Verloren 33/52

Ein verlorener Turnschuh auf einer Bärenfigur aus Stein

„Wo ist dein Schuh? Du hast ihn verloren. Als ich dir den Weg zeigen musste
Wer hat verloren? Du dich? Ich mich? Oder, oder wir uns?“

In seinem Hit „Jeanny“ sang Falco schon 1985 von verlorenen Schuhen. Gut, die Geschichte ging noch weiter, der Schuh damals war rot, gehörte einem Mädchen und leider ging sich das Ganze nicht gut aus. Aber der Text passt trotzdem zum Wochenthema #Verloren der #52WochenFotoChallenge. Warum Menschen in Berlin ihre Schuhe verlieren und wie sie den Rest des Weges zurücklegen ist mir schleierhaft, aber man sieht die armen, verlorenen Schuhe nicht selten im Stadtbild.

Ein verlorener Turnschuh am Gleis im Berliner Hbf
Schuh im Gleis

Gestrandet

Beach Bar am Berliner Hauptbahnhof aus dem Jahr 2009

Bar 25, Bundespressestrand, Oststrand, Strandbar Mitte, Beach am Hauptbahnhof oder Humboldthafen. Wer Ende der Nullerjahre in Berlin gelebt hat, verbindet mit diesen Namen vielleicht das entspannte Bierchen am Ufer der Spree zu entspannter, elektronischer Musik, oder zumindest mit nackten Füßen im feinkörnigen Sand. Brachflächen wurden damals sinnvoll genutzt, das Lebensgefühl einer großen Stadt spiegelte sich wider. Nicht immer für Alle geöffnet, gegen Ende dieser Phase wurde es teilweise elitär und der Zugang eingeschränkt, aber im Großen und Ganzen schon eine coole Zeit.

Weiterlesen „Gestrandet“

Nacht 32/52

Collage des Nachtzuges der ÖBB im Berliner Hbf

Was gibt es Schöneres als im Schlaf Zeit und Raum zu überwinden. Liege- und Schlafwagen der ÖBB ermöglichen das seit einiger Zeit wieder, nachdem die Deutsche Bahn ihren Nachtverkehr wegen „Unrentabilität“ vor ein paar Jahren eingestellt hat. Grundsätzlich ist Deutschland eigentlich zu klein für einen Nachtverkehr, schließlich ist man in der Regel in 6 Stunden einmal durch. Aber für den europäischen Verbund sind die Nachtzüge eine Alternative zum Fliegen. So gibt es inzwischen Verbindungen von Berlin nach Brüssel, Stockholm, Wien oder Zürich. Gegen 20 Uhr steigt man in den Zug und ist am nächsten Morgen am Ziel. Sozusagen die Nacht gut genutzt. In den 80er Jahren sind wir auf diese Weise von Frankfurt bis nach Sizilien gefahren, aktuell ist das wohl nicht so einfach möglich.

#Nacht ist der Begriff #32 der #52WochenFotoChallenge 2023. Das Bild dazu zeigt eine Collage des NightJet der ÖBB bei der Abfahrt am Berliner Hauptbahnhof. Drei Aufnahmen mit dem iPhone13Pro und der Verarbeitung in Snapseed ergeben das dynamische Foto einer anstehenden Nachtreise nach Zürich.

Dots per inch

Passanten gehen auf den Eingang des Futuriums in Berlin zu

Das Futurium in Berlin bietet schöne Möglichkeiten der Streetfotografie. Die Punkte im Boden rund um das Haus bieten einen reizvollen Kontrast zu den darauf laufenden Menschen und die Wabenkonstruktion des Daches ist architektonisch und fotografisch ebenfalls interessant.

Fotografiert mit meiner Olympus OM-D E-M5II und dem m.Zuiko 12-40/2.8 pro

Liebe 31/52

Liebesschlösser am Pilsumer Leuchtturm

#Liebe ist der Begriff für die 31. Woche der #52WochenFotoChallenge von Norber Eder der auf der Social Media Plattform „Mastodon„, einem Teil des Mediverse, zu finden ist. Dort läuft die Challenge, ich nutze natürlich meinen Blog für die Erstverwertung.

