Flügge werden

Waldrappen bei Überlingen

So richtig kann man die Köpfe des Waldrappnachwuchses nicht zählen, aber so grob dürften sich inzwischen 8-10 junge Waldrappe in den Nestern am Katharinenfelsen bei Überlingen tummeln. Immer wieder testen sie ihre Flügel aus, ähnlich wie die Storchjungen in Salem.

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Blasengallen

Blasengallen auf einem Ulmenblatt

Wenn man im Frühling oder Sommer einen genaueren Blick auf die Blätter von Ulmen wirft, kann man kleine, gallertartige Strukturen entdecken, die als Blasengallen bezeichnet werden. Diese ungewöhnlichen Wucherungen haben eine interessante Ursache und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Ulmen.

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Kükenalarm bei den Waldrappen

Waldrappnachwuchs in Überlingen

Die Gerüchte besagten, dass die Waldrappe in Überlingen inzwischen Nachwuchs bekommen haben. Also fuhr ich gestern kurz am Felsenhorst vorbei, um zu schauen, ob es bereits etwas zu sehen gibt. Es war zwar viel los am Katharinenfelsen, aber zu sehen waren nur die üblichen Verdächtigen. Zoppo, Marcello, Urmel und so weiter. Wie immer dabei am Gefieder rumzuzupfen, oder das Nest zu optimieren.

Aber ganz links schien ab und an was zu zappeln. Ein grauer Flügel, oder ein kleiner Schnabel. Aber davor steht immer ein Waldrapp, Mama oder Papa würde ich mal vermuten. Langsam wurden mir die Arme schwer vom halten der Kamera mit dem Teleobjektiv. Ab und an kamen andere Besucher vorbei, aber ohne Fernglas oder Tele ist kaum etwas zu erkennen. Ich wollte schon aufgeben, als es dann doch passierte: Das erste Küken der Überlinger Waldrappen präsentierte sich meiner Kamera. Ich konnte mein Glück kaum fassen und hoffte, dass man auf dem Bild auch etwas sehen würde. Auch mit dem Tele ist es noch weit weg. Aber, tataaaa, here it is. Mein erstes Waldrappküken.

Von den Eltern gefüttert hatte es die Kraft sich erstmalig der Öffentlichkeit zu zeigen. Leider fehlte ein wenig das begeisterte Publikum, so dass ich den Moment ganz für mich hatte. Das kleine, graue Etwas sieht ein wenig aus, wie Phönix aus der Asche, aber anhand der großen Vögel sieht man ja, dass die Schönheit im Laufe der Zeit von selber kommen wird. Mehr war heut nicht drin, ich war happy und am Ende zeigte sich auch am Rechner, dass ich das erste Überlinger Waldrappküken erfolgreich präsentieren kann.

Klapperstörche

Zwei Störche bei der Paarung

Betrachtet man die Menge der Störche hier am Bodensee und insbesondere in und um Salem, dürfte es um den Menschennachwuchs gut bestellt sein. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Oder man vom Storch gebissen werden muss, um schwanger zu werden. Aber ist ja alles Aberglaube.

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Frühlingsgefühle

Waldrappen in Überlingen

Am Montag bin ich mit dem Rad wieder mal zum Katharinenfelsen gefahren, dort wohnen die Waldrappe von Überlingen. Laut „Animal Tracker“ finden sich dort acht Waldrappe. Sechs konnte ich auf meinen Fotos anhand der Ringnummer identifizieren, nämlich Zoppo, Marcello, Urmel, Ciop, Bernardo und … Limoncello (sic!) Cooler Name auf jeden Fall.

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Waldrapp

Echte Waldrappen am Nest der künstlichen Waldrappen

Sie heißen Vincino, Bernardo, Marcello, Mowgli, Zoppo, Obelix, Urmel und Kazoo. Sehen etwas schräg aus, haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie wohnen ab April alle in Überlingen. Oder sollte man besser sagen: Nisten. Denn es sind Waldrappen. Ihr aktuelles Domizil befindet sich in den Molassefelsen unterhalb von Ödingen. Im Winter hielten sich die Zugvögel in der wärmeren Toskana auf, zum Brüten kommen sie zurück in ihre Heimat.

