Aloha

Grünes Meer mit Insel
Südseefeeling an der Ostsee mit kleinem Kameratrick – Foto: h|b

In Zingst wird man ja an jeder Ecke zum Fotografieren ermutigt, immerhin ist hier der „Spirit of Zingst“ zu Hause und einmal im Jahr rücken die Fotografen zum Umweltfotofestival „horizonte zingst“ an. Auf einem der großflächigen Plakate entlang der Straßen entdeckte ich ein Bild das nach einer Südseeinsel aussah. Als Untertitel stand dort allerdings „Weststrand Zingst“. Nun ist der Weststrand in Zingst sicherlich keine Insel und zieht sich kilometerlang den Darß entlang. Vielleicht mit einem Fischauge gemacht? Als ich dann etwas später am äußersten Punkt der Zingster Seebrücke stand fiel mir auf, dass für das Auge der östlichste Punkt im Wasser endet.

Ich habe dann die Kamera so ausgerichtet, dass viel grünes Wasser im Vordergrund zu sehen ist, dass konnte ich später in der Nachbearbeitung noch ein wenig zum leuchten bringen, am oberen Rand der Strand mit Bäumen erscheint um den Inselcharakter zu erzeugen und links der Strand im Wasser endet. In Lightroom das Bild dann am rechten Rand beschnitten etwas nachbearbeitet und einmal vertikal gespiegelt. Als letzten Schritt in Pixelmator die beiden Bilder nun gegeneinander gesetzt und fertig war die Süd-, ähhh, Ostseeinsel. Man könnte jetzt sicherlich noch ein wenig Feintuning an der Spiegellinie ansetzen, um das offensichtliche zu verschleiern, aber mir gefällt es gerade so.

Auf der Pirsch

Weißwangengänse
Weißwangengänse in den Sundischen Wiesen auf dem Darß – Foto: h|b

In Zingst ergab sich für mich die Möglichkeit als Naturfotograf auf die Pirsch zu gehen, da die Weißwangen- oder auch Nonnengans sich aktuell noch in großen Mengen auf den Wiesen auf dem Darß aufhält, bevor sie in arktische Gefilde aufbricht. Gesehen hatte ich sie schon von Barth kommend, aber zum fotografieren war ich dann in den „Sundischen Wiesen“ unterwegs. Auf der Suche nach ihrem Nachtlager hatte ich vom Deich aus den Anflug beobachtet und konnte so den Ort lokaliseren. Weiterlesen „Auf der Pirsch“

Eierdiebe

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Eigentlich wollte ich nach Graugänsen Ausschau halten, die wir bei der Einfahrt nach Zingst zu hunderten auf den Wiesen gesehen hatten, aber um unseren Campingplatz herum, stehen am frühen Abend nur ein paar vereinzelte Paare. Dafür liegt mitten auf dem Deich ein großes weißes Ei aus dem gelbes Eidotter läuft. Ansonsten sieht es recht unbeschädigt aus. Wie kommt das Ei hierher? Sieht nicht so aus, als wäre dies ein geeigneter Ort zum Brüten. Ich fahre mit dem Rad ein Stück vorbei, halte an und nehme die Kamera in Position. Irgend jemanden muss es ja gehören, auch wenn es kaputt ist. Ich muss auch nicht lange warten bis die Räuber vorsichtig erscheinen. Noch stehen sie in einiger Entfernung und peilen die Lage, aber der Hunger treibt sie heran. Mit dem Schnabel wird das Eigelb nun schnell aufgeschlürft. Eile ist geboten, kommen doch dauernd Radfahrer vorbei und stören das Abendessen mitten auf dem Weg. Irgendwann bekomme ich auch Hunger und mache mich auf dem Weg zurück. Irgendeine Gans oder Möwe wird nun keinen Nachwuchs mehr bekommen, er ist den Eierdieben zum Opfer gefallen.