Die Idee zum aktuellen Foto kam mir, als ich darüber nachdachte, wie eine visuelle Umsetzung erfolgen könnte. Auf unseren Reisen sind wir ja schon sehr oft über die sogenannten „Liebesschlösser“ gestolpert. Sei es auf der bekanntesten deutschen Location, der Hohenzollerbrücke in Köln, dem Ufergeländer in Warnemünde, direkt gegenüber dem Standesamt am alten Strom, oder an der berühmten „Pont Neuf“ in Paris. Also kurz im Archiv gestöbert und das Foto gefunden. Es zeigt den Pilsumer Leuchtturm in Ostfriesland, damals durch den Film „Otto – der Außerfriesische“ bekannt geworden und heute eine Pilgerstätte für Liebende.

Weiterlesen „Liebe 31/52“

Wächter

Wachpersonal am Denkmal der ermordeten Juden in Berlin

Aus meiner Tätigkeit als Reisendenlenker im Berliner Hauptbahnhof kann ich solche Jobs inzwischen ganz gut einschätzen. Man braucht Stehvermögen, ein waches Auge und die innere Ruhe um Langeweile zu überstehen. In der Regel passiert nämlich wenig bis nichts. Ab und an mal eine Ansage, doch bitte nicht auf den Stelen rumzuklettern, dem Ort die Würde zu geben, die er verdient, aber das war’s dann auch. Der Rest ist der regelmäßige Blick auf die Uhr und die Frage, wann die verdammte Schicht endlich rum ist.

Silhouette 30/52

Silhouette einer Figur und einem Treppengeländer

Sil·hou·et·te – Umriss, der sich [dunkel] vom Hintergrund abhebt. So die Erklärung aus den „Oxford Languages“. Der Begriff stammt aus dem Französischen und heißt ins deutsche übersetzt „Schattenriss„. Ausgehend von diesen Erklärungen habe ich im Berliner Bodemuseum das Thema der aktuellen #52WochenFotoChallenge getroffen und eine #Silhouette einer antiken Statue inklusive Treppengeländer auf die Speicherplatte gebannt.

For all mankind

Mondsichel mit Flugzeug

Viel ist von der damaligen Euphorie – dem „Aufbruch zu den Sternen“ – leider nicht übrig geblieben. Als Neil Armstrong heute – amerikanischer Zeit – vor 54 Jahren mit dem ikonischen Satz: „That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind“ – mit einem kleinen Hüpfer in den Staub des Mare Tranquillitatis – als erster Mensch den Mond betrat, saßen weltweit noch mehrere hundert Millionen Menschen aufgeregt vor kleinen TV Geräten, die grisselig, schwarzweisse Bilder aus rund 384.000 km Entfernung übertrugen. Heute interessiert das nur noch Wenige. Sehr schade, dass wir Menschen uns lieber gegenseitig für Geld, Macht oder wegen Religion an die Gurgel gehen, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Den „Großen Schritt für die Menschheit“ hat es leider nie gegeben. Kann man ja aktuell wieder gut beobachten.

Weiterlesen „For all mankind“

Don’t look up

Ein Mann im Businessanzug steht seitlich oberhalb einer Treppe

In letzter Zeit habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema „Street“ beschäftigt. Berlin hat ja Straßen genug, es fehlen also nur noch die Menschen, damit das Thema rund ist. Ach ja, Formen, Strukturen und Perspektiven sind auch hilfreich, um die Betrachter zu lenken. Auch wenn Street nicht zwingend schwarz/weiss sein muss, kommt es meiner Interpretation doch irgendwie eher entgegen. Das vorliegende Foto entstand im Regierungsviertel in der Nähe des Spreebogens. Der junge Mann nutzte die Mittagspause, um die Sonne und sein Sandwich zu genießen.

Das Foto enstand mit einer Olympus OM-D E-M5II und dem m.Zuiko 12-40 PRO, Blende 7.1 bei einer 1600stel Sekunde. Nachbearbeitung in LR Classic.

Natur 29/52

Eine Wildblumenwiese

In einer großen Stadt ist der Weg zur Natur ja oft mit langen Wegen verbunden. Wir haben allerdings das Glück, direkt vor unserer Tür einen kleinen Park zu haben, den Comenius-Park. Stadtparks sind zwar oft auch eher auf Effizienz ausgerichtet, zweimal im Jahr kommt das Grünflächenamt und rasiert alles ab was höher als 5 cm ist, aber es ist durchaus möglich kleine Nischen zu schaffen. Was ja in vielen Augen völlig verwahrlost aussieht, sind die sogenannten „Wildblumenwiesen“. Aber gerade die sind total wichtig für Insekten und vor allen Dingen Bienen. Ein paar Tütchen in der Natur ausgesät und los geht’s.

Weiterlesen „Natur 29/52“