenden Kronen der Natur, majestätisch und doch bescheiden, ein Symbol für Hoffnung und Wärme.“
Auf der Seebühne Bregenz ist der Vollmond bereits aufgegangen, bei uns dauert es noch zwei Tage. Ist heute auch Sommeranfang, sprich die Sommersonnenwende, sieht es auf der schnee- und eisbedeckten Bühne am Rande des Bodensees eher trist und dystopisch aus. Windschiefe Hütten, ein Pferdegerippe im Wasser in dem auch eine silberne Schlange lauert. Schräges Setting, was nicht überall Anklang findet.
In der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber geht es irgendwie um den Jägersbursche Max der Agathe heiraten will. Dabei muss man schießen und treffen, sonst wird das nix, der sogenannte „Probeschuss“. Dann kommt noch ein Teufel ins Spiel der mit einem Kaspar einen Bund eingegangen ist. Mehr dazu in aller Kürze ist hier nachzulesen. Am Ende wird aber scheinbar alles gut. Dank eines Eremiten.
Am letzten Clubabend des Fotoclubs in Uhldingen haben wir eine Aufgabe bekommen. Nach einer kurzen Einführung zur kreativen Fotografie, wie geht man am Besten an ein Thema heran, durfte sich jede:r ein braunes Ei schnappen und hatte dann eine Stunde Zeit zwei Fotos zu schießen. Also man konnte schon mehr Aufnahmen machen, aber Ziel war am Ende zwei Fotos zu präsentieren.