Farbenspiel

Farbspiele mit Schatten einer Figur

Nach 4 Tagen am Hallstätter See sind wir inzwischen wieder in Deutschland angekommen. Trotz wieder eingeführter Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland konnte das niemand verhindern. Als Wiedereingliederungsmaßnahme haben wir in München erstmal 2 Nächte an der Allianzarena gestanden. Mir san mia, is klar.

In München haben wir den dortigen Olympus Playground besucht, mein inzwischen Dritter, nach zweimal Berlin. Nicht so groß, aber wieder ne tolle Location mit fotografisch zu entdeckenden Kunstwerken. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit zwei potentielle Nachfolgemodelle für meine aktuelle Oly zu testen. Bin mir aber auch jetzt noch unsicher.

Nun ist unser Urlaub fast am Ende, aber ein Höhepunkt steht noch aus: Sterne kucken in Jeßnigk am kommenden Wochenende. Die Nacht von Samstag auf Sonntag soll klar werden, also beste Voraussetzungen, um am dunkelsten Ort in Deutschland jede Menge Sterne, Planeten, Milchstraßen und Satelliten zu sehen. Freu mich drauf.

Gletscherschmelze

Charlie Brown vor der Kulisse des Dachsteingletschers

Allen Gletscher die wir bisher auf unserer Tour besucht haben, ist eins gemein: Sie werden immer kleiner. Ob „Piz Buin“, die „Marmoladas“ oder heute der „Dachsteingletscher“. Im Vergleich von vor hundert Jahren ist oftmals nur noch die Hälfte bis ein Drittel übrig.

Wenn man die „Voher/Nachher-Bilder“ in den Hütten sieht, ist es ein gravierender Wandel. Gerade diese Alpenhütten stellt das zukünftig vor große Herausforderungen, beziehen sie doch oft das Wasser aus den Gletschern und sind damit auf sie angewiesen. Gletscher stellen im übrigen das größte Süßwasserreservoire der Erde dar. Auch das ein Grund sorgsam die Änderungen zu beobachten und das weitere Zurückgehen zu verhindern.

Bella Venezia

Charlie Brown vor Gondeln in Venedig

Nachdem es in den Bergen begonnen hatte zu regnen, haben wir geschaut, wo in der Nähe noch Sommer ist. Fündig geworden sind wir in Venedig. Die Alpen bleiben in Sichtweite, statt Wolken allerdings blauer Himmel und Sonne satt.

Drei Tage sind wir von Punta Sabbioni mit der Fähre zum Markusplatz gependelt und haben uns die volle Dröhnung Venedig gegeben. Immer auf der Hut in eine asiatische Selfiestange zu rennen, oder Faketaschen von fliegenden Händlern für ein Schnäppchen zu erstehen. Aber hey, besser als Dope im Görli zu verkaufen.

So haben wir auch endlich Mal die Zeit gefunden den Dogenpalst zu besuchen und über die Seufzerbrücke in die ewigen Verließe hinabzutauchen. Ansonsten haben wir uns wie immer durch die Gässchen treiben lassen, oder sind mit den Wasserbussen den Canal Grande entlang geschippert. Ein perfektes Intermezzo.

Seit heute Mittag sind wir zurück in den Bergen, genauer gesagt den Dolomiten. Das schlechte Wetter ist vorbei, ein blauer Himmel mit ein paar pittoresken Wölkchen begleiten uns. Morgen fahren wir hoch auf 3.300 Meter, bzw. lassen fahren. Gletscherausblick garantiert.

Hohe Berge

Kirchturm im Reschensee/Italien

Wenn es ja in Berlin an einem mangelt, dann sind das Berge. Und komm mir jetzt keiner mit Kreuz-, Müggel- oder Teufelsberg. Echte Berge beginnen bei 2000 Meter. Besser mehr. Wir bewegen uns grad mit unserem Wohnmobil durch Österreich und Italien, mitten durch die Alpen. DAS sind Berge.

Gestern saßen wir auf der Wiesbadener Hütte auf 2443 Metern Höhe, mit Blick auf den Gletscher des Piz Buin auf rund 3.300 Meter. Heute haben wir auf der Fahrt über den Reschenpass nach Meran, den mit Eis und Schnee bedeckten „Hohen Ortler“ mit knapp 3.900 Metern rechts liegen gelassen.  Die nächsten Gipfel liegen immer nur einen Blick voraus. Herrlich.

Metamorphose

Pusteblume im Gegenlicht

Zuerst ist sie knallgelb und sieht aus wie ein gewöhnlicher Löwenzahn. Diesen Namen verdankt sie ihrer gezackten, gelben Blätter. Aber das ist nur einer von rund 500 Namen, die man dieser Pflanze gegeben hat.

