Dekagon

Was hier aussieht wie größere Installationsarbeiten in der Ruine der Klosterkirche, handelt sich in Wirklichkeit um eine Rauminstallation von Luc Wolff. In der Pressemappe zur Ausstellung findet sich der folgende Text über den Künstler:

„In seinen temporär angelegten Arbeiten untersucht Wolff die Grenzen etablierter Lebensräume. Er geht auf vorgefundene Orte ein und verändert diese auf eine leise, unspektakuläre Weise, meist mit einfachen, alltäglichen Mitteln. Durch das subtile Markieren augenfälliger Raumgrenzen im Kontext funktionaler Architektur verweist Wolff auf das Ausgegrenzte. Vermeintlich isolierte, fest definierte Orte werden nicht mehr als solche wahrgenommen.“ Weiterlesen „Dekagon“

Die Wölfe sind zurueck

Was passiert, wenn die Formen der Ordnung und des Zusammenhalts zerbrechen und Fremdenfeindlichkeit sich wie ein Virus ausbreitet? Wenn moralisch-ethische Regeln ihre Gültigkeit verlieren und die Gesellschaft zunehmend von Angst, Gewalt und Verrohung geprägt wird? Wenn blinder Nationalismus sich breitmacht? Wenn Menschen aus der Enge der eigenen Lebensverhältnisse eine Sichtweise entwickeln wie Kaninchen im Stall? Wenn Staaten, der inneren Verrohung folgend, auch nach außen aufrüsten und aggressivere Töne anschlagen würden? Was also passiert, wenn der Mensch des Menschen Wolf wird?  Weiterlesen „Die Wölfe sind zurueck“

Blechbüchsenarmee

Die Müllmänner (Trash People) vom Aktionskünstler HA Schult wandern bereits seit 20 Jahren um die Welt. Sie haben die Pyramiden von Gizeh gesehen, standen auf der chinesischen Mauer, und bildeten als „Matterhorn People“ eine grandiose Kulisse am „Stellisee“. Sie mahnen zu Umweltschutz und nachhaltigem Umgang mit der Natur, symbolisieren die Ausgegrenzten und Ausgebeuteten dieser Welt und sind aus Blechdosen und anderem Zivilisationsmüll zusammengebaut.

Müllmänner in der Grube - Foto: h|b
Müllmänner in der Grube – Foto: h|b

200 der lebensgroßen Figuren standen für dieses Wochenende in der Baugrube zum Schinkelplatz-Wohnquartier direkt neben der Friedrichswerderschen Kirche.  Die Baugrube neben der letzten noch ganz erhaltenen Schinkel-Kirche steht unter besonderer Beobachtung, weil der Bau von Luxuswohnungen auf der anderen Seite zu bleibenden Schäden an dem neugotischen Gebäude geführt hat.