Bella Sicilia

Palermo auf Sizilien mit schneebedeckten Bergen

Heute sind wir auf unserer Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Norwegian Epic am südlichsten Punkt unserer Reise angekommen, in Palermo auf Sizilien. Die gestrige Überfahrt von Sardinien nach Sizilien war etwas…. mmhhhh, turbulent. Die Schiffsplanken haben ganz schön geschwankt und uns war auch leicht blümerant um die Nase.

Ich hatte ja gehofft in Palermo bereits unter blühenden Palmen die wärmende Frühlingssonne genießen zu können, stattdessen habe ich mir bei H&M erstmal eine Daunenjacke gekauft. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist auch hier Winter. Im Gegensatz zu Berlin liegt aber in Palermo selbst kein Schnee und wenn die Sonne scheint und man ein windstilles Plätzchen gefunden, dann, ja dann liegt durchaus ein Hauch von Frühling in der Luft.

Jagdfieber

In Warnemünde kann man häufig beobachten, das heimkommende Fischerboote von einem dichten Schwarm von Möwen begleitet werden, die laut kreischend auf die Abfälle warten, die die Fischer beim filetieren der Fische über Bord werfen.

Dieses Verhalten kann man erstaunlicherweise auch beim Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes beobachten, obwohl da nicht unbedingt mit Abfällen zu rechnen ist. Vermutlich wird aber durch die Manöver des Schiffes die See so aufgewühlt, dass kleinere Fische dabei an die Oberfläche getrieben werden und eine leichte Beute darstellen. Weiterlesen „Jagdfieber“

God Tag Norge

Inzwischen sind wir auf unserer Ostseetour in Norwegen gelandet. Kristiansand ist eine kleine Hafenstadt am südlichen Ende von Norwegen und hat rund 19.000 Einwohner. Diese Zahl ist heute kurzfristig um rund 4000 gestiegen, da die MS Eurodam und die Costa Favolosa im Hafen festgemacht haben. Kristiansand ist auch Ziel der Color Line Fährschiffe, die von Hirtshals in Dänemark starten.

Wir haben uns das Städtchen zu Fuß erlaufen, dabei leckere norwegische „Waffeler“ mit Jørdbeeren gegessen und Kaffee „all you can drink“ dazu bekommen. Das alles bei herrlichstem Wetter in einer kleinen netten Lokalität direkt am Ufer des Yachthafens. Heute Nacht steuern wir die norwegische Hauptstadt Oslo an, unseren vorletzter Hafen, die wir dann morgen besuchen können.

[Foto: Kong Hakoon VII von Norwegen auf dem Rathausplatz in Kristiansand – h|b]

Gate to Berlin

Ohne die Nähe zu Berlin und die Möglichkeit direkt vom Kreuzfahrtschiff mit einem Charterzug, oder mit Bussen, die Hauptstadt in knapp 3 Stunden zu erreichen, hätte Warnemünde nicht „die Attraktivität“ für immerhin rund 180 Anläufe von 39 Kreuzfahrtschiffen pro Jahr. Für viele Amerikaner und Asiaten gehört der Besuch der deutschen Hauptstadt zum Pflichtprogramm, auch wenn so eine Tour schon mal rund 300$ pro Person kostet.

Sehr beliebt in der Sommersaison sind auch die „Weißen Nächte von St. Petersburg“. Die Kreuzfahrer starten zum Teil in Warnemünde und laufen dabei Häfen wie Tallin, Riga, Helsinki, Stockholm an und dauern im Schnitt 7 – 10 Tage, 2 Tage dabei allein in St. Petersburg. Dort geht die Sonne im Sommer kaum unter, daher die „Weißen Nächte“.

Wir sind letzten Montag in Kopenhagen gestartet und verlassen heute Abend – nach einem sehr schönen Tag in Warnemünde, inklusive „German Bierfest“ mit Blasmusik auf Deck 9 – die deutsche Küste Richtung Göteborg. Dort werden wir morgen liegen, bevor es – über Kristiansand und Oslo – wieder zurück nach Kopenhagen geht. Wir können uns also auf vier weitere Tage auf der Ostsee freuen. Allen Lesern ein fröhliches „Sail away“ aus Warnemünde.

Välkommer Stockholm

Gerade legen wir mit der MS Eurodam in Stockholm ab. Zwei sehr schöne Tage durften wir in der Stadt sein, und haben viel gesehen. Gestern Abend zum Beispiel einen herrlichen Sonnenuntergang aus der Sea View Bar von Deck 9, bei einem kühlen Rostocker Pilsener. A Perfect Moment. Die Biermarke ist auch der Einstieg zu unserem nächsten Ziel, was wir am Montag erreichen: Warnemünde. Waren wir ja noch nie, zumindest nicht mit einem Kreuzfahrtschiff. Interessante Erfahrung es nun einmal von der anderen Seite zu sehen. Jetzt winken wir aber ein letztes Mal zur Gamla Stan hinüber, lauschen dem Kreischen der um das Schiff kreisenden Möwen und freuen uns auf den morgigen Seetag.

Ein „Kippis“ aus Helsinki

Heute haben wir uns Helsinki im wahrsten Sinne des Wortes erlaufen. Knapp 15 Kilometer zeigt die Bewegungs-App, nachdem wir wieder zurück auf der MS Eurodam sind. Bei herrlichem Wetter, aber einem echt fiesen Wind, sind wir von der Felsenkirche über das Sibelius-Denkmal und dem Senatsplatz durch die Stadt gewandert. Zwischendurch mal mit der Straßenbahn gefahren, am Hafen entlang geschlendert, „Korvapuusti“ gegessen und Kaffee mit Blick auf die Schären getrunken. Jetzt ist es halb sechs finnische Ortszeit und wir legen gleich ab in Richtung Stockholm. Ein „Näkemiin“ an Helsinki, war schön mit dir.

Ei verbibbscht

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Elf Reisebusse, 520 Sachsen und Sächsinnen, rund 1000 Stück Gepäck. Das war der Tag heute direkt vor unserem Wohnmobil. Die Ocean Majesty hat direkt vor uns festgemacht und damit wird der unmittelbare Bereich zur Hochsicherheitszone und extraterritoriales Gebiet. Betreten nur noch mit Reisepass und Buchung zulässig.

Zuerst wurde das Schiff einmal entleert, um danach in einem langwierigen Prozess wieder befüllt zu werden. Alle Koffer müssen durchleuchtet werden, ebenso die Passagiere. Da die Busse am laufenden Band ankamen und sich ihrer Fracht entledigten, stand die Schlange der Reisenden teilweise hundert Meter und mehr vor dem Röntgengerät. Die Älteren, und das war die Mehrzahl der Passagiere, durfte sich netterweise auf kurzfristig organisierte Stühle setzen, um nicht in der Hitze zu kollabieren.

Jetzt ist es halb drei, alle Passagier sind an Bord, die letzten Koffer werden gerade gescannt und die Security baut das erste Zelt schon wieder ab. Da an den regulären Piers die AIDA und die COSTA liegen, wurde alles über den Wohnmobilparkplatz organisiert. Alles sehr familiär. In einer halben Stunde legt das Schiff voller Sachsen ab und wird die norwegische Küste bis nach Molde abfahren. Wenn ihnen in Norwegen also die nächsten 7 Tage Menschengruppen begegnen die etwas merkwürdig reden, keine Angst, die tun nichts, die wollen nur spielen.