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Alter Falter

Ein Schmetterling von der Insel Mainau

Schmetterlinge werden auch Falter genannt. Über 160.000 Arten soll es weltweit geben. In Deutschland sind es nicht einmal 4.000. Im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau gibt es ca. 120 – meist farbenfrohe – Arten aus den tropischen Regionen von Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien. Wenn man sie fotografieren möchte, muss man sich in die subtropische Halle wagen und warten bis sich die Kamera akklimatisiert hat.

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Schlangenläufer

Eidechse auf der Insel Mainau

Eidechse kommt von zwei alten Wörtern, die damals „Schlange“ und „Laufen“ hießen. Die Eidechse wurde also Eidechse genannt, weil das ursprüngliche Wort dafür „laufende Schlange“ oder „Schlangenläufer“ bedeutete. Ist doch klar wie Kloßbrühe, oder? Das wissen die unzähligen kleinen Tierchen – die sich am Sonntag in den Steinmauern auf der Insel Mainau sonnten – vermutlich nicht, wahrscheinlich wäre es ihnen auch völlig egal. Als Fotograf freut man sich ja, wenn man eine Eidechse sieht, die nicht nicht sofort in eine Lücke verschwindet, also runter auf die Knie und schnell fotografieren.

Aber was ist das? Noch eine Eidechse, noch eine, ganz viele, da auch noch zwei. Wahnsinn! Ob es jetzt Eidechseriche oder Eidechsen sind, lässt sich vermutlich nur von Paläontologen beantworten, vielleicht sind die kräftigeren und bunteren die Männchen, so wie in der restlichen Tierwelt, aber auch egal. Die Sonne scheint, die Eidechsen und ich genießen das gleichermaßen und die Ersteren sitzen mir fleissig und nicht allzu hektisch Modell.

Innerhalb von fünf Minuten habe ich die ganze Sippe auf Zelluloid gebannt, aber da es noch eine Menge Mauern dort gibt, gibt es sicherlich auch noch mehr Eidechsen. Beim nächsten Mal nehm ich mir etwas mehr Zeit und versuche mit einem kleinen Tele die Tierchen ohne Fluchtreflex noch ein wenig näher abzulichten.

Mantis

Gottesanbeterin

Eigentlich sind wir mit den Rädern auf dem Weg zu einem Felsen in Sète, der aussehen soll wie eine Schildkröte. Bei Google Maps nennt sich das „Crique de la Tortue“, also genau das was es sein soll. Von unserem Campingplatz sind es rund 16 km bis dahin und meist auf Radwegen hinter den Dünen, vor denen das Mittelmeer gemächlich an den Strand klatscht. Die Augen immer auf den Weg gerichtet, springt mir mit einem mal etwas in die Augen, was ich bisher noch nie im realen Leben gesehen habe. Eine Fangschrecke, oder auch Gottesanbeterin. Sie sitzt auf dem Radweg und rührt sich nicht. Wie lange wird sie dort überleben, bevor ein anderer Radler einfach drüberbügelt?

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Natur 29/52

Eine Wildblumenwiese

In einer großen Stadt ist der Weg zur Natur ja oft mit langen Wegen verbunden. Wir haben allerdings das Glück, direkt vor unserer Tür einen kleinen Park zu haben, den Comenius-Park. Stadtparks sind zwar oft auch eher auf Effizienz ausgerichtet, zweimal im Jahr kommt das Grünflächenamt und rasiert alles ab was höher als 5 cm ist, aber es ist durchaus möglich kleine Nischen zu schaffen. Was ja in vielen Augen völlig verwahrlost aussieht, sind die sogenannten „Wildblumenwiesen“. Aber gerade die sind total wichtig für Insekten und vor allen Dingen Bienen. Ein paar Tütchen in der Natur ausgesät und los geht’s.

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