Meerjungfrau

Spiegelfigur in Zingst in der untergehenden Sonne

Teile des Waldes und des Strandes spiegeln sich im Spiegelbild der kleinen Meerjungfrau von Zingst, während im Hintergrund langsam die Sonne im Meer versinkt. Viel zu schnell gingen die Tage hier in Zingst rum, morgen geht es – mit vielen Eindrücken und Bildern im Kopf und auf der Speicherkarte – wieder zurück ins heimatliche Berlin. Immerhin soll der Sommer dort weitergehen, fehlt nur die Ostsee. Was definitiv nicht fehlen wird: Nervige, blutsaugende Schnaken, die abends den Aufenthalt im Freien fast unmöglich machen. 

Tequilawolke

Im Rahmen der ITB findet man auf dem RAW Gelände in Berlin Friedrichshain eine hochprozentige Kunstinstallation. Mexiko hat in der „Urban Spree Gallery“ eine Wolkeninstallation – stilecht sogar mit Gewitter – geschaffen, aus der es echten Tequila regnet. Man hält seinen Becher einfach unter die Wolke und mit etwas Geduld setzt sich der Tequila Nebel im Glas ab. Für alle die nicht so lange warten wollen, gibt es einen kleinen Zapfhahn. Der Eintritt ist frei, Tequila gibt es noch bis morgen Abend. ¡a vuestra salud!

Es regnet Teqila – Foto: h|b

Kalte Hände

Pianospieler an der Promenade von Warnemünde

Es ist ein trüber und eiskalter Sonntag im Januar. Leise schweben sphärische Klänge unterhalb des alten Leuchtturms über die Promenade von Warnemünde. Die zahlreichen Flaneure – dick vermummt – ziehen langsam an dem einsamen Pianospieler vorbei. Seine Finger fliegen über die Tasten, um immer neue Töne zu finden. Viele bleiben mit einem Lächeln kurz stehen, seine Schale ist bereits gut gefüllt mit Kleingeld aller Art. Mir fallen schon fast die Finger ab, um das Foto zu machen, wie macht er das nur? Hält die Magie der Musik seine Hände warm? Wie auch immer, danke dafür.

Woher, Wohin

Unter diesem Motto präsentiert die Abschlussklasse „Reportagefotografie“ der Gilberto-Bosques Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg unter Leitung von Ann-Christine Jansson ihre Bilder zum Thema Flucht und Flüchtlinge in der Fotogalerie Friedrichshain. 

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Die Gaukler

„Hereinspaziert meine Damen und Herren, kommen Sie, staunen Sie, haben Sie keine Angst, wir sind die Herren über das Feuer.“ Die Zuschauerrunde lauscht fasziniert den beiden Gauklern, die sich auf dem antiken Weihnachtsmarkt auf dem RAW Gelände bereit machen, um mit ihren Fackeln zu jonglieren. Fotografisch nicht ganz einfach. Die Unterschiede zwischen hell und dunkel sind extrem und der Autofokus ist permanent auf der Suche nach dem Punkt auf den er scharf stellen kann. Die Ausschussquote entsprechend hoch, aber immerhin sind verwertbare Bilder dabei. Auf der Olympus OM-D E-M5II sitzt das 25/1.8 mm, mit komplett offener Blende. Das Bild entstand mit 1/60stel Sekunde mit noch vertretbaren ISO 1250.

Baumgeist

Toter Baum am Schlachtensee - Foto: h|b

Heute beim Spazierengehen am Schlachtensee begegnete uns der böse Baumgeist. Wie die Dementoren bei Harry Potter versuchte er unsere Seelen in sich aufzunehmen und nur durch ein schnelles „Expecto Patronum“ und des anschließenden Banns auf das Zelluloid meiner Kamera, gelang es uns den Angriff abzuwehren. Noch mal Glück gehabt.

Foto: OM-D E-M5 Mark II / 42mm / 0.8 Sek / f22 / ISO 100 – Während der Auslösung gezoomed

Dekagon

Was hier aussieht wie größere Installationsarbeiten in der Ruine der Klosterkirche, handelt sich in Wirklichkeit um eine Rauminstallation von Luc Wolff. In der Pressemappe zur Ausstellung findet sich der folgende Text über den Künstler:

In seinen temporär angelegten Arbeiten untersucht Wolff die Grenzen etablierter Lebensräume. Er geht auf vorgefundene Orte ein und verändert diese auf eine leise, unspektakuläre Weise, meist mit einfachen, alltäglichen Mitteln. Durch das subtile Markieren augenfälliger Raumgrenzen im Kontext funktionaler Architektur verweist Wolff auf das Ausgegrenzte. Vermeintlich isolierte, fest definierte Orte werden nicht mehr als solche wahrgenommen.Weiterlesen „Dekagon“

Die Wölfe sind zurueck

Was passiert, wenn die Formen der Ordnung und des Zusammenhalts zerbrechen und Fremdenfeindlichkeit sich wie ein Virus ausbreitet? Wenn moralisch-ethische Regeln ihre Gültigkeit verlieren und die Gesellschaft zunehmend von Angst, Gewalt und Verrohung geprägt wird? Wenn blinder Nationalismus sich breitmacht? Wenn Menschen aus der Enge der eigenen Lebensverhältnisse eine Sichtweise entwickeln wie Kaninchen im Stall? Wenn Staaten, der inneren Verrohung folgend, auch nach außen aufrüsten und aggressivere Töne anschlagen würden? Was also passiert, wenn der Mensch des Menschen Wolf wird?  Weiterlesen „Die Wölfe sind zurueck“

Blechbüchsenarmee

Die Müllmänner (Trash People) vom Aktionskünstler HA Schult wandern bereits seit 20 Jahren um die Welt. Sie haben die Pyramiden von Gizeh gesehen, standen auf der chinesischen Mauer, und bildeten als „Matterhorn People“ eine grandiose Kulisse am „Stellisee“. Sie mahnen zu Umweltschutz und nachhaltigem Umgang mit der Natur, symbolisieren die Ausgegrenzten und Ausgebeuteten dieser Welt und sind aus Blechdosen und anderem Zivilisationsmüll zusammengebaut.

Müllmänner in der Grube - Foto: h|b
Müllmänner in der Grube – Foto: h|b

200 der lebensgroßen Figuren standen für dieses Wochenende in der Baugrube zum Schinkelplatz-Wohnquartier direkt neben der Friedrichswerderschen Kirche.  Die Baugrube neben der letzten noch ganz erhaltenen Schinkel-Kirche steht unter besonderer Beobachtung, weil der Bau von Luxuswohnungen auf der anderen Seite zu bleibenden Schäden an dem neugotischen Gebäude geführt hat.