Irgendwann im Rahmen der Fruchtreife verpuppt sie sich und wenn sie wieder das Licht der Welt erblickt, ist sie eine wundervoll filigrane Pusteblume, die ihre Samen mit dem Wind in die ganze Welt verteilt und neuen gewöhnlichen Löwenzahn entstehen lässt.

Sommerfrühling

Das Wetter ist zeitlich entweder etwas hinterher, oder etwas der Zeit voraus, so genau lässt es sich im Moment nicht bestimmen. Da sind mal an einem Tag 28 Grad mit Gewitterneigung, also durchaus Sommer, am nächsten Tag wieder 11 Grad mit Regen und stürmisch, eher im April zu finden. Aber das Wetter ist halt wie es ist und man muss nehmen wie es kommt. Schichtkleidung und Regenschirm sind im Moment sinnvolle Attribute für das Verlassen des Hauses. In diesem Sinne… „Immer schön den Blick zum Himmel“.

Wellenbrecher

Die Wellenbrecher in Warnemünde sind ein beliebtes Motiv für Fotografen, erst recht, wenn Wagemutige auf den Holzpfosten balancieren. Im Sommer sorgen sie dafür, dass die Dünung, von Brandung kann man ja in Warnemünde nicht so recht reden, nicht über die Strenge schlägt. Dem kleinen Charlie war es auch etwas umheimlich, so dass ich ihn schnell wieder in meiner Tasche habe verschwinden lassen.

Splish Splash

Heute habe ich die Gelegenheit genutzt mein neues Objektiv auf Wassertauglichkeit zu testen. Da es ausnahmsweise heute nicht geregnet hat, musste ich mir künstlichen Regen suchen. Fündig geworden bin ich vorm Kanzleramt. Dort schießen die kleinen Fontänen vielleicht einen halben Meter in die Luft und ergeben eine klassische Regenszene. Mein neues Model musste dran glauben, und den farblichen Akzent setzen. Sowohl Charlie, als auch die Kamera mit dem Objektiv waren anschließend gut benetzt. Beide kurz trockengewischt, alles prima, alles dicht. Ob es Charlie gefallen hat konnte er mir nicht verraten, aber sein Gesichtsausdruck spricht Bände.

Zum Tor hinaus

Der Pariser Platz in der Morgensonne - Foto: h|b
Der Pariser Platz in der Morgensonne – Foto: h|b

Die Sonne macht ja im Moment gerade Pause, eine gute Gelegenheit einen schönen blauen Himmel über einem der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten Berlins zu zeigen. Das klassische Touristenfoto Berlins. Meist noch mit Gruppen von Menschen davor. Man will ja zeigen wo man gewesen ist. Wenn man es denn zu Hause in Tokio noch weiß.

Mit diesem Foto verabschiede ich mich für ein paar Wochen aus  Berlin und der Serie „Berlin from the ground“. Ich wechsele in den Touristenmodus und versuche mich an „Anything else from the ground“. Verdun, Orleans, Mont St. Michel, Omaha Beach, Atlantik from the ground. Wenn alles klappt mit dem Netz – leider ist das Roaming erstmal nur für das Telefon abgeschafft – gibt es schöne Bilder von der französischen Atlantikküste. Natürlich mit dem kleinen Fotograf und seiner OM-1 von Olympus. Wir sehn uns.

Ekliptische Formen

Das UFO ist direkt an der Spree gelandet - Foto: h|b
Das UFO ist direkt an der Spree gelandet – Foto: h|b

Etwas sperrig ist der richtige Name des – im Rahmen der „Berlin from the ground“ Tour – heute vorgestellten Gebäudes. Die Berliner nennen es wegen seiner Form etwas respektlos: „Schwangere Auster“. Das Gebäude entstand 1957 als amerikanischer Beitrag zur Internationalen Bauausstellung „Interbau“, ist also nur ein Jahr jünger als ich. 1980 stürzte die Dachkonstruktion während einer Tagung der „Ring Deutscher Makler“ ein, die Ursache waren wohl bauliche Mängel, sagt der Untersuchungsausschuss. Verschwörungstheorien sehen den Überschallknall von sowjetischen Düsenjägern als möglichen Grund, die regelmäßig zu Protesten gegen Tagungen von westdeutschen Institutionen in West-Berlin eingesetzt wurden. Heute beherbergt das 1987 wieder aufgebaute Gebäude unterschiedliche Ausstellungen und ist fester Bestandteil als Spielort der „Berlinale“. Wer weiß um welches architektonische Kleinod es sich hier handelt?